Skyline von Frankfurt / MainFoto: über dts Nachrichtenagentur

Ehemaliger EZB-Chefvolkswirt warnt vor Krise „neuer Dimension“

Epoch Times15. Dezember 2019 Aktualisiert: 15. Dezember 2019 15:00
"Die derzeitigen Kurse vieler Anlagen spiegeln nicht die Risiken wider, die dahinterstehen." Die EZB habe sich auf einen "gefährlichen Weg" begeben, sagte der ehemalige Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank, Otmar Issing.

Der ehemalige Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Otmar Issing, hat vor einer Krise von „neuer Dimension“ gewarnt. „Das jahrelange Niedrigzinsumfeld und erst recht negative Zinsen verleiten fast zwangsläufig dazu, dass Investoren bei der Suche nach Rendite Risiken eingehen, die sie nicht voll überschauen und die sie auch nicht meistern können, wenn diese Risiken plötzlich eintreten“, sagte Issing der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Das bedeute: „Die derzeitigen Kurse vieler Anlagen spiegeln nicht die Risiken wider, die dahinterstehen.“

Die EZB habe sich auf einen „gefährlichen Weg“ begeben, sagte Issing der FAS. Man nähere sich einer Situation, in der die negativen Nebenwirkungen der Geldpolitik die positiven Effekte überwögen.

„Die Folgen der Niedrigzinsen spüren Banken, Versicherer und Pensionsfonds – also der gesamte Finanzsektor. Die ursprüngliche Absicht, die Banken durch Negativzinsen zur stärkeren Vergabe von Krediten zu animieren und so die Wirtschaft anzukurbeln, verkehrt sich also mit fortschreitender Zeit in ihr Gegenteil.“

Viele junge Leute sorgten sich zu Recht, ob sie in der Lage sein werden, unter diesen Umständen noch hinreichend fürs Alter vorzusorgen, so Issing. (dts)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion