Totgeschlagen: 89-Jährige stirbt bei Zwangsenteignung in China – Schnelle Einäscherung der Leiche

Epoch Times30. Juni 2020 Aktualisiert: 30. Juni 2020 14:43
Lokale KP-Beamte besuchten eine alte Dame, die dem Zwangsabriss ihres Hauses nicht zustimmen wollte. Doch bei einer Zwangsenteignung sind die Behörden in China nicht zimperlich.

Eine fast neunzigjährige Frau in China wurde bei einer Zwangsenteignung totgeschlagen, als lokale KP-Beamte ihr Haus demolieren wollten. Zwangsenteignung ist in China weit verbreitet – wer sich wehrt oder dagegen protestiert, wird schikaniert, verprügelt oder wie in diesem Fall getötet.

Tödliche Zwangsenteignung

Frau Pan Xiuzhen, 89 Jahre alt, lebte in einer ländlichen Gegend im Verwaltungsgebiet der Stadt Liuzhou in Südchina.

Beamte, die den Abriss ihres Hauses durchführen sollten, brachen zunächst in ihr Haus ein, schlugen Frau Pan und warfen sie zu Boden.

Die Beamten brachten sie anschließend in ein örtliches Gesundheitszentrum. Später wurde sie in ein Krankenhaus verlegt, wo sie verstarb.

Polizei umstellt Krankenhaus

Als Frau Pan ins Krankenhaus gebracht wurde, meldeten ihre Familienangehörigen den Vorfall bei der Polizei. Als sie gerade ihre Aussagen auf der Polizeistation machten, wurden sie vom Krankenhaus angerufen. Frau Pan sei gestorben, hieß es. Die Familienangehörigen eilten sofort ins Krankenhaus.

Dort war bereits der Bürgermeister der Stadt mit lokalen Beamten anwesend. Sie befanden sich ebenfalls im Krankenhaus. Sie überredeten die Familie, zurück zur Polizeiwache zu gehen und versicherten, dass niemand die Leiche anrühren würde.

Kurz darauf umzingelten zahlreiche Polizisten das Krankenhaus. Frau Pans Leichnam wurde zu einem Bestattungsinstitut gebracht und gleich verbrannt – ohne Zustimmung der Familie, die sie nach den örtlichen Sitten begraben wollte.

Angehörige verzweifelt und hilflos

Wei Jianxiang, eine Verwandte von Frau Pan, sprach mit einem Reporter von NTD über den tödlichen Vorfall bei der Zwangsenteignung.

Sie lenkten uns ab und täuschten uns absichtlich. Wir können uns an niemanden wenden und haben niemanden, der uns hilft, Gerechtigkeit zu bekommen, es ist wirklich schwer für uns!“

(Wei Jianxiang, Opfer-Angehörige)

Pans Familie enthüllt, dass die Behörden ihre Angehörigen aufsuchten, um sie zu einer vertraulichen Vereinbarung zu überreden. Pans Sohn weigerte sich. Wei sagte, er wollte herausfinden, wer dafür verantwortlich war.

Er will Gerechtigkeit für seine Mutter. Er will den Schuldigen ausfindig machen und seine Mutter in Frieden ruhen lassen.“

(Wei Jianxiang, Nichte von Frau Pan)

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Pans 90-jähriger Ehemann ist durch den plötzlichen Tod seiner Frau am Boden zerstört. Ihre Nichte steht noch immer unter Schock.

Ich gehe mit meiner Tante und ihrem Mann fast täglich zum Mittagessen. Am Abend zuvor hat sie uns noch etwas zu essen gebracht. Ich hatte nicht erwartet, sie am nächsten Tag für immer zu verlieren. Ich habe sie nicht einmal ein letztes Mal gesehen!“

(Wei Jianxiang, Nichte des Opfers)

Die ganze Familie trauert – und sucht verzweifelt nach Gerechtigkeit.

Wenn sie den Abriss gestern nicht erzwungen hätten, wäre meine Tante nicht gestorben – sie war bei guter Gesundheit.“

(Wei Jianxiang, Nichte von Frau Pan)

Zwangsenteignung im großen Stil

Laut Frau Wei reißen die örtlichen Behörden und Bauträger in ihrem Dorf gerade Häuser ab, um die Grundstücke mit großem Gewinn weiterzuverkaufen. Mehr als einhundert Familien im Dorf haben ihr Zuhause und ihr Land verloren. Sie leben derzeit in Zelten und behelfsmäßigen Unterkünften, die aus den Trümmern errichtet wurden.

Wer gibt ihnen das Recht, unser Haus abzureißen?  Auf einen Streich haben sie in wenigen Monaten über hundert Häuser in unserem Dorf gewaltsam abgerissen. Wir Dorfbewohner sind Vertriebene.“

(Wei Jianxiang, Nichte von Frau Pan)

Die Behelfsunterkünfte sind von Wasser und Strom abgeschnitten. Mehr als zweihundert Dorfbewohner haben kaum genug zum Überleben.

Wie können wir überleben, wenn jeder Zentimeter unseres Landes geraubt wird und wir jetzt keins mehr haben?“

(Wei Jianxiang, Nichte von Frau Pan)

Keine Hilfe, keine Gerechtigkeit zu erwarten

Aufgrund des Zusammenspiels zwischen Justiz und Politik der Kommunistischen Partei Chinas können sich Frau Pans Angehörige an niemanden wenden, um ihr Anliegen vorzubringen. Jetzt wenden sie sich verzweifelt an die Öffentlichkeit, um die Sache zu enthüllen.

Unter dem kommunistischen Regime in China ist das gesamte Land im Staatsbesitz. Die Landrechte werden nur für eine bestimmte Anzahl von Jahren gewährt. Wenn chinesische Bürger ein Haus kaufen, besitzen sie nur das Gebäude.

Im Laufe der Jahre haben Millionen von Chinesen ihre Häuser durch Zwangsabriss verloren, weil lokale Regierungen beschlossen hatten, das Land für eine profitablere Nutzung zurückzufordern. (sm)