Smartphones machen Kinder unglücklich – Bildschirmzeit soll auf 2 Stunden pro Tag begrenzt werden

Epoch Times10. February 2018 Aktualisiert: 10. Februar 2018 15:00
Laut einer aktuellen Studie sind junge Menschen, die zu viel Zeit mit ihrem Smartphone verbringen, unglücklicher. Wissenschaftler der San Diego State University raten Jugendlichen weniger als zwei Stunden täglich mit digitalen Medien zu verbringen, damit sie „ihr Glücks- und Selbstwertgefühl steigern können".

Laut einer aktuellen Studie sind junge Menschen, die zu viel Zeit mit ihrem Smartphone verbringen, unglücklicher. Das berichtet „NaturalNews“.

Wissenschaftler der San Diego State University (SDSU) rieten Jugendlichen weniger als zwei Stunden täglich mit digitalen Medien zu verbringen, damit sie „ihr Glücks- und Selbstwertgefühl steigern können“. Das bedeutet, dass die Zeit, die man mit Computerspielen, Social Media, SMS oder Video-Chats verbringt, minimiert wird.

Mehr Sport und Freunde von Angesicht zu Angesicht treffen

Die Forscher glauben, dass Jugendliche glücklicher sein könnten, wenn sie mehr Sport treiben und ihre Freunde von Angesicht zu Angesicht treffen würden.

In der Studie stellten die Forscher fest, dass Teenager, die die meiste Zeit über digitale Medien verfügen, unglücklicher sind als Jugendliche, die aktiver sind und mehr Zeit für „Aktivitäten ohne Bildschirm, wie Sport, das Lesen von Zeitungen und Zeitschriften und für persönliche Interaktionen aufwenden.“ Sie fügten hinzu, dass die Zeit vor dem Bildschirm eher das Unglücksgefühl beeinflusste, als dass sie Teenager glücklicher machte.

Die Hauptautorin Professor Jean Twenge erklärt: „Obwohl diese Studie keine Kausalität zeigen kann, haben mehrere andere Studien gezeigt, dass mehr Social Media-Nutzung zu Unglücksgefühl führt, aber Unglück führt nicht zu mehr Social Media-Nutzung. Der Schlüssel zur Nutzung digitaler Medien und mehr Glücksgefühl ist die begrenzte Nutzung.“ Das berichtet „dailymail“.

Jugendlichen kommt zugute, wenn sie weniger als zwei Stunden täglich mit Social Media verbringen

Eine vernünftige Balance zwischen digitaler Mediennutzung und Glücksgefühlen kann mit begrenzter Bildschirmzeit aufrechterhalten werden. Professor Twenge fügt hinzu, dass es Teenagern langfristig zugute kommen wird, wenn sie weniger als zwei Stunden täglich mit Social Media verbringen. Mehr Zeit mit Sport und Freunden zu verbringen – zwei Aktivitäten, die zuverlässig mit mehr Glück verbunden sind – wird Wunder für die allgemeine Stimmung bewirken.

Professor Twenge untersuchte zusammen mit Kollegen der University of Georgia Daten aus der Studie „Monitoring the Future“ (MtF). Die MtF-Studie war eine landesweit repräsentative Befragung von über „einer Million US-amerikanischer Schulkinder im Alter von 13 bis 14 Jahren, 15 bis 16 Jahren und 17 bis 18 Jahren“.

Die befragten Schüler berichteten, wie viel Zeit sie mit Geräten wie Telefonen und Computern verbracht haben. Die Jugendlichen beantworteten auch Fragen zu „persöhnlichen soziale Interaktionen and ihr insgesamtes Glücksgefühl“.

Glücklichste Jugendliche beschränken digitale Medienzeit auf weniger als eine Stunde pro Tag

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die glücklichsten Teenager ihre tägliche digitale Medienzeit oft auf weniger als eine Stunde pro Tag beschränken. Mehr als eine Stunde mit digitalen Medien zu verbringen, war mit zunehmender Unzufriedenheit verbunden.

Im Vergleich zu historischen Trends aus den gleichen Altersgruppen seit den 1990er Jahren stellten die Forscher fest, dass die Popularität von Geräten wie Smartphones im Laufe der Zeit auch mit dem Rückgang des „berichteten Glücksgefühls“ bei Jugendlichen zusammenhängt.

Aufkommen des Smartphones und der Rückgang des psychischen Wohlbefindens von Jugendlichen

Studienteilnehmer, die nach 2000 geboren wurden, waren angeblich weniger zufrieden mit dem Leben, hatten ein geringeres Selbstwertgefühl und waren unglücklicher, im Gegensatz zu den Teenagern, die in den 1990er Jahren aufgewachsen sind. Ab 2012 sind die Lebenszufriedenheit, das Selbstwertgefühl und das Glück eines durchschnittlichen Teenagers drastisch gesunken.

Interessanterweise markierte 2012 den Punkt, an dem der Anteil der Amerikaner, die Smartphones hatten, erstmals um mehr als 50 Prozent stieg.

Professor Twenge weist darauf hin, dass die größte Veränderung im Leben von Jugendlichen in den Jahren 2012 und 2016 eingetreten ist, als sie mehr Zeit mit sozialen Medien verbrachten und weniger Zeit für Schlafen und der Teilnahme an sozialen Aktivitäten einsetzten. Sie schloss: „Das Aufkommen des Smartphones ist die plausibelste Erklärung für den plötzlichen Rückgang des psychischen Wohlbefindens von Jugendlichen. (mh)

Lesen Sie auch:

Die Kinder von heute: Haben Smartphones eine Generation zerstört?

Falsche Identitäten – wenn soziale Medien unser Leben bestimmen

Smartphone-Generation: Das Digitale verdrängt das Soziale – und schwächt die Persönlichkeit der Jugendlichen

Themen
Panorama
Newsticker