Journalist wird in Sizilien an Berichterstattung über ankommende Migranten gehindert und aus dem Hafen eskortiert

Von 28. Juli 2017 Aktualisiert: 30. Juli 2017 7:25
"Was geht hier vor sich? Was wollen die europäischen Regierungen vertuschen?", fragt PeterSweden. Ein schwedischer Journalist wird beim Filmen zweier Migrantenschiffe in Sizilien aus dem Gelände geschmissen. Er musste seine Aufnahmen löschen, sonst drohte ihm Verhaftung, berichtet er.

Der unabhängige schwedische Journalist PeterSweden (so sein Synonym auf YouTube) versuchte vor drei Tagen, zwei verschiedene Migrantenschiffe, die in zwei verschiedenen Häfen in Sizilien anlegten, zu filmen. Dabei handelte es sich einmal um die Aquarius mit etwa 400 Migranten an Bord und einmal die Phönix, mit etwa 300 Migranten.

In beiden Fällen wurde er von der Polizei am Filmen gehindert und aufgefordert, das Areal zu verlassen. Beim zweiten Mal zwang ihn die Polizei sogar, seine Aufnahmen zu löschen und drohte ihm mit Verhaftung.

PeterSweden sagt, „offensichtlich wollen die Behörden keine unabhängigen Medien vor Ort, während Journalisten des Maistream-Mediums „Vice“ vorgelassen wurden“.

An Bord seien zu hundert Prozent junge afrikanische Männer, es gäbe nur ein paar wenige Kinder, die die Ausnahme bildeten, sagt er im Video.

„Die europäischen Regierungen wollen nicht, dass die Menschen erfahren, was hier passiert“

„Die Regierungen wollen offenbar nicht, dass die Menschen herausfinden, was hier vor sich geht“. Die Polizei habe ihn aus dem Gelände eskortiert und sie scheinen ihn weiterhin zu überwachen, wenn auch sehr unauffällig, berichtet er aus Sizilien.

„Was wollen sie verbergen?“, fragt er. Er selbst bekomme das Gefühl nicht los, dass die europäischen Regierungen hinter dieser organisierten Migrationskrise stehen. Dass sie ihn an einer Reportage hindern, schüre sein Misstrauen sogar noch mehr an.

Er habe mit einem Mann von der schwedischen Küstenwache gesprochen, und es mache den Eindruck, dass die europäischen Regierungen im Hintergrund die Fäden ziehen, wobei sie die NGOs benutzen, um die dreckige Arbeit zu machen.

Im Hafen sei alles gut organisiert und es würden bereits vier Busse bereitstehen, um die Migranten wo auch immer hinzubringen.

Vom zweiten Boot, der Phönix, hat PeterSweden kaum mehr Aufnahmen, die Polizei zwang ihn, alles zu löschen. „Das ist ein Skandal“, sagt er, und vergleicht die Methoden mit denen der Sowjetunion – ganz im Stil kommunistischer Zensur.


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion