NGOs helfen Migranten aus Afrika bei der illegalen Einwanderung nach Europa.Foto: ANDREAS SOLARO/AFP/Getty Images

Frontex: Immer mehr Flüchtlinge kommen über das Mittelmeer – In Deutschland wurden 13.184 Illegale im ersten Quartal aufgegriffen

Epoch Times26. April 2017 Aktualisiert: 26. April 2017 7:36
Immer mehr Migranten kommen über das Mittelmeer nach Europa. Die illegalen Einwanderer werden unter anderem von privaten NGO-Schiffen im Mittelmeer aufgegriffen und nach Europa gebracht.

Immer mehr Migranten kommen über das Mittelmeer nach Europa. „Von Januar bis Mitte April sind fast 28 000 Menschen von Libyen aus nach Italien gelangt. Das ist ein Anstieg um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum“, sagte der Chef der europäischen Grenzschutzbehörde Frontex, Fabrice Leggeri, der „Passauer Neuen Presse“.

Es handele sich aber nicht um syrische Kriegsflüchtlinge, sondern vor allem um Menschen von der Elfenbeinküste, aus Guinea, Nigeria sowie Bangladesch. Die Schleuser nutzten die chaotische Lage in Libyen gnadenlos aus, sagte Leggeri.

13.184 illegal Einreisende im ersten Quartal aufgegriffen

Unterdessen haben Bundespolizisten in den ersten drei Monaten dieses Jahres insgesamt 13.184 Personen aufgegriffen, die illegal nach Deutschland einreisen wollten. Vor allem über die Grenze zu Österreich seien Flüchtlinge auf eigene Faust oder mithilfe von Schleusern nach Deutschland gelangt, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Zahlen der Bundespolizei.

Im Januar waren es demnach 4610 Einreisen ohne reguläre Papiere, im Februar 4156 und im März 4418. Etwa ein Drittel der illegal Einreisenden nutzten dem Bericht zufolge die Route über Österreich nach Deutschland (4557 Personen). Andere Asylsuchende kamen demnach vor allem über die Schweiz (1880) und Frankreich (1052).

Bei den Kontrollen an deutschen Flughäfen stellten Bundespolizisten dem Bericht zufolge von Januar bis März 2575 irregulär Einreisende fest. Die meisten waren demnach Geflüchtete aus Afghanistan (1094) und Syrien (1039), aber auch Nigeria, Irak, Albanien und Eritrea waren unter den zehn häufigsten Herkunftsländern. (dts/dpa)



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