Ein kroatischer Polizist steht Wache, vor einer Warteschlange von Migranten und Flüchtlingen in einem Durchgangslager in Slavonski Brod am 4. November 2015Foto: ELVIS Barukcic / AFP / Getty Images

„Kommt bloß nicht nach Schweden!“: Flugblatt-Aktion in Europas Asyllagern

Epoch Times10. November 2015 Aktualisiert: 10. November 2015 11:51
"Kein Geld, keine Arbeit, keine Wohnungen": Die Schwedendemokraten greifen zu drastischen Argumenten, um Migranten darzulegen, warum sie besser nicht nach Schweden kommen sollten.
Mitglieder der schwedischen Partei Schwedendemokraten sind in Europa unterwegs. Sie haben eine Aktion gestartet und verteilen Flyer in Asylagern außerhalb Schwedens, berichtet Krone.at. Die Flyer sollen Flüchtlinge davon abhalten nach Schweden zu kommen. Demnach gibt es keine Unterkünfte, Geld oder Jobs.

Schweden sei durch die Masseneinwanderung zu einem gewalttätigen Land geworden. Die Schwedendemokraten ist die einzige Partei, die sich in Schweden gegen eine Masseneinwanderung ausspricht und steht in der Kritik von Medien und Politik.

Der schwedische Migrationsminister Morgan Johansson sagte: “Sie malen ein Bild von Schweden, dass nicht wahr ist.” Die Schwedendemokraten würden vor Lügen nicht zurückschrecken.

Ein Screenshot von einem der Flyer der Schwedendemokraten.Ein Screenshot von einem der Flyer der Schwedendemokraten.Foto: Screenshot „Södermanlands Nyheter“

Das Schweden-Haus ist voll, die Stimmung schlecht

In der vergangenen Woche beantragten 10.000 Migranten Asyl in Schweden. Johansson hatte gewarnt, dass Migranten keine Unterkünfte mehr garantiert werden könnten.

In einer Pressekonferenz am Donnerstag plädierte Johansson an die Migranten, doch weg zu bleiben. Auch Neuankömmlingen sei der Weg nach Dänemark und Deutschland vorgeschlagen, wenn sie sich nicht selbst eine Wohnung suchen könnten, so der "Spiegel".
Die Umverteilung der Migranten, die sich bereits in den EU-Ländern befinden, war Thema der EU-Innenminister am Montag in Brüssel. Bei dem Sondertreffen wurden neue Zusagen verhandelt und die Umsetzung der Beschlüsse von vor mehr als sechs Wochen besprochen. Besonders die schleppende Umsetzung der Umverteilungs-Regelung wurde angemahnt und mehr Tempo gefordert.

Besonders Schweden geht beim Asyl-Thema jetzt in die Offensive. Das Land habe nicht genug Unterkünfte. "Wir befinden uns in einer sehr dramatischen Situation", so Johansson im schwedischen Staats-TV SVT. "Wir haben die Grenze des Machbaren erreicht, so der Minister. Die Stimmung im Land ist angespannt. Täglich kommen zwischen 1.500 und 2.000 Asylbewerber an, die vorher in deutschen Zeltstädten wohnten. Seit der Aufnahme-Verschärfung in Deutschland reisen viele weiter, ins liberale Schweden. 

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