UN: China hält zwei Millionen Uighuren in Internierungslagern gefangen

Von 12. August 2018 Aktualisiert: 12. August 2018 17:24
Der Menschenrechtsausschuß der UN erklärt am 10. August in Genf, dass China Millionen Uighuren in geheimen Internierungslagern gefangen hält.

„Wir sind zutiefst besorgt über die zahlreichen und glaubwürdigen Berichte, die wir erhalten haben, dass im Namen der Bekämpfung des religiösen Extremismus und der Aufrechterhaltung der sozialen Stabilität [Chinas] die autonome Region der Uighuren sich in etwas verwandelt hat, das einem massiven Umerziehungslager ähnelt, und verborgen wird – eine Art ‚Zone ohne Rechte'“, so Gay McDougall, Mitglied der UN-Kommission zur Eliminierung rassischer Diskriminierung.

Fast 2 Millionen Uighuren und Angehörige anderer islamischer Minderheiten wären in der westlichen Autonomen Region Xinjiang derzeit in politischen Umerziehungslagern interniert, sagte McDougall am Freitag, dem 10. August, bei der UN-Sitzung in Genf, wie Reuters berichtet.

Zur Minderheit in der eigenen Heimat geworden

Die Heimat der Uighuren, die wegen der Ansiedlungspolitik der chinesischen Regierung längst von Han-Chinesen dominiert wird, leidet laut der chinesischen Regierung unter dem Terror islamistischer und separatistischer Gruppierungen. Zu den Vorwürfen nahmen die 50 chinesischen Offiziellen, die an der Sitzung beteiligt waren, jedoch keine Stellung.

Die US Vertretung bei den UN äußerten sich auf Twitter besorgt über die fortdauernde, kontraproduktive Unterdrückung der muslimischen Bevölkerung durch China.

Die Vorwürfe gegen Chinas Regierung kamen aus verschiedenen Richtungen, auch von chinesischen Menschenrechtsgruppen. Sie erklärten, dass 20 Prozent aller 2017 in China durchgeführten Verhaftungen in der Provinz Xinjiang erfolgten.

Allein durch die ethnische Zugehörigkeit gelten sie als Staatsfeinde

McDougall sagte, dass die chinesische Regierung die Uighuren allein auf Grund ihrer ethno-religiösen Zugehörigkeit als Staatsfeinde ansehe und behandle. Der chinesische UN-Gesandte in Genf erklärt offiziell, China strebe ein solidarisches Miteinander der Volksgruppen an.

Fatima-Binta Dah, ein anderes Mitglied der UN-Kommission, fragte: „Wieviel religiöse Freiheit gewährt China“ und wie die Möglichkeiten der Uighuren rechtlich abgesichert seien, ihre Religion zu praktizieren.

Auch die Unterdrückung der Tibetaner in Xinjiang und in ihrer eigenen Provinz kam zur Sprache. Die UN-Sitzung wird am Montag fortgesetzt. Es wird erwartet, dass offene Fragen zu Chinas Politik in Hong Kong und Macao noch zur Sprache kommen.

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