SyrienFoto: KARAM AL-MASRI/AFP/Getty Images

Luftangriff auf syrischen Stützpunkt: USA greifen erstmals Assads-Truppen direkt mit Raketen an

Epoch Times7. April 2017 Aktualisiert: 7. April 2017 6:36
US-Präsident Donald Trump hat Vergeltung für dem angeblichen Giftgasangriff in Syrien geübt. Am Donnerstagabend (Ortszeit) ließ er dutzende Präzisionsraketen auf eine Luftwaffenbasis der Armee von Machthaber Baschar al-Assad abfeuern. Es war das erste Mal, dass die USA in dem seit sechs Jahren andauernden Krieg die Regierungstruppen attackierten, bisher hatten sie sich auf den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) konzentriert.

Als Reaktion auf den angeblichen Giftgasangriff in Syrien haben die US-Streitkräfte eine Luftwaffenbasis der Truppen von Machthaber Baschar al-Assad angegriffen. US-Präsident Donald Trump bezeichnete den Militäreinsatz am Donnerstagabend (Ortszeit) in einer kurzen Ansprache als „grundlegend für die nationale Sicherheit“ seines Landes.

Es liege im „vitalen nationalen Sicherheitsinteresse der Vereinigten Staaten“, die Verbreitung von chemischen Waffen zu verhindern, sagte Trump im Bundesstaat Florida. Alle „zivilisierten Nationen“ müssten das Blutvergießen in Syrien stoppen, forderte er zudem.

Moskau, das mit Assad verbündet ist und dessen Streitkräfte militärisch unterstützt, wurde nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums vorab über die Luftangriffe informiert. Es seien die notwendigen Vorkehrungen getroffen worden, um die Risiken für das in der Basis stationierte russische wie syrische Personal zu minimieren, sagte ein Pentagon-Sprecher.

Die russische Regierung hatte zuvor vor „negativen Konsequenzen“ von US-Angriffen gegen die syrische Regierung gewarnt. Nach den US-Attacken äußerte sich Moskau zunächst nicht. Das syrische Staatsfernsehen sprach von einem Akt der „Aggression“.

Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters wurden 59 Präzisionsraketen auf die Luftwaffenbasis Schayrat abgefeuert. Dies sei der Stützpunkt, von dem aus der angebliche Giftgasangriff geflogen worden sei, sagte Trump. Die syrische Regierung bestreitet, Chemiewaffen eingesetzt zu haben.

Die US-Raketen wurden nach Angaben des Regierungsvertreters von den US-Kriegsschiffen „USS Porter“ und „USS Ross“ abgefeuert, die im östlichen Mittelmeer stationiert sind. Sie hätten auf Flugzeuge sowie Start- und Landepisten gezielt.

Die US-Regierung sei sich „in hohem Maße“ sicher, dass die syrische Luftwaffe bei ihrem von der Basis Schayrat aus geflogenen Angriff ein Nervengas mit den Eigenschaften von Sarin eingesetzt habe, sagte der Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte. Beweise gibt es aber nicht. (afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion