SymbolbildFoto: Dan Kitwood/Getty Images

Wilders will Islam aus Niederlanden vertreiben – Moscheen schließen, Koran verbieten

Epoch Times12. Februar 2017 Aktualisiert: 13. Februar 2017 5:38
Am 15. März wählen die Niederlande ein neues Parlament. Der rechtsgerichtete Politiker Wilders hat beste Aussichten. In seinem ersten großen TV-Interview zur Wahl enthüllt er seine Pläne für das Land.

Der niederländische Politiker Geert Wilders will sich nach einem Wahlsieg seiner Partei im März für ein weitgehendes Verbot des Islam in seinem Land stark machen.

„Die islamische Ideologie ist womöglich noch gefährlicher als der Nationalsozialismus“, sagte der Politiker im niederländischen Fernsehen am Sonntag in Den Haag. Er forderte erneut ein Verbot des Korans und die Schließung der Moscheen.

Es war das erste große TV-Interview von Wilders vor der Parlamentswahl am 15. März. Nach Umfragen kann seine Partei für die Freiheit (PVV) mit rund 20 Prozent stärkste Kraft werden. Die meisten etablierten Parteien lehnen jedoch eine Zusammenarbeit mit ihm ab.

Dennoch forderte Wilders im Falle eines Wahlsieges die Beteiligung an einer Regierungskoalition. „Wenn die Wähler die PVV echt so groß machen, wie einige Umfragen vorhersagen, dann kommt man nicht um uns herum“, sagte der 53 Jahre alte Abgeordnete im etwa eine Stunde dauernden Gespräch mit dem TV-Sender WNL. Zurzeit ist die PVV mit 12 Abgeordneten (acht Prozent) im Parlament vertreten.

Wilders skizzierte angebliche Gefahren für die Niederlande durch eine „Islamisierung“ und „Massen-Immigration“. „Unser Land ist gekapert, und wir müssen es zurückerobern.“ Den Koran verglich er mit Adolf Hitlers „Mein Kampf“ und Moscheen mit „Nazi-Tempeln“, in denen täglich zu Hass und Gewalt aufgerufen werde. „Wir tun unserem Rechtsstaat einen Gefallen, wenn wir das nicht mehr zulassen“, sagte er. Etwa sechs Prozent der rund 17 Millionen Einwohner der Niederlande sind Muslime.

Nach britischem Vorbild strebt auch Wilders den Austritt der Niederlande aus der EU an. Er fordert auch die Wiedereinführung der Grenzkontrollen. (dpa)



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