Der französische Präsidentschaftskandidat der Linkspartei Jean-Luc Melenchon.Foto: SEBASTIEN BOZON/AFP/Getty Images

Hologramm: Französischer Präsidentschaftskandidat Mélenchon erscheint gleichzeitig auf zwei verschiedenen Wahlveranstaltungen

Epoch Times5. Februar 2017 Aktualisiert: 5. Februar 2017 19:10
Rund 12.000 Anhänger in Lyon erlebten den französische Präsidentschaftskandidat Jean-Luc Mélenchon normal auf der Bühne, in der 450 Kilometer nördlich gelegenen Pariser Vorstadt Aubervilliers sprach die 3D-Kopie gleichzeitig zu 6.000 Anhängern.

Seine Gegner kritisieren Jean-Luc Mélenchon als ewiggestrigen Altlinken – im Wahlkampf aber setzt der französische Präsidentschaftskandidat auf futuristisches Hightech: Der Linkspartei-Gründer absolvierte am Sonntag einen Wahlkampfauftritt im ostfranzösischen Lyon und wurde zeitgleich als 3D-Hologramm nahe Paris auf eine Bühne „gebeamt“.

Rund 12.000 Anhänger in Lyon erlebten den 65-Jährigen aus Fleisch und Blut. In der 450 Kilometer nördlich gelegenen Pariser Vorstadt Aubervilliers staunten 6000 Anhänger, wie eine 3D-Kopie Mélenchons zu ihnen sprach.

„Wo bin ich?“ fragte Mélenchon zum Auftakt der Veranstaltung. „Ich bin in Lyon… und jetzt in Paris.“ Dann schnippte er mit den Fingern und erschien bei Paris, als wäre er vom Raumschiff Enterprise auf einen fernen Planeten gebeamt worden.

In Shows wird zunehmend auf Hologramme gesetzt, etwa, um den verstorbenen Popstar Michael Jackson wieder zum Leben zu erwecken. Auch Politiker sind schon als 3D-Kopie vor ihren Anhängern erschienen – allerdings noch nie live, wie Mélenchons Team beteuert. Die Satelliten-Übertragung erlaubte eine Verzögerung von nur zwei Sekunden.

Der wortgewaltige Mélenchon liegt in Umfragen für die Präsidentschaftswahl in zweieinhalb Monaten derzeit auf dem fünften Platz. Laut einer aktuellen Befragung würde er in der ersten Wahlrunde auf rund elf Prozent kommen.

Er war nicht der einzige Kandidat, der am Wochenende in Lyon auftrat: Auch Front-National-Chefin Marine Le Pen und der frühere Wirtschaftsminister Emmanuel Macron waren für Wahlkampfauftritte in die ostfranzösische Stadt gereist. (afp)

 



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