10.000 Afrikaner unterwegs nach Sizilien – keine Kriegsflüchtlinge laut UNHCR

Epoch Times4. April 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 23:20
Wie die UNO-Flüchtlingshilfe informiert seien es keine Kriegsflüchtlinge die jetzt zu Tausenden aus Libyen nach Sizilien unterwegs sind. Waren es vorige Woche 5.000, sollen diese Woche bereits 10.000 Migranten nach Italien kommen. NATO und Frontex seien die Hände gebunden. In Österreich aber laufen die Vorbereitungen am Brenner-Pass.

In der Vorwoche schafften es bereits 5.000 Afrikaner, diese Woche sollen es bereits 10.000 probieren über das Mittelmeer von Libyen nach Sizilien überzusetzen, so die "Krone-Zeitung". Wie die UNO-Flüchtlingshilfe informiert handelt es sich dabei ausschließlich um Afrikaner. Flüchtlinge kämen jetzt aber nicht mehr, wie dem Krisenstab zugespielt wurde. Syrer, Afghanen oder Iraker sind demnach keine unter den Tausenden Migranten.  

Der größte Anteil der Reisenden wird von Nigerianern gestellt (18 Prozent). Aus Gambia und Senegal kommen jeweils zehn Prozent. Aber auch Migranten aus den Ländern Mali (neun Prozent), Guinea und Elfenbeinküste, jeweils acht Prozent sind in den Schlepperbooten, die in Libyen ablegen. Fünf Prozent kommen aus Marokko.

Entsprechend herrscht Alarmbereitschaft im Krisenstab der österreichischen Bundesregierung (“Lage 7”). Derzeit muss von einem Durchwinken der Migranten nach Norditalien ausgegangen werden. Die Vorbereitungen am Brenner-Pass laufen bereits.

In der Zwickmühle zwischen Deutschland und Italien

Inoffiziell heißt es laut "Krone Zeitung": In ca. einer Woche würden diese Migranten am Brenner-Pass angelangen. Die deutsche Regierung hätte schon zuvor Marokkaner und Menschen aus Westafrika abgelehnt und nach Österreich zurückgeschoben. Es müsse also angenommen werden, dies passiere wieder. Österreich wäre in der “Zwickmühle zwischen Italien, das die afrikanischen Migranten weiterschickt, und Deutschland, das diese Menschen zurückschickt."

Frontex- und NATO-Schiffe müssten sich aber immer noch auf das Melden der Boote  und auf das Retten verunglückter Migranten beschränken. Das Stoppen und Zurückbringen der Schlepperboote ist noch immer nicht politisch abgesegnet – auch wenn es vermutlich viele Menschenleben retten könnte.

Österreich plant deswegen eine Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen Innen- und Verteidigungsministerium am Brenner. Die Bundesregierung sei sich der europapolitischen Brisanz an dieser Grenze bewusst. Wie berichtet, planen Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil und der Generalstab bereits den Einsatz von Bundesheer-Einheiten am Brennerpass.

Wetter in der Mittelmeerregion ist gut

Jetzt sei das Wetter in der Mittelmeerregion gut. Diese Woche würden die “Schlepper an der afrikanischen Küste duzende Boote Richtung Italien losschicken”, erfuhr die “Krone-Zeitung” von einem militärischen Nachrichtendienst.

Frontex- und NATO-Schiffe müssten sich aber immer noch auf das Melden der Boote und auf das Retten verunglückter Migranten beschränken. Das Stoppen und zurückbringen der Schlepperboote ist noch immer nicht politisch abgesegnet – auch wenn es vermutlich viele Menschenleben retten könnte. (dk)

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