Greenpeace stiehlt 1.200 Autoschlüssel von VW – „Welt“: Das sind keine „Aktivisten“, sondern Kriminelle

Epoch Times29. Mai 2021 Aktualisiert: 29. Mai 2021 19:18
Wenn Umweltschützer Straftaten begehen und Geschädigte ein Auge zudrücken, dann kann es sich nur um eines handeln: Klimaschutz. Eine ganz neue Art der Debattenkultur ist auf dem Vormarsch.

Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace hatten am Mittwoch mindestens 1.200 Schlüssel von fabrikneuen Fahrzeugen der Firma Volkswagen gestohlen und später auf die Zugspitze gebracht. An diesem Ort sollte der VW-Vorstandschef Herbert Diess, ihrer Meinung nach, die Schlüssel abholen. Per Videobotschaft auf Twitter wurde er dazu „eingeladen“.

Das Diebesgut wurde allerdings nicht vom Manager persönlich abgeholt, sondern von der Polizei. Die Beamten stellten die Autoschlüssel am Freitag auf dem Schneeferner-Gletscher sicher. Die Greenpeace-Aktivisten hatten im Schnee ein großes öltriefendes VW-Logo geformt und darunter ein Protestplakat aufgelegt, berichtet die „Welt“.

Kurioserweise fiel die Reaktion des VW-Vorstandes unerwartet handzahm aus. Auf das Video von Greenpeace mit der „Einladung“ zur Schlüsselübergabe antwortete Diess auf Twitter: „Gerne Zugspitze, heute schaffe ich aber nicht mehr – möchte nicht den Flieger nutzen. Demnächst bei gutem Wetter?“

Der Marken-Chef von Volkswagen, Ralf Brandstätter, zeigte mit einer Stellungnahme auf seinem Linkedin-Profil sogar Verständnis für die Tat. „Ohne Reibung kein Fortschritt“, begann er seinen Kommentar. Die Gesellschaft brauche kritische Stimmen. „Nicht zuletzt die Fridays-for-Future-Bewegung hat für große Dynamik beim Klimaschutz gesorgt.“ Er könne nachvollziehen, dass „vielen der Wandel nicht schnell genug geht“.

Trotz Schaden in Millionenhöhe reagiere das Unternehmen anstatt mit einer Anzeige mit Verständnis, berichtet die „Welt“. Als sei Diebstahl seit Neuestem ganz gewöhnlicher Teil der Klima-Debattenkultur.

„Schwerer gemeinschaftlicher Diebstahl“

Nach Angaben der Polizei waren am Mittwoch 30 bis 40 Aktivisten über den Zaun des Betriebsgeländes am Emdener Seehafen geklettert, wie Videoaufnahmen zeigen, die „Das Erste“ veröffentlicht hat. Danach liefen die Umweltschützer dann von Auto zu Auto, um die Zündschlüssel aus dem Schloss zu ziehen und einzusammeln.

Laut Organisation habe man 1.500 Schlüssel entwendet, Volkswagen schätzt die Zahl auf etwa 1.200.

Auf dem Gelände stehen Tausende Neuwagen, die der Konzern von dort in die Welt exportiert. Damit die Arbeiter im Hafen die Wagen bewegen können und die Verladung möglichst ohne Verzögerung erfolgen kann, stecken die Schlüssel jeweils im Zündschloss. Nun ist ein Bewegen der Autos nicht mehr möglich. Auch ein Zuordnen der Schlüssel zum richtigen Fahrzeug ist im Nachhinein nicht zu bewältigen.

Vor dem Eintreffen der Polizei hatte sich bereits ein Großteil der Aktivisten wieder von dem Gelände entfernt. Einsatzkräften gelang es lediglich, 14 Tatbeteiligte anzuhalten und deren Personalien zu überprüfen. Gegen die Umweltschützer wird nun wegen schweren gemeinschaftlichen Diebstahls und Hausfriedensbruchs ermittelt.

Schaden ist sechsstellig

Greenpeace argumentierte, die Schlüssel nur „entliehen“ zu haben und versprach, diese nicht „an Dritte herauszugeben“ und „keine Nachschlüssel oder sonstige Kopien“ herzustellen, berichtet die „Welt“.

Ob der Konzern sich darauf verlassen kann, bleibt zu bezweifeln. Zur Sicherheit der Kunden müssen laut einem Volkswagen-Sprecher alle Zündschlösser der betroffenen Fahrzeuge ausgetauscht werden. Dies falle je nach Wagentyp mit bis zu 1.000 Euro pro Fahrzeug ins Gewicht.

Kunden aus den USA müssen mit einer Lieferverzögerung von zwei Wochen rechnen. Nach Angaben der Emdener Polizei dürfe der Schaden sechsstellig sein.

„Das sind keine ‚Aktivisten’ mehr, sondern Kriminelle“

Greenpeace äußerte, die Schlüssel seien ein „Symbol der Klimazerstörung“. Volkswagen trage eine Mitschuld an der Klimaerwärmung und am Schmelzen der Gletscher.

Es ist nicht das erste Mal, dass Greenpeace mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen auf sich aufmerksam macht und großen Konzernen Schaden zufügt. Volkswagen selbst hat schon länger Erfahrung mit der Organisation. So hatten Greenpeace-Leute zwei Jahre zuvor die Bahngleise in Wolfsburg blockiert und einen Volkswagen-Autozug gestoppt. Auch in das VW-Werksgelände drangen Mitarbeiter von Greenpeace schon ein.

Die Aktionen der Umweltschützer werden allerdings immer dreister und radikaler.

Laut Ulf Poschardt, Chefredakteur der „Welt“, handele es sich hierbei nicht mehr um „Aktivisten“, sondern schlicht um Kriminelle. Was die „Aktivisten“ als „legitimen Protest“ im Namen des Klimaschutzes betrachten würden, sei nichts anderes als schwerer Diebstahl „extramoralischer Bürgerkinder“, der nach Paragraf 243 StGB eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren vorsehe.

Er bezweifelt, dass der Rechtsstaat aufgrund des „hätschelnden Verklärungsklimas“ diesen Fall angemessen scharf behandeln werde. Ob es zu einem Gerichtsverfahren und einer Verurteilung kommen wird, ist noch offen. (aa)



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