Bamberg zum Genießen

Von 23. Januar 2013 Aktualisiert: 23. Januar 2013 16:07

Bamberg war ein spontaner Entschluss. Wir wollten nur auf dem Urlaubs-Nach-Hause-Weg eine kleine Pause machen, ein bisschen Entspannung von der langen Fahrt. Und Bamberg hat sich gelohnt.

Von der Autobahn kommend parkten wir am Geyerswörth-Park, dort befindet sich auch die Touristinformation. Nur wenige Schritte entlang des Geyerswörth-Stegs und schon befinden wir uns in der Altstadt von Bamberg. Der freie Blick auf das Alte Brücken-Rathaus von Bamberg  versetzt uns in Staunen. Beim Überqueren der Regnitz-Brücke sieht man schon den vorgesetzten Fachwerkbau und dahinter das massive Brückentor mit kleinem Glockenturm. Harmonisch fügt sich das Alte Rathaus in Gestalt einer Scheinarchitektur an.

In der Altstadt entdeckten wir viele kleine Fachgeschäfte und Läden, die uns zum Staunen und Stöbern einluden. Die mittelalterliche Altstadt von Bamberg ist über die Jahrhunderte unzerstört erhalten. Die historische Atmosphäre der liebevoll restaurierten Häuser, versetzte uns ins in eine längst vergangene Zeit. Ein Stückchen heile Welt, in der die Zeit stehen geblieben scheint. Diese gemütliche und entspannte Atmosphäre genossen viele Besucher auf einem der freien Plätze oder vor urigen Gaststätten. Wir entschlossen uns die Altstadt weiter zu erkunden. Über die mit Granitsteinen gepflasterte Straße liefen wir bergauf zum Domplatz.

Am Domplatz angekommen erwartete uns ein grandioser Anblick: der gewaltige viertürmige Kaiserdom im Stil der Frühgotik, erbaut aus großen Steinquadern. An den Dom St. Peter und Georg schließt sich die Alte Hofhaltung und die Neue Residenz an.  Zuerst wagten wir einen Blick in den Dom. Dort befindet sich das bekannteste Wahrzeichen von Bamberg, der Bamberger Reiter. Auf etwa halber Höhe an einer Säule angebracht, sitzt seit Jahrhunderten ein in Stein gemeißelter Reiter auf seinem Ross. Die Identität von Reiter und seinem Schöpfer sind bis heute nicht geklärt. Weitere Kunstwerke zum Bestaunen sind das Kaisergrab des Herrscherpaares Heinrich und Kunigunde von Tilman Riemenschneider und den Veit-Stoß-Altar.

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Heraus aus der imposanten Kühle des Doms liefen wir über den Domplatz und gelangten durch die „Schöne Pforte“ zum romantischen Innenhof der Alten Hofhaltung. Gegenüber der Alten Hofhaltung präsentiert sich die imposante Neue Residenz aus dem 17. Jahrhundert. Im Innenhof der Neuen Residenz befindet sich der Rosengarten, von dem wir den schönen Blick zum Michaelsberg mit Kloster St. Michael genießen konnten. Unser Blick schweifte weiter über die Dächer der barocken Altstadt. Die vielen Eindrücke verlangten nun nach einer Pause – einer Pause von der Pause.

Zurückgekehrt auf den Domplatz gingen wir über eine romantische Treppe weiter zum Katzenberg. Hier entdeckten wir zu unserer Freude und unserem Pausen-Bedürfnis eine größere Auswahl an traditionellen Gaststuben. Wir kehrten ein und ließen uns von der herzhaften fränkischen Küche verwöhnen.  Nachdem wir uns nun ausgeruht und gestärkt hatten, schlenderten wir durch kleine verwinkelte Gassen Richtung Altes Rathaus. Von einer der vielen Brücken ließen wir die besondere Atmosphäre noch einmal auf uns wirken und den Blick über die Regnitz  zu den alten Fischerhäusern schweifen, die üppig mit Blumen geschmückt waren und von den Bambergern liebevoll „Klein Venedig“ genannt werden.

Auf dem Weg zum Auto besuchten wir das Touristinformationsbüro. Dort lagen viele Informationen für Besucher wie uns bereit. Wir erfuhren zudem, dass Bamberg neben Kaiserstadt, Bischofstadt, Bergstadt, Brückenstadt auch Bierstadt genannt wird. Der erste urkundlich belegte Bier-Ausschank erfolgte im Jahre 1093. Heute verwöhnen neun Bamberger Brauereien mit über 50 Bierspezialitäten, darunter auch Rauchbier, die Bierfreunde aus aller Welt.

Der Zauber der Stadt Bamberg hat unser Herz erobert. Das historische Bamberg bietet mehr als sein Wahrzeichen, der Bamberger Reiter, uns vermuten ließ. Die vielfältigen Facetten von Bamberg ließen uns beim Abschied schon wissen, dass dies nicht unser letzter Besuch sein wird.

 

 

 

 


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