Symbolbild.Foto: istockphoto/BerlinPictures/Siberian Photographer/Predragilievski/Comp. ETD

Alarmierend! Berliner Messerstatikstik 2018 erst auf Parlamentsanfrage: „Die Menschen in unserer Stadt haben Angst“ (CDU)

Von 25. Juni 2019 Aktualisiert: 26. Juni 2019 7:16
Berlin, Bundeshauptstadt und Messer-Metropole von Deutschland: Eine Anfrage von Burkard Dregger, Innenpolitiker der CDU, fördert erschreckende Zahlen an die Oberfläche.

Das Zentrum von Berlin-Wedding ist der beste Platz, um mit einer Messerattacke Bekanntschaft zu machen. Statistisch gesehen soll im letzten Jahr rund jeden vierten Tag dort eine Messerstraftat begangen worden sein, in einem Gebiet zwischen S-Bahn-Ring, der See- und Osloer Straße, wie die „Berliner Morgenpost“ schreibt.

Doch Wedding (87 Messerdelikte) steht nicht alleine so „messerspitze“ da. Nicht viel besser sieht es im Zentrum von Neukölln (76), in Schöneberg Nord (70), am Alexanderplatz (67), der Osloer Straße (66) und im Viertel südlich der Frankfurter Allee (66) aus.

Und wie zeigt sich die Tendenz in diesem Jahr?

Der Alexanderplatz liegt vorn. 29 Messertaten wurden allein schon im ersten Quartal gezählt! Auch das Neuköllner Zentrum gibt Gas, liegt schon bei 23 Messerdelikten, gleichauf mit der südlichen Luisenstadt in Mitte, gefolgt von Moabit-West (20) und dem Zentrum Wedding (19).

„Die Menschen in unserer Stadt haben Angst“

Natürlich, nicht bei jedem der 2.838 Messerdelikte in 2018 wurde zugestochen, verletzt oder getötet. Manchmal wurde das Messer auch „nur“ als Druckmittel eingesetzt, um zu rauben, zu entführen oder zu vergewaltigen, dort, in der Bundeshauptstadt, wo auch die Bundesregierung sitzt, nur eben weit weg von den Messern des täglichen Lebens, dem daily knife in Berlin, dass statistisch gesehen fast acht Mal am Tag zu erleben ist.

Die Menschen in unserer Stadt haben Angst vor tätlichen Übergriffen. Und sie haben Angst davor, dass diese auch unter Einsatz von Messern erfolgen.“

(Burkard Dregger, CDU-Fraktionschef)

Und Dregger meint, dass die Zahlen es belegen würden, dass diese Angst berechtigt sei.

Die Informationen gehen auf eine Antwort des Innensenats auf eine Anfrage des CDU-Fraktionschefs im Berliner Landtag, Burkard Dregger, zurück.

Untätiger Senat soll handeln

Doch während der rot-rot-grüne Senat in ideologischen roten Wolken schwebt, verspürt Oppositionsführer Dregger dringlichen Handlungsbedarf. Der Senat dürfe nicht länger untätig sein, fordert der CDU-Fraktionschef.

Man sollte Messerverbotszonen einrichten und das Tragen von Messern verbieten, an Orten, an denen in den vorausgegangenen zwei Jahren 20 oder mehr Messerdelikte begangen wurden. 43 Messerverbotszonen würde die Stadt dann zählen, darunter auch vermeintlich sichere Gegenden, die Region Alt-Reinickendorf zum Beispiel oder Mariendorf.

Bestehende Gesetze reichen aus

Nach Ansicht von Dregger müssten dazu nicht einmal Gesetze geändert werden.

Wie die „BM“ schreibt, ermächtige allein schon das Waffengesetz die Bundesländer dazu, das Führen von Waffen auf öffentlichen Straßen und Plätzen mit besonders vielen Waffenstraftaten zu verbieten, wenn man annehmen muss, dass auch künftig dort mit vielen derartigen Straftaten zu rech, wenn dort besonders viele Straftaten mit Waffen verübt wurden. Laut Gesetz müssten zudem Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass auch künftig mit vielen Straftaten zu rechnen sei.

Daher fordere ich den Senat auf, von dieser Ermächtigung endlich Gebrauch zu machen.“

(Burkard Dregger, CDU, Innenpolitiker)

CDU und SPD im Sicherheitsstreit

Laut Dregger, der in Berlin auch als Rechtsanwalt tätig ist, werde die CDU nun einen entsprechenden Antrag in das Berliner Abgeordnetenhaus einbringen. Dregger schlägt dazu ein „Konzept der abwechselnden und wiederkehrenden Kontrollen“ vor, um eine „wirksame Kontrolldichte zu erreichen“. Die höchste Kontrolldichte solle dann eben auch in den „absoluten Messer-Hotspots“ sein.

Doch Berlins sozialdemokratischen Innensenator Andreas Geisel geht das alles viel zu weit. Man setzte auf „zeitlich und räumlich begrenzte Verbote“, bei Großveranstaltungen beispielsweise, „anlassbezogen“ und nach Lageeinschätzung der Polizei, äußerte sich Martin Pallgen, Sprecher der Innenverwaltung, zu Dreggers Vorstoß. Pallgen glaubt, dass die Forderungen der CDU an der Realität vorbei gehen würden, da dauerhafte und feste Verbotszonen nicht kontrollierbar seien.

Derzeit gibt es in den meisten Bundesländern noch keine spezifische Statistik zu Messerangriffen, warum auch immer.

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.


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