Bildungsmonitor: Wirtschaftsvertreter empfehlen, von Sachsen und dem Osten zu lernen

Epoch Times18. August 2016 Aktualisiert: 18. August 2016 20:19
Bei einem wirtschaftlichen Vergleich der Bildungssysteme liegen Sachsen, Thüringen, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg vorn, Schlusslicht ist Berlin. Wirtschaftsvertreter empfahlen heute bei der Vorstellung des Bildungsmonitors den westdeutschen Ländern, vom Osten zu lernen.

Bei einem wirtschaftlichen Vergleich der Bildungssysteme liegen Sachsen, Thüringen, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg vorn. Das steht im „Bildungsmonitor 2016“ hervor, den das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erstellt hat. Die Studie ist wirtschaftlich orientiert.

Sachsen hat demnach das ökonomisch leistungsfähigste Schulsystem der Bundesländer. Dabei wurden über hundert Indikatoren wie die relativen Bildungsausgaben für die verschiedenen Bereiche, die Betreuungsrelationen, die Förderinfrastruktur, aber auch Leistungsergebnisse aus internationalen Vergleichsstudien wie Pisa und Iglu, die Integrationsleistung, die Arbeitsmarktorientierung, die Zeiteffizienz, sowie die berufliche Bildung und Akademisierung berücksichtigt.

Sachsen und Thüringen liegen an der Spitze der Rangliste, da sie vor allem in den Mint-Fächern, also in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, viel Arbeit leisten. Wirtschaftsvertreter empfahlen bei der Vorstellung des Bildungsmonitors in Berlin den westdeutschen Ländern, vom Osten zu lernen. Entscheidend ist, wie viel finanzielle Mittel direkt bei den Schülern ankommen.

Die letzten sechs Plätze belegen Hamburg, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. In Berlin erreicht ein großer Anteil der Schüler nicht die Mindeststandards beim Lesen und die nötige Ausbildungsreife. Bei ausländischen Jugendlichen ist die Schulabbrecherquote in Berlin hoch. Auffällig ist weiterhin Berlins Schwäche bei der beruflichen Bildung. (dpa/ks)

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