Verpackung eines Unkrautvernichtungsmittels, das den Wirkstoff Glyphosat enthält. Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer bekommt bei der angestrebten Einigung im milliardenschweren US-Glyphosatstreit erneut Gegenwind.Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/dpa

Gegenwind für Bayer in Glyphosatstreit

Epoch Times28. August 2020 Aktualisiert: 28. August 2020 13:10
Mit mehr als zehn Milliarden Euro wolle Bayer reinen Tisch machen: Die meisten der US-Klagen, mit denen sich der Konzern herumschlägt, sollten mit diesem Vergleich abgehakt werden. Doch dem zuständigen US-Bundesrichter geht es nicht schnell genug.

Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer bekommt bei der angestrebten Einigung im milliardenschweren US-Glyphosatstreit erneut Gegenwind.

Der zuständige US-Bundesrichter Vince Chhabria kritisierte in einer Anhörung den Mangel an Fortschritten bei Vergleichsgesprächen und rügte dabei das Leverkusener Unternehmen. Der Richter gibt den Streitparteien nun noch rund einen Monat Zeit. Dann will er entscheiden, ob er die Fortsetzung von Prozessen um angebliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter erlaubt, die er wegen der Vergleichsverhandlungen vor Monaten ausgesetzt hatte.

Bayer selbst bleibt zuversichtlich, einen Vergleich schließen zu können. Der Konzern hatte sich eigentlich schon Ende Juni den Befreiungsschlag in der Causa Glyphosat erhofft und einen fast 11 Milliarden US-Dollar (aktuell rund 9,3 Mrd Euro) schweren Deal zur Beilegung des Streits angekündigt. Allerdings hatten dem nicht alle Kläger zugestimmt. Zudem störte sich Bundesrichter Chhabria an dem gesonderten Teil der Vereinbarung, der mögliche künftige Fälle abdeckt.

Angesichts der Skepsis des Richters zog Bayer den Antrag auf Zustimmung zum Umgang mit den möglichen künftigen Fällen zurück. Bayer will drohende künftige Fälle mit vom Tisch haben, um das Glyphosat-Thema ein für alle Mal zu beenden. Der Ansatz bleibe, eine umfassende Lösung zu finden, hatte Bayer-Chef Werner Baumann Anfang August im Zuge der Veröffentlichung der Zahlen für das zweite Quartal gesagt. Ein neuer Vorschlag werde mit den Repräsentanten künftiger Fälle besprochen, hieß es. (dpa)


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