Handschellen für mehr als 2300, des Kindesmißbrauchs Verdächtige (Symbolfoto)Foto: Armin Weigel/dpa

Großer Schlag gegen Kinderpornos im Internet – 2300 verhaftet – Große Medien und Agenturen schweigen

Von 15. Juli 2018 Aktualisiert: 16. Juli 2018 7:26
Im Frühling 2018 wurden in den USA im Rahmen einer großangelegten Fahndungsaktion mehr als 2300 Personen im Zusammenhang mit Kinderpornographie verhaftet. Medieninteresse fast null.

Washington, 12. Juni 2018. Das US-Justizministerium (DOJ) veröffentlichte eine Pressemitteilung, dass im Rahmen der Operation „Broken Heart“ durch die ICAC-Task Force (Internet Crimes Against Children) über 2300 Personen verhaftet wurden.

Von den verhafteten Personen werden 195 verdächtigt kinderpornographisches Material hergestellt oder Kinder direkt missbraucht zu haben. Außerdem gelang es, die Identität von 383 Kindern zu klären, die Missbrauchsopfer sind oder waren bzw. für die Herstellung kinderpornographischen Materials posieren mussten.

Im Zuge der Operation „Broken Heart“ wurde von März bis Mai 2018 über 25 000 Hinweisen auf Kindesmissbrauch im Zusammenhang, vor allem mit modernen Technologien, wie Social Media oder getarnten Internetportalen und ähnlichem nachgegangen.

Aber auch Hilfe zur Prävention und Sicherheitshinweise wurden an über 390 000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene von den Behörden gegeben, die in allen 50 US-Bundesstaaten aktiv waren.

Die Operation zielte auf Verdächtige die: (1) Kinderpornographie herstellen, verbreiten, empfangen und besitzen; (2) Kinder zu sexuellen Zwecken online verführen; (3) Kinderhandel betreiben; und (4) über Staatsgrenzen hinweg oder ins Ausland reisen und Kinder sexuell missbrauchen.“

Generalstaatsanwalt Jeff Sessions sagte:“Jeder Möchtegern-Kriminelle sollte gewarnt werden: Diese Abteilung wird unerbittlich bei der Jagd auf all jene sein, die unsere Kinder zu ihren Opfern machen wollen.“

Die „Abteilung“ ICAC existiert seit 1998 und unterstützt die Untersuchungsbehörden auf Bundes-, Staats- und Regionalebene bei ihren Ermittlungen in Fällen von Kindesmissbrauch und -handel. Die Spezialität der ICAC sind die Ermittlungen, bei denen es um die Aufdeckung von Verbrechen geht, die mit Hilfe moderner Kommunikationssysteme und – plattformen vor sich gehen, oder durch diese in ihrer jetzigen Form erst ermöglicht wurden.

Seit ihrer Gründung führten die Aktionen der ICAC zu mehr als 83 000 Verhaftungen, die aus mehr als 750 000 verschiedenen Hinweisen resultierten. Auch bildeten die Beamten der ICAC mehr als 620 000 Beamte auf allen Ebenen der Strafverfolgung in den speziellen Techniken und Vorgehensweisen aus, die für Ermittlungen im Internet und anderen modernen Medien erforderlich sind.

Medienecho

Traurig aber wahr: Die Mitteilungen des DOJ zu den Fahndungsergebnissen und -erfolgen, finden vor allem in jüngster Zeit, keinen Widerhall in der Presse. Die jüngsten Erfolge wurden in den USA einzig bei Fox News und auf einigen Seiten von Regierungsbehörden gemeldet.

Bei großen europäischen Presseagenturen kam nicht mal eine zweizeilige Meldung heraus. Rühmliche Ausnahme war die britische DailyMail.

Einige freie Medien und Blogs in Europa meldeten das Thema dennoch, zum Beispiel die legitim.ch

Angemerkt sei, dass gerade die Aufdeckung illegaler pädophiler Umtriebe seit dem Amtsantritt von Donald Trump verstärkt betrieben wird. Doch Meldungen mit irreführenden Bildern, wie dem weinenden, nur scheinbar von seiner Mutter getrennten Kind einer illegal in die USA eingereisten Frau, sind manchen Medien in ihrer Berichterstattung über Trumps Politik wichtiger, als das, was er zum Schutz von Kindern forciert hat.


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