Klassik des Tages: Die „Sicilienne“ von Gabriel Fauré

Epoch Times15. Oktober 2020 Aktualisiert: 15. Oktober 2020 18:33
Aus der Reihe Epoch Times Musik – Für Liebhaber.

Gabriel Fauré (1845-1924) war ein französischer Komponist des Fin de siècle (frz. für „Ende des Jahrhunderts“), der vor allem Vokal-, Klavier- und Kammermusik schrieb.

Hier seine Komposition „Sicilienne“, Op. 78 für Cello und Klavier, gespielt von Steven Isserlis und Pascal Devoyon.

Gemälde: „The Turn of the Road“ von John Atkinson Grimshaw.

Der Begriff Sicilienne bezieht sich auf den „Siciliano“, den Namen eines Satzes in der Barockmusik. Dieser wurde für Arien, Tanzstücke oder Suiten genutzt. Eine Verbindung mit Sizilien ist nicht nachgewiesen. Die Musik klingt im allgemeinen lieblich und schmerzhaft-süß und hat etwas von einem Hirtenidyll.

Gabriel Fauré spielte bereits mit acht Jahren ausgezeichnet Klavier. Er arbeitete bald als Organist (ohne sonderlich religiös zu sein), mit Chören, komponierte Klaviermusik und improvisierte in den Pariser Salons. Später lehrte er Komposition am Pariser Konservatorium und konzertierte in London, wo seine Werke besonders beliebt waren.

Einer seiner musikalischen Zeitgenossen war Claude Debussy, Maurice Ravel war ein Schüler von ihm. Fauré hinterließ kaum Kompositionen mit großen Besetzungen wie Sinfonien oder große Opern, jedoch viele Werke der Vokalmusik, Klavierlieder und Kammermusik.

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