Kurdische Gemeinde fordert: Unterstützung für „aus dem Ausland gelenkte“ Islamverbände einstellen

Die Kurdische Gemeinde in Deutschland hat eine Neuausrichtung der Islampolitik gefordert. Viele der Islam-Verbände, die mit der Bundesregierung verhandelten, würden aus dem Ausland gelenkt und finanziert.
Titelbild
DITIB-Moschee in Deutschland.Foto: MAJA HITIJ/AFP/Getty Images
Epoch Times9. Januar 2018

Anlässlich der Sondierungsgespräche zwischen Union und SPD über eine Regierungsbildung hat die Kurdische Gemeinde in Deutschland eine Neuausrichtung der Islampolitik gefordert.

Die säkulare Mehrheit der hierzulande lebenden Muslime sei in dem bislang bestehenden Dialogprozess übergangen worden, kritisierte der stellvertretende Bundesvorsitzende Mehmet Tanriverdi am Dienstag. Diese müssten künftig in den Austausch eingebunden werden.

Die an der Deutschen Islamkonferenz teilnehmenden Islamverbände verträten „ausnahmslos den politisch-konservativen Islam“ und höchstens 15 Prozent der Muslime, erklärte Tanriverdi weiter. Viele dieser Verbände, die mit der Bundesregierung verhandelten, würden aus dem Ausland gelenkt und finanziert.

Diese Zusammenarbeit diene in keiner Weise der Förderung der Integrationsarbeit – „im Gegenteil, sie behindert sogar die erfolgreiche Integration unserer muslimischen Mitbürger“, kritisierte der Kurdenvertreter.

Bisher sei die Gefahr der Radikalisierung von Jugendlichen in Deutschland trotz großzügiger Projektmittel für die Islamverbände nicht geringer geworden, sondern sogar gewachsen, erklärte Tanriverdi. Über diese Verbände könnten „autoritäre ausländische Regierungen, deren Werte den unseren widersprechen“, Einfluss auf die Gesellschaftsentwicklung nehmen.

Tanriverdi forderte CDU, CSU und SPD auf, die finanzielle und politische Unterstützung für „aus dem Ausland gelenkte“ Islamverbände einzustellen. Stattdessen sollten Projekte und Migrantenverbände, die die freiheitlich-demokratischen Werte Deutschlands vertreten, gefördert werden. Nur so könne eine erfolgreiche Integrationsarbeit entstehen. (afp)



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