Ex-FBI-Agent: Das sieht nach verdeckten Ermittlungen gegen Trump aus

Von 3. July 2018 Aktualisiert: 27. Juli 2018 15:26
Mindestens fünf Personen hatten Kontakt zu Mitarbeitern und Helfern des Trump-Wahlkampfteams aufgenommen und mit ihnen diskutiert oder ihnen kompromittierende Informationen über Clinton in Verbindung mit Russland angeboten.

Kontakte zwischen dem Wahlkampfteam des damaligen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Personen, die mit dem FBI, der CIA und anderen westlichen Geheimdiensten in Verbindung stehen, würden auf verdeckte Ermittlungen hindeuten, um Beweise für Trumps vermeintliche Russlandverbindungen zu bekommen, so ein ehemaliger FBI-Agent.

„Die wiederholten Versuche, Mitglieder der Trump-Kampagne mit irgendeiner Form von Quidproquo-Vereinbarung mit den Russen zu belasten, sehen wie Versuche aus, Beweise gegen sie bzw. Vorwände zu finden, um sie untersuchen zu können“, erzählte der ehemalige FBI-Agent Mark Wauck RealClearInvestigations.

Mindestens fünf Personen haben Kontakt zu Mitarbeitern und Helfern des Trump-Wahlkampfteams aufgenommen und mit ihnen diskutiert oder ihnen kompromittierende Informationen über Clinton in Verbindung mit Russland angeboten. Doch es gibt keine Beweise dafür, dass diese Informationen zur Verfügung gestellt wurden oder überhaupt existiert haben.

Der erste war Joseph Mifsud, ein maltesischer Akademiker, der eng mit einer Spionageschule in Verbindung stand, die von nationalen Sicherheits- und Geheimdienstbeamten westlicher Nationen, darunter aus den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich und Italien, besucht wurde.

Um den 26. April 2016 herum habe Mifsud dem Trump-Wahlkampfberater George Papadopoulos erzählt, dass „die Russen“ „Dreck“ über Trumps Rivalin Hillary Clinton sowie „Tausende“ ihrer E-Mails hätten, so heißt es in Papadopoulos‘ Schuldeingeständnis. Als das FBI ihn verhörte, versuchte er, seine Gespräche mit Mifsud herunterzuspielen, und leistete so einen Meineid.

Als die Medien Mifsuds Namen enthüllten, tauchte dieser unter.

Der zweite war Alexander Downer, damals australischer Botschafter in London.

Am 6. Mai 2016, kurz nachdem sich Trump die Kandidatur der Republikaner gesichert hatte, nahm Downers Beraterin Erika Thompson Kontakt zu Papadopoulos auf und bat ihn, sich mit Downer zu treffen, berichtete The Daily Caller. Um den 10. Mai herum trafen sich die drei in einem Restaurant in London. Nach ein paar Drinks sagte Papadopoulos zu Downer, dass die Russen vernichtende Informationen über Clinton besäßen.

„Es ist unklar, ob Mr. Downer nach dieser Information gefischt hat“, so die New York Times.

„Ein oder zwei Tage danach“ habe Downer Canberra Bericht erstattet, da das Gespräch „ziemlich interessant schien“, sagte er gegenüber The Australian.

Als Wikileaks am 22. Juli anfing, E-Mails zu veröffentlichen, die vom Server des „Democratic National Committee“ (DNC) gestohlen wurden, gab Joe Hockey, australischer Botschafter in den Vereinigten Staaten, die Informationen von Downer an das FBI weiter. So veranlasste er am 31. Juli den Ermittlungsbeginn über Trumps angebliche Verbindungen mit Russland, laut Berichten in The Sydney Morning Herald und „The New York Times“.

Diese Abfolge wurde jedoch durch spätere Enthüllungen umgeworfen.

Eine „diplomatische Quelle“ erzählte dem „Wall Street Journal“, dass Downer die Informationen „irgendwann“ direkt an die US-Botschaft in London weitergegeben habe. Dort seien sie zu der damaligen diplomatischen Geschäftsträgerin Elizabeth Dibble gelangt, die zuvor als Clintons erste Stellvertreterin im US-Außenministerium tätig gewesen war.

Downer ist auch persönlich mit Clinton in Verbindung zu bringen, da er einmal eine 25-Millionen-Dollar-Spende von der australischen Regierung an die „Clinton Foundation“ für AIDS-Prävention und Aufklärung arrangiert hat.

Die dritte Person war Henry Greenberg, der Ende Mai 2016 Kontakt zu dem Trump-Wahlkampfmitarbeiter Michael Caputo aufnahm und ihm unbestimmte, vernichtende Informationen über Clinton anbot. Dieser wies das Angebot am 29. Mai 2016 zurück und traf sich mit dem Wahlkampfmitarbeiter Roger Stone, nachdem Greenberg zwei Millionen Dollar für die Information verlangt hatte, so Stone gegenüber der Washington Post.

Später beauftragte Caputo einen Privatdetektiv, der Gerichtsakten und Medienberichte zusammentrug, die Greenbergs umfangreiches Strafregister in den Vereinigten Staaten und Russland sowie seine Verbindungen zum FBI aufdeckten.

„Ich habe 17 Jahre lang mit dem FBI zusammengearbeitet und oft mein Leben in Gefahr gebracht“, sagte Greenberg am 18. August 2015 in einer eidesstattlichen Erklärung vor Gericht aus.

