Die Folgen des Feminismus sind, dass Männer und Frauen gar nicht mehr wissen wie sie sich verhalten sollen. Wer macht den ersten Schritt, wer bezahlt die Rechnung, wessen Karriere soll den Vortritt bekommen?Foto: iStock

Sexuelle Ungleichheit ist die Lösung, um dauerhaft lieben zu können

Von 12. August 2019 Aktualisiert: 12. August 2019 20:24
Die Gleichmacherei des Feminismus funktioniert nicht, denn dabei geht es in Wirklichkeit nur darum, dass Männer und Frauen miteinander konkurrieren und sich nicht lieben können. Selbst wenn Frauen heiraten, haben sie keine Ahnung, wie man verheiratet bleibt, schreibt Suzanne Venker, The Feminist "Fixer".

Vor nicht allzu langer Zeit erhielt ich eine E-Mail von einem geschiedenen Immobilienmakler in Beverly Hills, der mir folgendes schrieb:

Liebe Suzanne,

Ich habe gerade von Dir gelesen, und ich möchte mit Dir über meine Tochter sprechen, die eine Spitzenkraft ist. Sie ist 38 Jahre alt, gut ausgebildet, kreativ, intelligent, anspruchsvoll, liebevoll, erfolgreich und attraktiv. Ihr Körper ist dem eines Modells gleich und doch kann sie überraschenderweise keinen passenden Partner finden. Ich muss sagen, sie hat viele Jahre mit mehreren sinnlosen Beziehungen verschwendet. Und heute ist sie sehr unglücklich darüber, keinen Partner zu haben. Doch was ich für am Wichtigsten empfinde ist, sie will Kinder haben. Obwohl sie sich schon mit ein paar Beziehungscoaches beraten hat, ist sie immer noch Single. Alle ihre Freunde sind verheiratet und haben Kinder. Ich frage mich wirklich, warum sie ihren Wunschpartner nicht finden kann. Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.“

Die Tochter dieses Autors ist nicht allein. Unzählige Frauen haben heute genau das gleiche Problem: Sie sind im Leben erfolgreich, aber nicht in der Liebe. Und ihre Zwickmühle ist größer, als sie denken – denn wenn diese Frauen einen Mann finden, wird dies nicht das Ende ihres Kampfes sein. Einen Mann zu finden, der heiraten möchte, ist nämlich nur die halbe Miete.

Feministinnen und die Gleichmacherei

Männer sind nicht wirklich diejenigen, die ihre Ehen in Scharen verlassen. Es sind die Frauen, welche die Trennung wollen: 70 Prozent der Scheidungen werden von Ehefrauen eingereicht. Anders gesagt, selbst wenn Frauen heiraten, haben sie keine Ahnung, wie man verheiratet bleibt.

Es gibt mehr als einen Schuldigen für den traurigen Zustand der Geschlechterverhältnisse, aber der Feminismus steht ganz oben auf der Liste. Es war der Feminismus, der die Frauen lehrte, dass sie wie ein Mann Sex haben könnten und sollten – ohne Bedingungen. Es war der Feminismus, der den Frauen sagte, sie sollten sich „nie auf einen Mann verlassen“. Es war der Feminismus, der den Frauen erzählte, Ehemänner und Kinder würden sie daran hindern, frei zu sein. Es war der Feminismus, der Frauen ermutigte, die Arbeit und nicht die Familie zum Mittelpunkt ihres Universums zu machen. Es war der Feminismus, der alles Weibliche herabsetzte.

Am wichtigsten war, dass es der Feminismus war, der die Amerikaner lehrte zu glauben, dass die Geschlechter „gleich“ sind. Nicht gleichwertig, sondern wirklich gleich von der Sichtweise „konform zu sein“. Daher behaupten Feministinnen: Wenn weder die Eltern noch die Gesellschaft Einfluss auf Frauen und Männer hätten, wären die Geschlechter tatsächlich austauschbar. Es wäre dann nämlich so, dass Frauen und Mädchen die gleichen Entscheidungen treffen wie Jungs und Männer, und Männer und Jungs würden die gleichen Entscheidungen treffen wie Frauen und Mädchen.

Schließlich seien all die geschlechtsspezifischen Unterschiede rein auf soziale Konditionierung zurückzuführen. Biologie habe damit nichts zu tun.

Es war die Lüge des Jahrhunderts

Und doch funktionierte ihre Taktik: Sowohl das Geschlecht als auch die Geschlechterrollen gelten heute als primitiv. Doch das Problematische daran scheint zu sein, dass wir sie nicht durch etwas Besseres ersetzt haben. Alles, was wir getan haben ist, Chaos und Stillstand zu verursachen. Männer und Frauen wissen nicht mehr, wie man sich verabredet oder gar wie man heiratet.

