Eine schwangere Frau.Foto: iStock

UPDATE: Studie zurückgezogen +++ Bis zu 90 Prozent Fehlgeburten: Forscher forder(te)n Impfstopp für Schwangere

Von 22. November 2021 Aktualisiert: 22. November 2021 12:57
Die Corona-Impfstoffe seien auch für Schwangere sicher, verkünden Gesundheitsbehörden weltweit und berufen sich dabei auf Zahlen aus den USA. Zwei Forscher widersprechen – auf Grundlage derselben Daten. Epoch Times-Recherchen offenbaren fundamentale Probleme der zugrunde liegenden Studie.

+++ UPDATE: Stallorder für neuseeländische Forscher +++

Dr. Thornley und Dr. Brock haben laut Medienberichten ihre Studie über Schwangerschaftsabbrüche nach Corona-Impfungen zurückgezogen. Epoch Times berichtete in der letzten Ausgabe unter dem Titel: „Bis zu 90 Prozent Fehlgeburten: Forscher fordern Impfstopp für Schwangere“.

Wie „The Spinoff“ berichtete, habe Professor Robert Scragg, Leiter der School of Population Health an der Universität Auckland, die Autoren zuvor per E-Mail dazu aufgefordert:

„Ich unternehme den außergewöhnlichen Schritt, […] eine jüngste Veröffentlichung eines Mitarbeiters öffentlich zu kritisieren, weil dieser Artikel in der Öffentlichkeit für Furore gesorgt hat, und um den Mitarbeitern zu bestätigen, dass ich mit den Ergebnissen des Artikels nicht einverstanden bin“, schrieb Prof. Scragg in seinem „regulären COVID-Newsletter“.

Darüber hinaus widerspreche Dr. Thornleys Kritik, veröffentlicht in einer „nicht indizierten Fachzeitschrift mit niedrigem Rang“, die außerdem regelmäßig Fehlinformationen über Impfungen verbreite, anderen „zuverlässigen Forschungsergebnissen“, wie beispielsweise von Dr. Elyse O. Kharbanda vom HealthPartners Institute (Minneapolis) und Kollegen. Diese Studie untersuchte nach Angabe der Autoren Impfungen im Zeitraum von 28 Tagen vor einem Spontanabort.

Das Ergebnis der Forscher lautet: „Bei Frauen mit Spontanaborten war die Wahrscheinlichkeit einer COVID-19-Impfstoff-Exposition in den vorangegangenen 28 Tagen im Vergleich zu Frauen mit laufenden Schwangerschaften nicht erhöht.“ Gleichzeitig weisen sie auf „einige Einschränkungen“ hin, darunter ungenaue Datierung der Schwangerschaft, übersehene Impfungen und fehlenden Daten zu „wichtigen Störfaktoren“.

„Trotz dieser Einschränkungen können ihre Daten als Grundlage für Impfempfehlungen und für die Beratung von Patienten dienen“, so die Forscher. Auch Prof. Scragg scheint darin keine Probleme zu sehen. Er forderte stattdessen öffentlich von seinem Mitarbeiter:

„Brock und Thornley sollten ihren Artikel sofort öffentlich zurückziehen, weil er bei werdenden Eltern und solchen, die ein Kind planen, Ängste auslöst.“

Die Autoren reagierten entsprechend auf die Stallorder. Auch eine geplante Korrektur von Dr. Thornley erschien daraufhin nicht. Die grundlegenden Probleme in den von den amerikanischen Gesundheitsbehörden CDC erfassten und veröffentlichten Zahlen bleiben jedoch bestehen.

+++ Lesen Sie den Original-Artikel im Folgenden +++

Bis zu 90 Prozent Fehlgeburten: Forscher fordern Impfstopp für Schwangere

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Sowohl die amerikanischen als auch die deutschen Behörden empfehlen eine Impfung von Schwangeren. So heißt es beispielsweise auf der Website des Robert Koch-Instituts (RKI) unter Berufung auf die Ständige Impfkommission (STIKO): „Die STIKO spricht eine Impfempfehlung für ungeimpfte Schwangere ab dem 2. Trimester [also ab dem 4. Schwangerschaftsmonat] sowie für ungeimpfte Stillende aus. Ihnen wird eine COVID-19-Impfung mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs […] empfohlen.“

Weiter führt das RKI in den Antworten auf häufige Fragen aus: Die aktuelle – begrenzte – Studienlage liefere „keine Hinweise auf das gehäufte Auftreten von schweren schwangerschaftsassoziierten unerwünschten Wirkungen bei der Mutter und bei dem Fetus bzw. dem Neugeborenen; insbesondere nicht von Aborten bis zur 19. Schwangerschaftswoche, Frühgeburten, Totgeburten oder Malformationen.“

Auf welche Daten sich das RKI beruft, ist nicht angegeben. Höchstwahrscheinlich handelt sich jedoch um Daten der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC. Diese Daten veröffentlichte Tom T. Shimabukuro et al. vom Büro für Impfsicherheit, Abteilung für Qualitätsförderung im Gesundheitswesen der CDC, im April 2021 im „New England Journal of Medicine“ (NEJM). Seine Studie zeigt, dass im Beobachtungszeitraum 712 von 827 Frauen ihre Schwangerschaft erfolgreich beendet haben, sprich Kinder gebaren. 115 Mütter verloren ihr Baby ungewollt.

Epoch Times ist bereits im Mai auf die Studie aufmerksam geworden und hat vergeblich versucht, die Ergebnisse von Shimabukuro und Kollegen nachzuvollziehen und ihre Rohdaten zu erhalten. Zwei Forschern aus Neuseeland ist Ersteres nun offenbar gelungen. Das Ergebnis: Sie fordern einen sofortigen weltweiten Impfstopp für Schwangere und Stillende.

Beim genauen Blick auf die CDC-Daten zeigen sich drei Probleme:
  1. Der Studienzeitraum umfasst nur elf Wochen, während eine Schwangerschaft durchschnittlich 40 Wochen dauert. Auf diese Weise fehlen Daten von knapp 80 Prozent der Studienteilnehmerinnen, deren Schwangerschaft zum Studienende noch andauerte und somit mögliche Fehlgeburten nicht erfasst wurden.
  2. Von 712 Müttern mit Lebendgeburten wurden 700 erst nach der 26. Schwangerschaftswoche geimpft. Diese Frauen dürfen nicht in die Risikobewertung für Schwangere mit Impfung im ersten Trimester (bis Woche 13) einfließen. Dennoch beziehen sich die CDC auf alle beendeten Schwangerschaften und stellt folglich kein erhöhtes Risiko fest. Auf dieser Aussage begründeten Regierungen weltweit uneingeschränkte Impfempfehlung für Schwangere.
  3. 96 von 115 ungewollten Kindsverlusten fanden vor der 13. Woche statt, insgesamt 104 vor Woche 20. Diese und weitere Zahlen aus der Studie zeigen, dass alle Mütter, die ihr Baby verloren haben, in der ersten Hälfte der Schwangerschaft geimpft wurden. Der Umkehrschluss, dass eine frühe Impfung der Mütter zu Kindsverlust führt, ist nicht zulässig (siehe 1.). Weitere Daten, die eindeutig für oder gegen Impfungen von Schwangeren sprechen, stellte die CDC auch auf Nachfrage nicht zur Verfügung.

9 von 10 Schwangeren verloren ihr Ungeborenes

Kurz nach der Veröffentlichung der Studie von Shimabukuro et al. äußerte der belgische Forscher Dr. Hong Sun Bedenken an den Daten der CDC. Daraufhin korrigierte die amerikanische Behörde die Ergebnisse und räumte ein, man hätte klarstellen sollen, dass bislang keine genaue Risikoabschätzung für Fehlgeburten berechnet werden konnten. Als Grund nannte die CDC ausstehende Ergebnisse der Nachbefragungen.

Trotz dieser Änderungen kritisierten die beiden neuseeländischen Forscher Dr. Simon Thornley, Dozent in der Abteilung für Epidemiologie und Biostatistik der Universität Auckland, und Dr. Aleisha Brock noch immer die CDC-Studie. So habe die Korrektur zwar einige der Probleme gelöst, aber es gebe noch weitere, erklärten sie in einer E-Mail an The Epoch Times.

„Die Schlussfolgerungen des Artikels haben sich nicht wesentlich geändert“, so Dr. Thornley. Dadurch habe sich jedoch auch die grundlegende Kritik nicht geändert. In ihrer eigenen Analyse errechneten die neuseeländischen Forscher, dass es – entgegen den CDC-Ergebnissen – sehr wohl zu einer Häufung von „schwangerschaftsassoziierten unerwünschten Wirkungen“, konkret Spontanaborten, kam.

Gemäß dem Lexikon für medizinische Fachkreise des Pharmaunternehmens Merck beschreibt der Begriff Spontanabort dabei den „nicht-induzierten embryonalen oder fetalen Tod oder den Abgang des Schwangerschaftsprodukts vor der 20. Woche“. Mit anderen Worten, ein ungewollter Abbruch der Schwangerschaft in der ersten Schwangerschaftshälfte.

Laut Dr. Thornley und Dr. Brock beträgt die Häufigkeit von Spontanaborten unter werdenden Müttern, die im ersten Trimester geimpft wurden, 81,9 bis 91,2 Prozent. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher aus Neuseeland Anfang November 2021 in „Science, Public Health Policy, and the Law“. Zum Vergleich: Die CDC kam auf eine Häufigkeit von 12,6 Prozent.

Späte Sicherheit sagt nichts über frühes Risiko

Dieser gewaltige Unterschied lässt sich auf die Auswahl bestimmter Teilnehmergruppen zurückführen. Die CDC nimmt die Gesamtzahl der Frauen mit beendeter Schwangerschaft (827) als Bezugsgröße. Von ihnen waren laut der Studie bereits über 700 Frauen im dritten Trimester beziehungsweise mehr als 26 Wochen schwanger, als sie ihre Impfung erhielten. Die Fehlgeburten traten laut Studie hingegen überwiegend im ersten Trimester, also vor der 13. Schwangerschaftswoche auf.

Ein weiteres Problem ergibt sich aus dem Umstand, dass der Studienzeitraum lediglich elf Wochen umfasste, während eine Schwangerschaft durchschnittlich 40 Wochen dauert.

Dazu schreiben Dr. Thornley und Dr. Brock: „Die Annahme, dass die im dritten Trimester festgestellte Wirkung stellvertretend für die gesamte Schwangerschaft ist, ist fragwürdig. [Sie] ignoriert frühere Erfahrungen mit Medikamenten wie Contergan. Der Nachweis der Sicherheit im ersten und zweiten Trimester kann erst erbracht werden, wenn diese Gruppen mindestens bis zur Geburt beobachtet wurden oder [besser] die langfristige Sicherheit für alle Babys von Müttern, die während der Schwangerschaft geimpft wurden, bestimmt wurde.“

Mit anderen Worten, wenn 700 Mütter, die im dritten Trimester geimpft wurden, ihr Kind lebend zur Welt gebracht haben, sagt das nichts über Risiken der Impfung zu Beginn der Schwangerschaft aus.

Interessant seien also die 127 Mütter, die nicht im dritten Trimester geimpft wurden, beziehungsweise die 115 Mütter, die bis Studienende (noch) kein Kind bekommen haben. Setzt man diese ins Verhältnis zu den 104 registrierten Fehlgeburten, erhält man die besagten Häufigkeiten von Schwangerschaftsabbrüchen von 82, respektive 91 Prozent. [Anm. d. Red.: 104 von 115 sind 90,4 Prozent. Thornley et al. geht von 114 (noch) nicht erfolgreich beendeten Schwangerschaften aus: 104 / 114 = 0,912 = 91,2 %. Die CDC-Daten lassen diese Interpretation zu.]

Kritik an der Kritik der Kritik

Doch damit ist die Sache nicht beendet. Hong Sun, der belgische Forscher, der auf das ursprüngliche Problem mit der frühen CDC-Studie hinwies und eine Korrektur veranlasste, erklärte gegenüber The Epoch Times, dass er mit der Neuanalyse aus Neuseeland nicht einverstanden sei.

„Während ich auch vorschlage, die 700 Fälle aus [der Rechnung] zu entfernen, bin ich auch der Meinung, dass eine solche Gleichung nicht mehr gültig ist. Mit anderen Worten, es ist nicht möglich, eine genaue Rate der Spontanaborte mit den gegebenen Daten zu berechnen. […] In der Folgestudie [Anm. d. Red.: die Korrektur der CDC] wird eine vernünftigere Rate berechnet. […] Ich halte sie für eine faire Schätzung“, erklärte er.

Dr. Thornley ist sich da nicht so sicher, denn unabhängig von der Berechnung gebe es einige Fragen bezüglich der Auswahl der Teilnehmer: „Die Daten, die sich mit der Frage der Sicherheit befassen, insbesondere im Hinblick auf die Exposition gegenüber mRNA-Impfstoffen in der Frühschwangerschaft, sind spärlich. […] Ich würde jeden infrage stellen, der glaubt, dass sie in irgendeiner Weise schlüssig sind“, sagte er gegenüber The Epoch Times.

„Da das Risiko eines tödlichen oder schwerwiegenden Ausgangs nach einer COVID-19-Infektion bei jüngeren Menschen, auch bei Schwangeren, im Allgemeinen äußerst gering ist, warnen wir angesichts der bestehenden erheblichen Unsicherheit vor dem Einsatz des Impfstoffs“, fügte er hinzu.

Alle Frauen mit Fehlgeburten wurden im ersten Trimester geimpft

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass weder die Daten der CDC, noch die Anmerkungen der anderen Forscher genaue Zahlen zum Risiko von Fehlgeburten nach Impfungen liefern können. Bereits im Mai 2021 wurde das Thema in den Medien aufgegriffen, wobei Mainstream- und Freie Medien unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt haben.

Betrachtet man lediglich die von der CDC bereitgestellten Daten, ergibt sich folgende Diskussionsgrundlage:

Im Rahmen der Studie wurden 35.691 geimpfte Schwangere identifiziert. 5.230 von ihnen wurden im Schwangerschaftsregister gelistet. Schließlich waren 3.958 geimpfte Schwangere erreichbar und bereit, an der Studie teilzunehmen. Binnen des Studienzeitraums von elf Wochen registriert man 827 „beendete“ Schwangerschaften, davon 115 Verluste von Ungeborenen und 712 Lebendgeburten.

Im Kleingedruckten, in Fußnote 2, Tabelle 4, verweisen die CDC-Autoren darauf, dass von den 712 Müttern mit Baby(s) „700 im 3. Trimester geimpft“ wurden. Außerdem – das geht aus anderen Fußnoten hervor – wurden 636 von diesen 712 Müttern vor Schwangerschaftswoche 37 geimpft. Unter diesen 636 Frauen traten 60 Frühgeburten auf.

Als Frühgeburt zählte dabei eine Geburt vor Woche 37. Wer also binnen dieser elf Wochen der Studie ein Kind bekam, wurde frühestens um Woche 26 geimpft. Solange keine Frühstgeburt (vor Woche 30) auftrat, wurde keine Mutter mit „erfolgreicher“ Schwangerschaft vor Woche 20 geimpft.

Ein Schwangerschaftsabbruch vor Woche 20 war bei diesen 712 Müttern damit von vornherein ausgeschlossen! Mit anderen Worten: Alle Frauen, die ihre Schwangerschaft (vor Woche 20) „erfolglos“ beendeten – sprich ihr Baby verloren haben –, wurden auch vor Woche 20 geimpft.

CDC: Keine Auskunft zu diesen Daten

Um die im Raum stehende Frage zu beantworten, wandte sich Epoch Times mehrfach an die Studienautoren. Auf Anfrage der amerikanischen Redakteure verwies man auf die Pressestelle der CDC, die wiederum auf zwei andere Studien verwies. Demnach sei die festgestellte Häufigkeit von Fehlgeburten (12,6 Prozent) nicht höher als gewöhnlich. Betrachte man alle bekannten Schwangerschaften führten zehn bis 25 Prozent unabhängig von der Ursache nicht zu einer Lebendgeburt.

