IS rekrutiert in China: Kampflied auf Mandarin getwittert

Epoch Times8. Dezember 2015 Aktualisiert: 2. April 2017 18:36
In China ist ein Propaganda-Lied der Terrormiliz IS aufgetaucht – auf Mandarin. Der perfekt produzierte Song verherrlicht den Dschihad und ruft Chinas Muslime auf, zu den Waffen zu greifen.

Wie das Wall Street Journal berichtet, wurde der 4-minütige Song vom Al-Hayat Media Center veröffentlicht. Der mediale Arm des IS brachte das Lied auf Twitter in Umlauf.

„Wir sind Mudschahedin, unsere schamlosen Feinde haben Panik vor uns“, singt dort ein Mann. „Unser Traum ist, im Kampf auf diesem Schlachtfeld zu sterben.“ In China und im asiatischen Raum besteht nun Sorge, dass die Terroristen mit dem Lied neue Anhänger finden könnten.

Die SITE Intelligence Group, sagte zum WSJ, die Aufnahme sei „ist ein weiteres Beispiel dafür, dass der IS versucht, seine Reichweite und Unterstützerbasis zu erweitern.“

Die Nachricht kam nur zwei Wochen nachdem die Terrormiliz erstmals einen chinesischen Staatsbürger ermordete (18.12).

Zwei Tage später erschoss der IS drei hochrangige Wirtschaftsvertreter aus China und sechs Russen in einem Hotel in Mali (20.12.).

Doch es war nicht die erste Propaganda-Aktion des IS Richtung China: Ende November stellte der IS einen Spot ins Netz, worin es hieß, man werde gegen alle Länder kämpfen, die gegen den Islamischen Staat seien. Darin wurden auch die Flaggen Chinas und Taiwans gezeigt.

80-jähriger Uighure beim IS?

Im Juni hatte es ein Video mit einem 80-jährigen Uiguren gegeben, der erzählte, vor der Unterdrückung in China mit seiner Familie nach Syrien geflohen zu sein, um sich dort dem Dschihad anzuschließen. Die Uiguren sind eine muslimische Minderheit, deren Radikalisierung von Chinas Regierung gefürchtet wird. Bisher kämpften einzelne von ihnen in Westchina für ein unabhängiges Turkestan.

Beobachter schätzen, dass die Terroristen mit dem chinesischen Song China herausfordern wollen – speziell, da China vor kurzem ankündigte, an der Seite von Russland gegen den IS vorgehen zu wollen – allerdings vorerst ohne Entsendung von Soldaten. China fordert bisher die Syrienkrise diplomatisch und mit UN-Mandat zu lösen. (rf)

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