Wer ist für was verantwortlich? Wer macht den ersten Schritt? Wer bezahlt das Abendessen? Wer wird die Kinder großziehen? Wessen Karriere sollte Vorrang haben? Das sind die Konflikte der modernen Liebe, mit denen unsere Mütter und Großmütter nie konfrontiert wurden. Und die heutigen Probleme sind riesig und umfangreich.

Es ist eine anthropologische Wahrheit, dass Mann und Frau verschieden sind und sich ergänzen. Das zeigt sich ohnehin am menschlichen Körper, aber die körperlichen Unterschiede sind nicht alles, was es dazu gibt. Auch unsere psychosozialen und emotionalen Unterschiede sind wichtig.

Die sexuelle Natur einer Frau zum Beispiel unterscheidet sich stark von der eines Mannes. Frauen sind aufgrund ihres hohen Oxytocinspiegels buchstäblich zur Bindung gezwungen, während Männer schnell mit Testosteron gesättigt sind. Sie werden leicht erregt und sind somit besser in der Lage, Emotionen vom Sex zu trennen. Darüber hinaus ist die Identität einer Frau untrennbar mit ihren Beziehungen verbunden – daher kaufen Frauen Beziehungsbücher und atmen „romantische Komödien“ praktisch ein. Hingegen ist die Identität eines Mannes mit seinem Job verbunden. Ohne diese Verbindung ist er verloren.

Wir im Westen ignorieren diese großen Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Stattdessen tun wir so, als ob. Wir tun so, als könnten Frauen ungezwungen Sex haben und wären in der Lage danach mit ihrem Tag so weitermachen, als ob nichts passiert wäre. Wir tun so, als könnten Frauen so lange warten wie Männer, um eine Familie zu gründen. Wir tun so, als ob die Entwicklung einer Frau zur Mutter nicht heftig und intensiv und einzigartig für sie sei. All dies geben vor, obwohl die Wahrheit unverkennbar ist – Frauen sind in Bezug auf Sex und andere Aspekte tatsächlich und nachweislich unterschiedlich zu den Männern. Dies könnte jeder, der auch nur ein klein wenig aufmerksam ist, entdecken.

Damit jede Beziehung gedeihen kann, muss ein Paar erkennen, dass Männer und Frauen gleichwertig und doch von unterschiedlicher Natur sind. Männer sind im Durchschnitt und größtenteils männlich und haben daher männliche Eigenschaften. Frauen sind im Durchschnitt und größtenteils weiblich und haben daher weibliche Eigenschaften. Ja, es gibt Überschneidungen. Aber unsere innewohnenden Neigungen zu ignorieren, bedeutet, eine Sturzladung voller Konflikte und Kummer entgegenzugehen.

Glauben Sie es oder auch nicht. Es sind die sexuellen Unterschiede beziehungsweise unsere sexuelle Ungleichheit, die die Liebe funktionieren lässt. Wenn er sie umarmt, muss eine Frau nicht fragen, warum ihr Mann das tut, was er tut. Sie weiß es: Weil er ein Mann ist. Das Gleiche gilt für den Ehemann. Er fragt sich nicht mehr, warum seine Frau das tut, was sie tut. Sie macht es, weil sie eine Frau ist. Wenn jedes Geschlecht die Liebessprache des anderen lernt, werden Beziehungen zum reibungslosen und seligen Hafen.

Diese Annäherung an Liebe ist viel befreiender – und sicherlich fruchtbarer – als die Geschlechter zu zwingen, identisch zu denken und zu handeln, damit eine falsche Gleichheit bewiesen werden kann.

Fazit: Die Gleichmacherei funktioniert nicht. Denn dabei geht es in Wirklichkeit nur darum, dass Männer und Frauen miteinander konkurrieren und sich nicht lieben können. Deshalb scheitern ihre Beziehungen. Um dauerhafte Liebe zu finden, bewege man sich daher mit der biologischen Flut und nicht gegen sie. Denn genau dort wird jeder finden, was er sucht.

Suzanne Venker ist Autorin, Kolumnistin und Beziehungscoach, bekannt als The Feminist „Fixer“. Als 20-jährige Ehefrau und zweifache Mutter befreit sie Frauen von der Gleichstellungserzählung und inspiriert sie, sich in ihrer Weiblichkeit sicher und mutig zu fühlen sowie dauerhafte Liebe zu finden. Ihr jüngstes Buch, „The Alpha Female’s Guide to Men & Marriage“, hilft rechthaberischen Frauen zu lernen, wie man bessere Ehefrauen wird. Ihre Webseite: TheFeministFixer.com.

Das Original erschien in The Epoch Times (USA), (deutsche Bearbeitung von rp)
Originalartikel: https://www.theepochtimes.com/edition/men-and-women_2882649/2797066

 


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