„Viele gemeinsame Interessen“: Israel bereit zur Kooperation mit Saudi-Arabien gegen Iran

Epoch Times16. November 2017 Aktualisiert: 16. November 2017 17:58
Israel und Saudi-Arabien hätten "viele gemeinsame Interessen", erklärte Israels Generalstabschef Gadi Eisenkot am Donnerstag in einem Interview mit der saudiarabischen Nachrichtenseite Elaph.

Israel hat sich zur Kooperation mit Saudi-Arabien bereiterklärt, um dem wachsenden Einfluss des Iran in der Region zu begegnen. Israels Generalstabschef Gadi Eisenkot sagte am Donnerstag in einem Interview mit der saudiarabischen Nachrichtenseite Elaph, sein Land sei bereit zum „Austausch von Erfahrungen mit den moderaten arabischen Ländern“.

Er sprach sich auch für einen „Austausch von Geheimdienstinformationen“ aus, um Irans Plänen „zur Kontrolle des Mittleren Osten“ zu begegnen. Eisenkot betonte, Israel und Saudi-Arabien hätten „viele gemeinsame Interessen“. Der jüdische Staat und das ultrakonservative Königreich unterhalten keine diplomatischen Beziehungen.

Der Iran und Saudi-Arabien ringen seit langem um Einfluss in Syrien, dem Irak und anderen Ländern der Region. Die Spannungen zwischen den beiden Regionalmächten hatten sich zuletzt weiter verschärft. Israel sieht den Iran als Bedrohung und ist besonders besorgt über die Präsenz der proiranischen Hisbollah-Miliz im Süden des Libanon.

Anfang November trat Libanons Ministerpräsident Saad Hariri in Riad überraschend zurück, wobei er der Hisbollah vorwarf, den Libanon dominieren zu wollen. Die Hisbollah warf daraufhin Saudi-Arabien vor, Hariri zum Rücktritt gezwungen zu haben. Zudem beschuldigte die schiitische Bewegung Riad, Israel zu Angriffen auf sie zu drängen.

Israel führte zuletzt im Sommer 2006 einen verlustreichen Krieg gegen die Hisbollah. Eisenkot sagte nun, Israel habe „keine Absicht, einen Konflikt mit der Hisbollah im Libanon zu beginnen“, doch könne Israel keine „strategische Bedrohung“ dort tolerieren. Er sei glücklich über die Ruhe an der Grenze seit elf Jahren, doch gebe es Versuche des Iran, eine Eskalation zu erreichen, sagte Eisenkot. (afp)

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