Eurovision Song Contest in der Ukraine.Foto: SERGEI SUPINSKY/AFP/Getty Images

Ukraine lässt russische Journalisten nicht zum Eurovision Song Contest einreisen

Epoch Times8. Mai 2017 Aktualisiert: 8. Mai 2017 7:39
Die ukrainischen Behörden verweigerten am Wochenende mehreren Journalisten aus Russland die Einreise zur Berichterstattung über den europäischen Gesangswettstreit.

Politische Querelen zwischen Russland und der Ukraine begleiten weiterhin den Endspurt zum Eurovision Song Contest (ESC) in Kiew. Die ukrainischen Behörden verweigerten am Wochenende mehreren Journalisten aus Russland die Einreise zur Berichterstattung über den europäischen Gesangswettstreit. Sie begründeten die Einreisesperren damit, dass die Medienvertreter zuvor die von Russland annektierte ukrainische Halbinsel Krim besucht hätten.

Mit derselben Begründung hatte die Ukraine auch der russischen ESC-Kandidatin Julia Samoilowa die Einreise verweigert. Weil Samoilowa 2015 ein Konzert auf der Krim gegeben hatte, wurde sie mit einem dreijährigen Einreiseverbot belegt.

Ein solcher dreijähriger Bann gelte auch für zwei russische Journalisten, die zum ESC anreisen wollten, erklärte am Sonntag der Sprecher der ukrainischen Grenzpolizei, Oleg Slobodjan. Er verwies darauf, dass eine Medienakkreditierung zur Berichterstattung über den ESC nicht automatisch eine Einreiseerlaubnis für die Ukraine bedeute.

Bereits am Samstag verweigerte die Ukraine einem russischen Agenturfotografen die Einreise, weil er zuvor auf der Krim gewesen war.

Die Schwarzmeerhalbinsel Krim war nach einem Volksentscheid 2014 der Russischen Föderation eingegliedert worden. Sie ist einer der Hauptstreitpunkte zwischen Kiew und Moskau. Dazu kommt ein bis heute andauernder bewaffneter Konflikt in der Ostukraine zwischen Kiew-treuen Truppen und prorussischen Rebellen, bei dem seit drei Jahren bereits mehr als 10.000 Menschen getötet wurden. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion