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Industriespionage kostet deutsche Wirtschaft jedes Jahr Milliarden

Epoch Times19. Februar 2017 Aktualisiert: 19. Februar 2017 7:00

Deutschen Unternehmen entsteht offenbar jährlich ein Schaden in zweistelliger Milliardenhöhe durch Industriespionage anderer Staaten. Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens Corporate Trust hervor, die der „Welt am Sonntag“ vorliegt. Die Firma, die ihre Kunden in Fragen der Netzwerksicherheit berät, hat die durch Edward Snowden veröffentlichten NSA-Dokumente analysiert.

Die hiesige Wirtschaft sei demnach nicht ausreichend gegen Spionage geschützt. In der Vergangenheit seien „fast alle deutschen Großkonzerne von solchen Angriffen schon betroffen“ gewesen, sagte Florian Oelmaier von Corporate Trust. Zudem sei davon auszugehen, dass jede Firma im Bereich alternativer Antriebe schon Opfer der NSA-Angriffe wurde – „sprich jeder deutsche Autohersteller beziehungsweise Zulieferer auf diesem Gebiet“, sagte Oelmaier. „Teile der deutschen Wirtschaft sind explizit Aufklärungsziel von NSA und Co.“ Die NSA habe 2012 nachweislich den Auftrag gehabt, französische Angebote für internationale Aufträge, die 200 Millionen Dollar übersteigen, auszuspionieren. Es gebe keinen Grund anzunehmen, dass deutsche Unternehmen anders behandelt würden. „Die Amerikaner überwachen sämtliche disruptiven Technologien, jeder größere Durchbruch landet bei NSA-Kunden auf dem Tisch“, sagte Oelmaier. Er hat in den NSA-Unterlagen nach eigenen Aussagen Belege dafür gefunden, dass geheimdienstlich gewonnene Firmengeheimnisse etwa an US-Handelskammern überreicht wurden oder US-Lobbyisten über die neuesten Technologien und Strategien eines deutschen Konkurrenten unterrichtet wurden. Auch Konstantin von Notz, Obmann der Grünen im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages, ist überzeugt, dass Geheimdienste deutsche Firmen ausforschen. „Unternehmen wie Volkswagen wissen inzwischen ganz genau, was es bedeutet, wenn jede Mail und jeder Anruf abgehört werden kann“, sagte von Notz. „Wir brauchen im Bereich IT-Sicherheit und Infrastruktur zwingend mehr und besseres Personal.“ (dts)



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