Stahlproduktion.Foto: Maja Hitij/Getty Images

Pleiten in Stahl- und Metallindustrie wegen unbezahlbarer Energiepreise befürchtet

Epoch Times21. Oktober 2021 Aktualisiert: 21. Oktober 2021 6:56

Viele mittelständische Betriebe in der Stahl- und Metallindustrie stehen laut dem Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) vor dem Aus. Grund dafür sei der „rasante Anstieg der Preise für Industriestrom und Erdgas“, erklärte der WSM am Mittwoch.

Viele Unternehmen könnten nicht mehr kostendeckend produzieren, die Absenkung der EEG-Umlage bewirke nur eine leichte Minderung des Strompreises. Der WSM forderte eine Abschaffung der staatlichen Abgaben für die Energiewende.

„Wenn die Energiepreise nicht schnell auf ein europäisches Niveau sinken, werden wir leider Insolvenzen sehen, die vermeidbar gewesen wären, erste Fälle gibt es bereits“, erklärte der Leiter für Industrie- und Energiepolitik im WSM, Holger Ade.

Insbesondere bei größeren Unternehmen, die bereits von einem Teil der EEG-Umlage befreit seien, führe die Absenkung der Umlage nicht zu einer zusätzlichen Entlastung. Diese Unternehmen müssten mit Strompreiserhöhungen von bis zu 34 Prozent rechnen. Bei den Gaspreisen könne es zu einem Preisanstieg von 240 Prozent oder mehr kommen, warnte der WMA.

Der Verband warnte auch vor Folgen für die Autoindustrie. Die höheren Energiekosten könnten nicht mehr durch die Zulieferer abgefedert werden, erklärte der WMA. Dies werde „unweigerlich zunächst zum Aussterben der Zulieferindustrien und anschließend zu größten Herausforderungen bei den Automobilherstellern führen“.

Um die Unternehmen in der Stahl- und Metallverarbeitung zu entlasten, forderte der WSM die Abschaffung der staatlichen Abgaben für die Energiewende und eine Senkung der Energiesteuern auf EU-Mindestsätze. Auch der CO2-Preis solle kurzfristig ausgesetzt werden. So könne der Strompreis um rund sechs Cent pro Kilowattstunde abgesenkt werden. (afp/oz)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion