Assad: Nach Giftgasvorfall keine UN-Experten vor Ort – „Wenn sie kämen, würden sie eine False-Flag-Operation feststellen“

Von 27. April 2017 Aktualisiert: 27. April 2017 15:45
Noch immer habe die UNO keine Experten zur Untersuchung des Giftgasvorfalls in Chan Scheichun entsandt, so der syrische Präsident al-Assad. So sei es auch in der Vergangenheit gewesen, als es tatsächlich zum Einsatz von Giftgas gegen die syrische Armee gekommen war. Jedes Mal seien von Damaskus UN-Experten angefordert worden. Der Vorfall in Chan Scheichun, so Assad, könnte unter falscher Flagge stattgefunden haben.

Bei dem mutmaßlichen Giftgasanschlag im syrischen Chan Scheichun dürfte es sich um eine False-Flag-Operation gehandelt haben, sagt der syrische Präsident Bashar al-Assad gegenüber RT.

Die UN-Experten die Damaskus zur Untersuchung der Stadt angefordert hat, seien noch immer nicht eingetroffen. „Sie haben bis heute niemanden geschickt, wenn die Experten kämen, würden sie feststellen, dass die Angriffe eine False-Flag-Operation waren,“ so Assad.

In der Vergangenheit sei es mehrfach zum Einsatz von Giftgas gegen die syrischen Truppen durch die Al-Nusra-Front gekommen. Auch hier wurde um unabhängige Untersuchungen durch UN-Experten gebeten. Aber nichts sei passiert. (Siehe: Nahost-Experte über Syrien und den Gasangriff 2013: Türkei belieferte Terrorgruppe mit Nervengas – „Assads Militär hatte kein Saringas“)

Zudem bezweifelt Assad die Echtheit der Videos die ausschließlich von den Weißhelmen und anderen oppositionsnahen Gruppen stammen. Solche Videos hätten sich bereits in der Vergangenheit als falsch herausgestellt. Zudem wird die Region von den Dschihadisten kontrolliert und unabhängige Quellen sind schwer zu finden.

„Fotos, auf denen Kinder bei einem angeblichen russischen Luftschlag getötet wurden, erwiesen sich später als Fälschung“, so Assad.

Nach Aussage des Präsidenten sei das Leben in der Stadt nach dem mutmaßlichen Vorfall ganz normal weiter gegangen. Die Bevölkerung sei nicht evakuiert worden. Das sei nach einem Angriff mit Massenvernichtungswaffen „absolut unmöglich“.

„Wenn man sich die Aufnahmen anschaut, kann man sehen, dass die angeblichen Retter, Menschen ohne Schutzmasken, ohne Handschuhe geholfen haben, – dass sie sich frei bewegt haben. Das widerspricht absolut der Besonderheit des Saringases, über das sie gesprochen haben. Das ist unmöglich“, sagt der Staatschef.

Der angebliche Giftgasangriff sei aus seiner Sicht dazu genutzt worden, um eine Rechtfertigung für den Angriff auf den Luftwaffenstützpunkt Al-Schariat zu haben.

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