Aleppo ist zweigeteilt: In den Stadtvierteln der Regierung ist es ruhig, in den anderen wird gekämpft.Foto: screenshot/epochtimes

VIDEO Aleppo: Baden, Shoppen, Lernen und gleichzeitig Krieg um Erdöl, Terror und Rebellen

Von 11. September 2016 Aktualisiert: 10. Januar 2018 18:38
In Aleppo gibt es alles: Baden, Shoppen, Lernen - sofern man in den Stadtgebieten ist, in denen die Regierung die Kontrolle hat. In den Vierteln, die von Rebellengruppen kontrolliert werden, herrscht Krieg und fallen Bomben. Laut der Financial Times geht es bei den Kämpfen in Aleppo um zwei der wichtigsten Öl-Märkte Syriens.

Aleppo ist zweigeteilt: In den Bereichen, in denen die Regierung die Kontrolle hat, ist alles ruhig. Das Leben geht seinen normalen Gang, einkaufen, Baden gehen, shoppen, es sind nur wenige Burkas zu sehen. Ein paar Meter weiter gibt es Trümmer, Ruinen, Bomben – das sind die Stadtviertel, in denen verschiedenste Gruppen, unterstützt von den USA und anderen Ländern, kämpfen.

Im Punkt 5 der neuen Vereinbarung zur #Waffenruhe in Syrien zwischen den USA und Russland soll eine entmilitarisierte Zone um die Kastellstraße, eine wichtige Verkehrsachse in Aleppo, geschaffen werden. Die Regierung hat damit kein Problem, die andere Seite schon.

„Die Geduld der USA ist nicht unbegrenzt“

Die syrische Armee hat von den Rebellen ein weiteres, strategisch wichtiges Stadtviertel, Ramussa, / erobert – und damit die einzige Versorgungsroute in die Stadtteile der Rebellen unterbrochen.

MAP South .Syrian army & allies take full control Industrial district. HD:

In diesem Zusammenhang sollte gesehen werden, dass die USA Russland dazu drängen, rasch in einen Waffenstillstand einzuwilligen.

Es brauche „eine echte Einstellung der Kämpfe, nicht was wir gesehen haben, was eine teilweise Einstellung der Kämpfe war“, sagte Carter dem Radiosender BBC, und: „Unsere Geduld ist nicht unbegrenzt.“

Nur auf den ersten Blick ist die Lage unübersichtlich: Im Krieg um Syrien ginge es lediglich um die beste Ausgangsposition für Gas- und Öl-Lieferungen für den europäischen Markt, berichtet “Financial Times”.

Demnach ginge es bei den Kämpfen in Aleppo um zwei der wichtigsten Öl-Märkte Syriens. Sie befinden sich in den nahen Provinz-Städten Manbidsch und al-Bab. Die wichtigste Pipeline, die Öl aus dem Irak – aus Mossul und al-Qaim –  befördert, verläuft durch beide Orte. Im Westen läuft sie durch die Stadt Aleppo bis zum Ölmarkt in Idlib.

Diejenigen, die töten, sind Reformkräfte?

Ein Kommentar auf youtube schreibt: „Ist schon seltsam, dass man den Präsidenten des friedlichen Teils des Landes Diktator nennt und diejenigen, die im Rest des Landes für hunderttausende Tote und millionen Vertriebene verantwortlich sind, als Reformkräfte bezeichnet.“

 

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