Dosen mit dem Medikament Hydroxychloroquin verschiedener Hersteller.Foto: Kevin E. Schmidt/Quad-City Times via ZUMA Wire/dpa/dpa

US-Arzneimittelbehörde zieht Corona-Sondergenehmigung für Hydroxychloroquin zurück

Epoch Times15. Juni 2020 Aktualisiert: 15. Juni 2020 19:42
Die Sondergenehmigung für die Malaria-Mittel Hydroxychloroquin und Chloroquin zum Einsatz gegen das Wuhan-Virus (SARS-CoV-2) wurde durch die US-Arzneimittelbehörde FDA zurückgezogen. Hintergrund ist ein fehlender Nachweis, dass die Medikamente bei der Behandlung der Lungenerkrankung Covid-19 wirksam seien.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine Sondergenehmigung für die Malaria-Mittel Hydroxychloroquin und Chloroquin zum Einsatz gegen das Coronavirus zurückgezogen. Es könne nicht mehr davon ausgegangen werden, dass die Medikamente bei der Behandlung der Lungenerkrankung Covid-19 wirksam seien, schrieb FDA-Chefwissenschaftlerin Denise Hinton am Montag.

Auch könne inzwischen nicht mehr davon ausgegangen werden, dass die „bekannten und möglichen Nutzen“ von Hydroxychloroquin und Chloroquin größer seien als die „bekannten und möglichen Risiken“. Entsprechend entziehe die FDA die Notfall-Sondergenehmigung der beiden Mittel zur Behandlung von Covid-19.

Die FDA hatte die Sondergenehmigungen Ende März erteilt. Zugelassen wurden die Mittel für einen Einsatz „durch Ärzte an im Krankenhaus liegende jugendliche und erwachsene Patienten mit Covid-19“. Eine solche Zulassung ist möglich, wenn die Wirksamkeit eines Medikaments zur Behandlung einer Krankheit nicht in Studien bestätigt wurde, aber möglich erscheint.

US-Präsident Donald Trump hatte Hydroxychloroquin wiederholt angepriesen und das Mittel zwischenzeitlich selbst als Prophylaxe gegen das Coronavirus eingenommen. Dabei war die Wirksamkeit gegen das Coronavirus von Anfang an umstritten. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion