Kleiner Junge lebte bei totem Opa in Shiyan und Wuhan bei Nacht (Symbolbild).Foto: Screenshot & GettyImages

Ausgangssperre: „Stimmen aus der Hölle“ von Wuhan – Junge lebte tagelang bei totem Opa

Von 29. Februar 2020 Aktualisiert: 28. Januar 2021 12:10
Zwei Geschichten aus der Coronavirusprovinz Hubei in China: Ein Video aus Wuhan zeigt, wie verzweifelt die Menschen nach über 30 Tagen Isolation sind: "Stimmen aus der Hölle". Ein kleiner Junge lebte mehrere Tage bei seinem verstorbenen Opa, bis ihn Gemeindefreiwillige bei einer Temperaturkontrolle entdeckten.

Am 23. Februar wurde ein gruseliges Video aus Wuhan auf Youtube hochgeladen: Erleuchtete Fenster in Hochhäusern, helle Punkte in dunkler Nacht. Keine Menschenseele war zu sehen, nur Schreie zu hören, in der Dunkelheit: „Hilfe, Hilfe, rettet uns!“

Ein taiwanesischer Musiker, Lin Dajun (Jun Dong), Bassist der Rockband „The Chairman“, veröffentlichte das Video auf Facebook und beschrieb es als „die Stimmen aus der Hölle“. Der Musiker schreibt dazu, dass die Menschen in Wuhan nach mehr als 30 Tagen Isolierung am Ende dessen seien, was sie ertragen können.

Der Junge und sein toter Opa

Eine erschütternde Geschichte aus der Stadt Shiyan in der Seuchen-Provinz Hubei wurde im Internet veröffentlicht. Am 24. Februar waren Freiwillige der Zhuyi-Gemeinde (2.252 Haushalte) in der Huaguo-Straße der Stadt unterwegs, um bei den Bewohnern in den Haushalten Fieber zu messen. Als die Freiwilligen gegen 14 Uhr an der Hausnummer 36, Einheit 10, an der Tür 502 klopfte, öffnete ihnen ein kleiner Junge, etwa fünf oder sechs Jahre alt.

Der Kleine erklärte den verblüfften Männern, dass er bei seinem Großvater wohne. Als die Freiwilligen fragten, wo denn sein Opa sei, antwortete der Junge, dass sein Opa seit ein paar Tagen tot sei. Die Männer fanden die Leiche des alten Mannes im Badezimmer. Er hatte Blut am Mundwinkel. Der kleine Junge hatte seinen Opa mit einer Decke zugedeckt. Die Freiwilligen alarmierten die Polizei, die mit medizinischem Personal hinzukam. Man fragte den Jungen, warum er nicht hinausgegangen sei, um Hilfe zu holen. Daraufhin sagte dieser, dass ihm sein Großvater gesagt habe, dass er nicht hinausgehen dürfe, weil dort ein Virus sei.

Blogger berichtet von dem Fall

Der bekannte Finanz-Blogger „Beast Master“ bestätigte die Echtheit der Geschichte durch den Gemeinde-Sekretär Sun und postete sie in seinem Social-Media-Account. Der Mitarbeiter habe ihm gesagt, dass viele Menschen in dieser Zeit sterben und einige ältere Menschen Schwierigkeiten hätten, den Winter zu überstehen.

Demnach war der Junge mehrere Tage allein zu Hause geblieben, nachdem der Großvater verstorben war. Er hatte sich dabei von Keksen ernährt. Sein Großvater hieß Tan Minhua, wurde im Oktober 1949 geboren und war ein pensionierter Angestellter der Dongfeng-Gießerei Nr. 1.

Ein Anwohner, der die Familie kennt, sagte gegenüber der chinesischen Epoch Times, dass der Junge bald zu seinem Vater nach Liuzhou (Provinz Guanxi) geschickt werde. Die Stadt befindet sich rund 1.000 Kilometer entfernt, im Süden Chinas. Die Eltern des Jungen sind geschieden.

Viele Tragödien bis hin zum Selbstmord

Im Zusammenhang mit der Wuhan-Lungen-Seuche wurde von vielen Tragödien berichtet, von Familien, in denen alle Mitglieder infiziert wurden und starben. Einige Menschen zogen es vor, wegzulaufen und sich umzubringen, um ihre Familien nicht zu infizieren. Die Geschichte von Yang Yuanyun wurde bekannt – Vater eines Mädchens aus Wuhan.

Er lief von zu Hause weg, als er den Verdacht hegte, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben. Über WeChat kontaktierte er die Behörden und klagte über Fieber und Engegefühle in der Brust. Er bat sie, eine medizinische Behandlung zu veranlassen. Doch die Gemeinde vertröstete ihn, dass es keine freien Betten gebe.

Schließlich fand man ihn am Straßenrand. Er war schon ein paar Tage tot. Die Polizei informierte seine Tochter vom Tod ihres Vaters.



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