Istanbul, TürkeiFoto: Chris McGrath/Getty Images

Erdogan: „Aufgehoben wird der Ausnahmezustand erst, wenn alle Probleme verschwunden sind“

Epoch Times17. Juli 2017 Aktualisiert: 18. Juli 2017 6:29
Der Ausnahmezustand in der Türkei wurde erneut um drei Monate verlängert. Erdogan erklärt: Aufgehoben werde der Ausnahmezustand erst, "wenn alle Probleme verschwunden sind".

Ein Jahr nach seiner Verhängung ist der Ausnahmezustand in der Türkei um drei weitere Monate verlängert worden. Mit einem entsprechenden Beschluss folgte das Parlament in Ankara am Montag einem Antrag der Regierung, wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Der Ausnahmezustand war nach dem gescheiterten Putschversuch vor einem Jahr ausgerufen worden und war zunächst bis kommenden Mittwoch befristet.

Erdogan will daran festhalten: Aufgehoben werde der Ausnahmezustand erst, „wenn alle Probleme verschwunden sind“, hatte er gesagt.

Unter dem Ausnahmezustand geht die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan mit großer Härte gegen mutmaßliche Putschisten, deren angebliche Anhänger und andere Kritiker vor. Mehr als 50.000 Menschen wurden seit dem Putschversuch festgenommen, mehr als 100.000 verloren ihren Job.

Ausnahmezustand wurde zum Dauerzustand

Die Opposition fordert ein Ende des Ausnahmezustands. Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu hatte zum Jahrestag des Putsches am Samstag kritisiert, der Ausnahmezustand sei „zum Dauerzustand geworden“.

Beim Treffen der EU-Außenminister in Brüssel wurde derweil erneut scharfe Kritik an Erdogans Vorgehen laut.

Die Politik des türkischen Präsidenten zeige, „dass diese Türkei keinen Platz in der Europäischen Union hat und dass die Beitrittsgespräche abgebrochen werden sollten“, sagte der österreichische Außenminister Sebastian Kurz.

Kurz kritisierte die Einschüchterung und Inhaftierung von Oppositionellen und Journalisten: „Das  ist etwas, wo Europa nicht wegsehen darf.“ (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion