Rakete aus dem Jemen schlägt in Saudi-Arabien ein

Epoch Times30. November 2017 Aktualisiert: 30. November 2017 21:31
Die Huthi-Rebellen im Jemen haben eine Rakete auf ein "militärisches Ziel" in Saudi-Arabien abgefeuert, berichtet ein TV-Sender. In dem von den Rebellen kontrollierten Fernsehsender Al-Massira war von einem erfolgreichen Raketenabschuss die Rede.

Die Huthi-Rebellen im Jemen haben nach eigenen Angaben am Donnerstag eine Rakete auf ein „militärisches Ziel“ in Saudi-Arabien abgefeuert. In dem von den Rebellen kontrollierten Fernsehsender Al-Massira war von einem erfolgreichen Raketenabschuss die Rede.

Der Chef der Huthi-Rebellen, Abdul Malik al-Huthi, hatte Saudi-Arabien zuvor mit Vergeltung wegen der von Riad verhängten Blockade gedroht. Im Sender Al-Massira sagte er, die Rebellen wüssten, welche Ziele Saudi-Arabien „großen Schmerz“ bereiten würden und wie sie zu erreichen seien.

Am 4. November hatten die jemenitischen Rebellen eine Rakete abgefeuert, die in der Nähe des Flughafens der saudiarabischen Hauptstadt Riad abgefangen und zerstört wurde. Einen Tag später verhängte das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis eine Blockade über alle jemenitischen Seehäfen, Flughäfen und Landübergänge, um die Huthi-Rebellen zu schwächen. Von der Blockade waren auch die internationalen Hilfslieferungen für die Zivilbevölkerung im Jemen betroffen.

Inzwischen wurde die Blockade gelockert, am Samstag landeten erstmals wieder Flugzeuge mit Hilfsgütern und Helfern in der Hauptstadt Sanaa, am Sonntag erreichte ein Schiff mit 25.000 Tonnen Weizen den von Rebellen kontrollierten Hafen Saleef im Westen des Landes. Nach Angaben des Kinderhilfswerks Unicef benötigen mehr als elf Millionen Kinder im Jemen dringend Hilfe.

Im Jemen kämpfen seit 2014 schiitische Huthi-Rebellen und mit ihnen verbündete Militäreinheiten des gestürzten Staatschefs Ali Abdullah Saleh gegen Truppen des nach Saudi-Arabien geflohenen sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi. 2015 griff das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis zugunsten von Hadi in den Konflikt ein. (afp)

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