Seit über 10 Jahren: Londoner protestieren rund um die Uhr gegen Organraub im kommunistischen China

Epoch Times4. Dezember 2019 Aktualisiert: 4. Dezember 2019 16:34
"Das Wetter und das bisschen Kälte ist eine kleine Sache. Es kann wirklich nicht mit dem verglichen werden, was die Falun Gong-Praktizierenden in China durchmachen müssen", so Amy Minghui Yu über die mittlerweile seit 17 Jahren andauernde 24-Stunden-Mahnwache vor der chinesischen Botschaft in London.

Seit 17 Jahren harren sie vor der chinesischen Botschaft in London aus. Ob bei Hitze oder Kälte – 24 Stunden, sieben Tage die Woche – findet man sie dort, die Anhänger der buddhistischen Kultivierungsschule Falun Gong.

Im kommunistischen China seit 1999 verfolgt, nutzen die Praktizierenden ihr Versammlungsrecht und die Glaubensfreiheit im Ausland, um auf die beschämende und gleichzeitig erschütternde Situation der Falun Gong-Praktizierenden unter der kommunistischen Herrschaft in China hinzuweisen.

Das Wetter und das bisschen Kälte ist eine kleine Sache. Es kann wirklich nicht mit dem verglichen werden, was die Falun Gong-Praktizierenden in China durchmachen müssen,“ so Amy Minghui Yu.

Sie ist 2010 zum Studieren nach Großbritannien gekommen und nimmt seit 2012 regelmäßig an der Mahnwache teil. Ihr Vater, ihre Mutter und ihre Tante sind in China wegen des Praktizierens von Falun Gong im Gefängnis.

Dabei haben sie gar keine Verbrechen begangen, nichts falsch gemacht, sie halten sich in ihrem Leben einfach an die Prinzipien von Falun Gong – „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht“ – und praktizieren die fünf Qigong-Übungen, wie Amy es tut.

1999 wurde Falun Gong in China durch den damaligen Diktator und KP-Vorsitzenden Jiang Zemin verboten. Die wachsende Popularität von Falun Gong und die damit verbundene Rückbesinnung der chinesischen Bürger auf jahrtausendealte Werte und die traditionelle Kultivierung von Körper und Geist waren ihm ein Dorn im Auge.

Daher wies der Machthaber gegen den Widerstand von Parteifunktionärs-Kollegen den chinesischen Sicherheitsapparat in Bezug auf Falun Gong an: „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie physisch!“

Ein Foto, das von einem Familienmitglied aufgenommen wurde, zeigt Amys Vater im chinesischem Gefängnis hinter dickem Glas wie ein Schwerverbrecher sitzend und über ein Telefon mit seinem Besuch sprechend.

Sein Kopf ist mit Haarstoppeln gespickt, die nach dem Abrasieren der Haare durch das Gefängnispersonal übrig blieben. Die Augen sind eingefallen, das Gesicht unrasiert und mit etlichen Narben übersät, offensichtlich Überbleibsel der schweren Folterungen.

Amy berichtet, dass Angehörige, die ihren Vater besucht hatten, ihr erzählten, dass Herr Yu „brutal geschlagen wurde“. Sein Bein wäre gebrochen gewesen und sein Brustbein aus seiner Brust hervorgetreten. Er leidet immer noch unter Schwindel, könne nicht klar sehen und hätte Probleme beim Gehen, berichteten die Besucher Amy.

Mittlerweile erhalten wir immer mehr Unterstützung von der Öffentlichkeit“, sagt Gao Yudong eine ältere Chinesin, die bereits seit vielen Jahren in London lebt und an den Mahnwachen teilnimmt.

Neben den in China berüchtigten Foltermethoden ist bekannt geworden, dass Falun Gong-Anhängern – systematisch und staatlich organisiert in den Gefängnissen und Arbeitslagern – ihrer Organe beraubt werden und damit Handel getrieben wird. Die unschuldigen Opfer werden dabei getötet.

Für Gao gibt es nur einen einzigen Grund, den Protest vor der chinesischen Botschaft einzustellen, und das wäre das Ende der Verfolgung von Falun Gong durch die Kommunistische Partei Chinas.

Amy macht sich Sorgen um ihre Familienangehörigen in China. Sie ist keine Weise, aber sie fürchtet, dass sie jederzeit eine werden könnte. (er)

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