Iran-Flagge.Foto: dmitry/iStock

Ruhani spricht von „großer Verschwörung“: Iran wird Trumps Entscheidung zu Jerusalem nicht hinnehmen

Epoch Times6. Dezember 2017 Aktualisiert: 6. Dezember 2017 14:21
"Die Muslime müssen gemeinsam gegen diese große Verschwörung stehen", so Irans Präsident Hassan Ruhani mit Blick auf Trumps Ankündigung, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen.

Irans Präsident Hassan Ruhani hat die geplante Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels durch US-Präsident Donald Trump scharf verurteilt.

„Die Muslime müssen gemeinsam gegen diese große Verschwörung stehen“, sagte Ruhani am Mittwoch auf einer internationalen Konferenz zur Stärkung der panislamischen Einheit in Teheran. Der Iran werde einen Angriff auf die „islamischen Heiligtümer nicht hinnehmen“.

Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei hatte zuvor auf der Konferenz gesagt, Trumps Entscheidung zu Jerusalem sei die Folge der „Lähmung und Inkompetenz“ der US-Führung. Gewiss würden „die Zionisten einen heftigen Schlag erhalten“ infolge der Entscheidung und Palästina werde letztlich befreit werden. Der Iran ist ein erklärter Feind Israels und dringt regelmäßig auf ein Ende der israelischen „Besetzung“ Palästinas.

Laut einem US-Regierungsvertreter will Trump am Mittwoch verkünden, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Zudem will er demnach die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem ankündigen. Trumps Pläne stießen weltweit auf scharfe Kritik. Kein Staat der Welt hat Jerusalem bisher als israelische Hauptstadt anerkannt, da auch die Palästinenser den Ostteil als Hauptstadt ihres künftigen Staates beanspruchen.

Ruhani telefonierte der Regierung zufolge am Mittwoch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Demnach begrüßte Ruhani in dem Telefonat Erdogans Ankündigung, als amtierender Vorsitzender der Organisation für islamische Zusammenarbeit (OIC) kommenden Mittwoch in Istanbul einen Gipfel zur Jerusalem-Frage einzuberufen. Die islamischen Staaten müssten gegen das US-Vorgehen zusammenstehen, sagte Ruhani. (afp)



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