„Diese Ergebnisse sind beruhigend und können dazu beitragen, über die COVID-19-Impfung während der Schwangerschaft […] zu informieren“, so die CDC-Sprecherin. Sie fügte hinzu, dass „die zunehmende Evidenz über die Sicherheit und Wirksamkeit der COVID-19-Impfung während der Schwangerschaft zeigt, dass die Vorteile einer COVID-19-Impfung alle bekannten oder potenziellen Risiken überwiegen.“

Gegenüber der deutschen Epoch Times antworteten Shimabukuros Kollegen Anfang Juli per Mail:

Da wir uns zum Zeitpunkt der Datenanalyse noch in den Impfbemühungen befanden, haben [wir] entschieden, diesen vorläufigen Bericht auf die Schwangerschaften zu beschränken, für die endgültige Ergebnisdaten vorlagen.“

Außerdem teilte die CDC mit, dass 1.364 Schwangere in der Studie vor der 20. Schwangerschaftswoche geimpft wurden. Unter diesen habe es – im elfwöchigen Beobachtungszeitraum – 27 Spontanaborte gegeben. Das entspricht etwa zwei Prozent der Schwangerschaften. Diese Zahl sei jedoch eine „Untererfassung des wahren Anteils, weil wir [bei Studienende] nicht wissen, ob alle Schwangerschaften andauern […]“.

Zu erwarten wäre ein Wert irgendwo zwischen den von der CDC genannten zehn bis 25 Prozent und den von Dr. Thornley und Dr. Brock errechneten 82 bis 91 Prozent. Zudem widerspricht diese Zahl den in der CDC-Studie angegebenen „insgesamt 96 von 104 Spontanaborten, [die] vor der 13. Woche statt[fanden]“.

Schwangere mit Impfwunsch weiter allein gelassen

Auf die konkrete Nachfrage der Epoch Times nach „anonymisierten Falldaten der bereits beendeten Schwangerschaften“ antwortete die Pressestelle der CDC:

Ich bedauere, dass die CDC aus Gründen des Patientenschutzes und der Vertraulichkeit nicht in der Lage ist, die von Ihnen angeforderten Informationen bereitzustellen. Bitte beachten Sie, dass eine Studie mit aktualisierten Daten in Vorbereitung ist. Sie wird in einigen Wochen beim NEJM eingereicht werden.“

Es ist davon auszugehen, dass es sich bei der angesprochenen Studie um die Korrektur nach der Kritik des belgischen Forschers Sun handelt. Andere Daten sind Epoch Times nicht bekannt. Letztendlich wären jedoch lediglich zwei Daten nötig: der Zeitpunkt der Impfung und der Ausgang der Schwangerschaft. Mit der zusätzlichen Angabe vom Zeitpunkt des Schwangerschaftsendes ließen sich mögliche weitere Zusammenhänge erkennen.

Alle drei Angaben werden von der CDC jedoch nur stark zusammengefasst und ohne Bezug untereinander ausgewiesen. Verbindungen sind wiederum nur mit den unveröffentlichten Rohdaten möglich. Bis dahin bleibt festzuhalten, dass keine Mutter, die im zeitlichen Rahmen der CDC-Studie ein Kind bekommen hat, in der ersten Hälfte ihrer Schwangerschaft geimpft wurde.

Das schließt jedoch nicht aus, dass 1.337 bei Studienende noch schwangere und in der ersten Hälfte geimpfte Studienteilnehmerinnen nicht nach Ende der elfwöchigen Beobachtungszeit ein Kind bekommen haben. Damit ist der Umkehrschluss, dass eine Impfung vor Woche 20 zu „schwangerschaftsassoziierten unerwünschten Wirkungen, [insbesondere] Aborte bis zur 19. Schwangerschaftswoche, Frühgeburten, Totgeburten oder Malformationen“ nicht zulässig. Gleichzeitig schließt es jedoch auch nicht aus, dass die anderen zeitig geimpften Mütter ihr Kind später verloren haben.

Dadurch verwehrt das Studiendesign jegliche Aussagen, die tatsächlich für – oder gegen – eine uneingeschränkte Impfung für Schwangere sprechen können.

(Mit Material von The Epoch Times)

Dieser Artikel erschien zuerst in der Epoch Times Wochenzeitung, Ausgabe Nr. 19, vom 20. November 2021.

Der Artikel wurde am 22. November aktualisiert.



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