Die Gerichtsunterlagen zeigten, dass ein FBI-Agent Greenbergs Einreise in die Vereinigten Staaten wiederholt mithilfe eines Sondervisums für Personen, die bei der Strafverfolgung helfen, vermittelt hat.

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Greenberg sagte in der Erklärung aus, dass er seine Zusammenarbeit mit dem FBI im Jahr 2013 beendet habe. Doch der Umstand, dass Greenberg im Land bleiben darf, würde seine „Glaubwürdigkeit belasten“, so der Detektiv. Es sei denn, er habe eine Vereinbarung mit der Regierung, die ihn vor der Ausweisung schützt.

Bei der vierten Person handelt es sich um Natalia Veselnitskaya, eine russische Anwältin, die mit „Fusion GPS“ in Verbindung stand. Das Wahlkampfteam um Hillary Clinton und das „Democratic National Committee“ hatten diese Firma beauftragt, das berüchtigte Steele-Dossier über Trumps angebliche Russland-Beziehungen zusammenzustellen. Der damalige FBI-Direktor James Comey nannte das Dossier „anzüglich und unbestätigt“.

Am 3. Juni 2016 erzählte Veselnitskaya dem russischen Oligarchen Aras Agalarov, dass sie „offizielle Dokumente und Informationen habe, die Hillary [Clinton] und ihre Beziehungen mit Russland belasten“ und die „sehr nützlich“ seien. So hieß es in einer E-Mail des schillernden Musikpublizisten Rob Goldstone an Donald Trump Jr. Goldstone hatte am selben Tag von seinem Popstar-Kunden und Sohn von Agalarov, Emin, von dem Angebot von Veselnitskaya erfahren.

Die Agalarovs hatten zuvor bei dem Schönheitswettbewerb zur Miss Universe 2013 in der Nähe von Moskau mit Trump zusammengearbeitet, weshalb Trump Jr. Goldstone kannte. Trump Jr. bezeugte vor dem Kongress, dass er nicht gewusst habe, ob Goldstones Botschaft glaubwürdig sei. Aber er habe dennoch eingewilligt, sich mit Veselnitskaya zu treffen, die ihm nur als „die russische Anwältin“ bekannt war.

Trump Jr. und Veselnitskaya trafen sich am 9. Juni 2016 im Trump Tower. Die Anwältin sprach von „Personen mit Kontakten nach Russland“, die Clinton und das DNC „unterstützen oder finanzieren“ würden. Doch dann wechselte sie das Thema und äußerte ihre Einwände zum Magnitsky-Gesetz, demzufolge eine Reihe prominenter Russen wegen Menschenrechtsverletzungen sanktioniert wurden. Goldstone sagte später, dass ihm Veselnitskayas Absicht nicht klar gewesen sei, und entschuldigte sich bei Trump Jr. dafür, seine Zeit vergeudet zu haben.

Veselnitskaya wurde in ihren Bemühungen gegen das Magnitsky-Gesetz von „Fusion GPS“ unterstützt, mit dessen Gründer Glenn Simpson sie sich nur Stunden vor ihrem Meeting mit Trump Jr. getroffen hatte. Ein oder zwei Tage später sagte Simpson vor dem Kongress aus, dass er nichts von Veselnitskayas Treffen im Trump Tower gewusst habe, bis die Medien darüber berichtet hätten.

Die fünfte Person war Stefan Halper, Professor an der Universität Cambridge mit Verbindungen zur CIA und zum britischen Geheimdienst. Die Medien outeten ihn de facto als FBI-Informanten bei den Ermittlungen von Trumps angeblichen Verbindungen nach Russland.

Halper traf sich auf einem Symposium, das vom 11. bis 12. Juli 2016 in Cambridge stattfand, mit dem Trump-Wahlkampfberater Carter Page, der erst ein paar Tage zuvor von einer Russland-Reise zurückgekommen war. Page sagte, dass er in den darauffolgenden Monaten mit Halper in Kontakt gestanden habe, so The Daily Caller.

The Daily Caller berichtet weiter, dass Halper außerdem Papadopoulos am 2. September 2016 3.000 Dollar sowie eine bezahlte Reise nach London angeboten habe, um einen Bericht über Erdgasvorkommen im Mittelmeer zu schreiben. Papadopoulos nahm das Angebot an und flog nach London, wo er sich mit Halper und seinem Assistenten traf.

Bei dem Treffen fragte Halper: „George, Sie wissen doch, wie man russische E-Mails hackt?“ Als Papadopoulos sagte, dass er nichts über E-Mails oder russisches Hacken wisse, ließ Halper das Thema fallen.

Der ehemalige FBI-Agent und Kolumnist für „The Epoch Times“ Marc Ruskin sagte, dass, wenn das FBI das Trump-Wahlkampfteam tatsächlich mit Versprechungen über schmutzige Informationen über Clinton geködert habe, das eine Falle und in einem Strafverfahren folglich unzulässig sei. Die Ermittlungen angeblicher Russland-Verbindungen von Trump wurden jedoch anscheinend als Gegenspionage durchgeführt, für deren Anstoß ein geringerer Verdacht ausreiche, erklärte er.

Es könne auch sein, dass jemand Drittes die Wahlkampfmitarbeiter hereingelegt und die ermittelten Informationen als legitime Geheimdienstinformationen an das FBI weitergegeben habe, so Ruskin.

Quelle: The Epoch Times

 

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