Das Kernkraftwerk Isar 2 im Landkreis Landshut ist das letzte in Bayern, das noch nicht vom Netz gegangen ist.
Das Kernkraftwerk Isar 2 im Landkreis Landshut.Foto: Armin Weigel/dpa

„Deutschland sollte seine Atomkraftwerke weiterlaufen lassen“

Epoch Times23. April 2022 Aktualisiert: 23. April 2022 7:00

Der britische Klimaökonom Nicholas Stern rät der Bundesregierung angesichts der hohen Energiepreise und des Ukraine-Kriegs, den Atomausstieg zurückzunehmen. „Deutschland sollte seine Atomkraftwerke weiterlaufen lassen“, sagte Stern der „Welt am Sonntag“. Das sei gut für das Klima und für die Versorgungssicherheit in den kommenden Jahren.

„Die Politik sollte die Laufzeiten dabei nicht begrenzen.“ Stern ist Professor an der London School of Economics. Weltweit bekannt wurde er durch den nach ihm benannten „Stern-Report“ aus dem Jahr 2006. Darin untersuchte Stern für die britische Regierung die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels.

Laut Stern erforderten die stark gestiegenen Energiepreise und das Ziel, Deutschland und die EU nach dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs unabhängiger von russischem Gas zu machen, ein Umdenken bei der Bundesregierung. „Die Unsicherheit bei der Versorgung sorgt zwar für hohe Preise, sie sorgt aber auch dafür, dass Europa sich schneller als geplant wegbewegt von Öl und Gas“, sagte Stern der Sonntagszeitung.

„Wir müssen in Energieeffizienz investieren und die Gasspeicher ausreichend befüllen, um die kommenden ein bis zwei Jahre gut bewältigen zu können. Und wir müssen die Atomkraftwerke länger laufen lassen“, so der ehemalige Chefökonom der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD). (dts/red)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion