Dr. Harvey Risch: Hydroxychloroquin unbegründet als gefährlich verteufelt

Hydroxychloroquin kam bereits zehntausendfach erfolgreich gegen COVID-19 zum Einsatz. Die Arzneimittelbehörden verschiedener Staaten deklarierten das Medikament jedoch als gefährlich. Der Grund entbehre jeglicher wissenschaftlichen Grundlage, meint Dr. Harvey Risch, Professor für Epidemiologie.
Titelbild
Viele praktizierende Ärzte und viele Studien hätten die positive Wirkung von Hydroxychloroquin zehntausendfach unter Beweis gestellt. Dies sei jedoch als Einzelfall behandelt worden, meint Dr. Harvey Risch.Foto: Bernard Chantal/iStock
Von 8. Januar 2022
Jetzt neu: Epoch Times Wochenzeitung auch als Podcast

Natürliche Immunität und der Einsatz von solchen Medikamenten wie Hydroxychloroquin, Ivermectin und ähnlichen sind der Schlüssel, um die Pandemie zu beenden. So äußerte sich Dr. Harvey Risch Ende November in einem Interview in der Sendung „American Thought Leaders“ von EpochTV.

Risch ist Professor für Epidemiologie an der „Yale School of Public Health“ und „Yale School of Medicine“. Im Gespräch brach er eine Lanze für Therapeutika, insbesondere Hydroxychloroquin, beim Einsatz gegen COVID-19.

Ihm zufolge seien diese Mittel hochwirksam bei der Frühbehandlung von COVID-19 und in Verbindung mit verschiedenen Medikamenten und solchen Mitteln wie Zink, Vitamin D und Ähnlichem. Viele praktizierende Ärzte und viele Studien hätten die positive Wirkung von Hydroxychloroquin zehntausendfach unter Beweis gestellt. Ihr Erfolg sei jedoch zum Einzelfall deklariert worden.

Hydroxychloroquin-Verbot bei COVID entbehrt wissenschaftlicher Grundlage

In diesem Zusammenhang kritisierte er die Weltgesundheitsorganisation und die Arzneimittelbehörden verschiedener Länder, die vor der Verwendung von Hydroxychloroquin zur Behandlung von COVID-19 warnen. Als Grund dafür führen sie Herzrhythmusstörungen auf, die nach dem Einsatz von Hydroxychloroquin bei stationär behandelten Patienten aufgetreten seien.

Risch ist sich jedoch sicher, dass die Behörden: 1) Herzrhythmusstörungen aufgrund einer schweren COVID-Infektion mit den Nebenwirkungen von Hydroxychloroquin bei stationär behandelten Patienten verwechselten. Und sie würden 2) die stationär behandelten Personen mit den ambulant behandelten Patienten gleichsetzen. Doch die COVID-19-Krankheit verlaufe bei beiden Gruppen vollkommen unterschiedlich, was unterschiedliche Behandlungsmethoden erfordere.

Ambulant behandelte Patienten zeigten grippeähnliche Symptome wie beispielsweise Fieber, Schüttelfrost, Muskel-, Kopf- und Halsschmerzen. Stationär behandelte Patienten litten jedoch an einer schweren Lungenentzündung. Das Virus sei zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem Körper ausgeschieden worden und das Immunsystem spiele verrückt. Hydroxychloroquin wirke in diesen Fällen nicht.

Das allgemeine Narrativ sei jedoch so gewesen: Es wirke nicht bei stationären Patienten, ergo auch nicht bei ambulanten Patienten. Die Wissenschaft sei dabei gar nicht beachtet worden, meinte Risch. „Das ist Betrug“.

So führe die US-Arzneimittelbehörde (FDA) nur Studien an, in denen Hydroxychloroquin bei stationären Patienten zum Einsatz kam. Keine aufgeführte Studie beschäftige sich mit der Wirkung des Medikaments bei ambulanten Patienten. 

Außerdem stammen alle Beweise, die gegen den Einsatz von Hydroxychloroquin bei COVID-19 sprechen, aus einer Handvoll äußerst mangelhafter Studien. Die Ergebnisse aus diesen Studien seien jedoch als Richtgröße aufgeführt worden, weil sie die technischen Kriterien für eine randomisierte klinische Studie erfüllen, heißt es auf der Seite „Early Covid Care Experts“, die von Dr. Harvey Risch mitbegründet wurde. Dort werden auch elf fehlerhafte Studien aufgeführt, mit der Erklärung, warum die Ergebnisse aus der jeweiligen Studie ungültig seien.

Vor Corona galt Hydroxychloroquin als sicher

Hydroxychloroquin sei ein sehr sicheres Medikament, meinte Risch im Gespräch weiter. Es werde in Afrika insbesondere gegen Malaria eingesetzt, kommt aber auch gegen Rheuma und Autoimmunerkrankungen zum Einsatz. Vor der Pandemie habe die Weltgesundheitsorganisation und auch die US-Seuchenschutzbehörde CDC Hydroxychloroquin als sehr sicher eingestuft. Das Medikament könne Erwachsenen und Kindern jeden Alters verschrieben werden, hieß es. Auch dürfe es von Schwangeren und von Frauen während der Stillzeit eingenommen werden.

Auf dem Beipackzettel von Hydroxychloroquin, der auf der Seite der Apotheken-Umschau zu finden ist, sind ähnliche Formulierungen zu finden. Unter „Gegenanzeigen und wichtige Hinweise“ heißt es jedoch, dass das Medikament nicht von stillenden Frauen eingenommen werden sollte. Sollte einem das Medikament trotz der dagegen sprechenden Umstände verordnet worden sein, könne der therapeutische Nutzen höher sein als das Risiko, heißt es weiter.

Daraufhin stellt sich Dr. Risch die Frage, warum ein Mittel, das vor Corona als vollkommen sicher galt, jetzt plötzlich als gefährlich eingestuft wird.

„Das ist kein Zufall. Es ist eine Verleumdungskampagne gegen das Medikament zu einem bestimmten Zweck. [Warum sollte] man etwas unterdrücken, das bei einer Behandlung 80 Cent pro Tag kostet?“

Dem Epidemiologen zufolge verfolgten Menschen, die gegen Hydroxychloroquin wettern, wirtschaftliche Interessen. Das sei auch einer der Gründe, warum sie nur die Worte der Arzneimittelbehörden wiederholen, ohne wirkliche Gegenbeweise zu den Studien aufzuführen, in denen das Medikament erfolgreich eingesetzt wurde.

Ärzteberuf folgt heute wirtschaftlichen Interessen

Weiter sprach Risch über den Ärzteberuf im Allgemeinen und wie er sich in den letzten Jahrzehnten gewandelt hat. So seien Ärzte in einer klassischen Ausbildung darauf vorbereitet worden, wie Sherlock Holmes vorzugehen und selbst herauszufinden, wie man einen Patienten behandeln könnte. Es gab keine Schablonen, denen man folgen musste. 

Doch heute würde das Krankenhausdirektorium oder die Ärztekommission vorgeben, wie Patienten zu behandeln seien. Dies habe die Medizin zerstört.

Das habe dazu geführt, dass Ärzte, die im wissenschaftlichen Bereich tätig sind und nie einen COVID-Kranken behandelt hätten, vorgeben, wie ein COVID-Patient zu behandeln sei, so der Professor weiter. 

„Ärzte an Hochschulen verachten in der Regel niedergelassene Ärzte. [Sie] denken, sie seien die Spitze des Gesundheitswesens und am intelligentesten, da sie ihre […] klinische Forschung betreiben“, meinte er.

An klinischer Forschung sei nichts auszusetzen. Bei neuen Krankheiten sei die Arbeit von Ärzten, die tatsächlich Patienten behandeln, jedoch äußerst wichtig, so Risch weiter. Denn diese könnten aus erster Hand sehen, ob ein Heilverfahren Erfolg hat oder die Therapie angepasst werden sollte. So wird allmählich Wissen über eine Krankheit gesammelt und wie sie behandelt werden kann. Das sei die traditionelle Weise, wie Krankheiten gehandhabt wurden, fügte der Epidemiologe hinzu.

Virus-Mutationen folgen auf Impfungen

Außerdem sprach Risch die Wirkungsweise der Medikamente an, die momentan zur Behandlung und Prävention von COVID-19 zugelassen sind. Diese würden das Virus angreifen. Wenn das Virus jedoch mutiere, werden sie immer weniger wirksam.

In diesem Zusammenhang sei es kontraproduktiv, während einer Pandemie zu impfen. Denn Impfstoffe sorgen dafür, dass das Virus mutiert und eine Immunität gegen den Impfstoff entwickelt, erklärte er. 

Es sei denn, die Impfstoffe würden so gut wirken, dass das Virus nicht übertragen werden kann. Bei den momentanen Impfstoffen sei dies nicht der Fall. Ihr einziger Nutzen bestehe nur darin, kurzfristig einen schweren Verlauf von COVID-19 zu verhindern. Über die langfristigen Folgen werde man erst in einigen Jahren sprechen können, fügte Risch hinzu.

Was jedoch bereits bekannt sei, ist, dass die Impfstoffe das Immunsystem schwächen. Für junge Menschen und Personen im mittleren Alter mit einem gesunden Immunsystem mache das vorerst nichts aus. Wenn jedoch alle sechs Monate eine Auffrischungsimpfung erfolge, werde das Immunsystem in drei oder vier Jahren so weit geschwächt sein, dass andere Viren leichtes Spiel haben werden, so der Professor weiter.

Medikamente sollten nicht das Virus angreifen, sondern das Immunsystem stärken

Deswegen sei es laut Risch sinnvoll, Mittel einzusetzen, die nicht das Virus angreifen, sondern den menschlichen Körper bei der Bekämpfung des Virus unterstützen. Hydroxychloroquin, Ivermectin und andere ähnliche Medikamente würden genau das tut.

„Sie machen die Person weniger anfällig für eine Ansteckung mit dem Virus im Allgemeinen. Das heißt, es spielt keine große Rolle, was das Spike-Protein im Virus macht und mutiert“, erklärte der Epidemiologe. Das sorge für bessere Überlebenschancen von Corona-Patienten.

Denn Hydroxychloroquin und Zink – frühzeitig nach der Ansteckung eingesetzt – würden verhindern, dass es in die Zellen eindringen kann. Und Ivermectin und andere Moleküle würden die Vermehrung des Virus verhindern, fügte er hinzu. Damit würden diese Medikamente selbst bei verschiedenen Varianten des Virus wirksam bleiben.

Folglich sollten die Arzneimittelbehörden ihre Warnhinweise zu diesen Medikamenten löschen, ihre Wirksamkeit im Einsatz gegen COVID-19 anerkennen und sie für Menschen leichter zugänglich machen. Dies werde zwei Vorteile mit sich bringen:

„Erstens wird es die Angst dramatisch reduzieren, sodass Menschen zu einem normalen Leben zurückkehren können. Zweitens werden [Genesene] eine natürliche Immunität entwickeln. Mit natürlicher Immunität werden wir aus dieser Endemie herauskommen können“, ist Risch überzeugt.

Dr. Harvey Risch ist Professor für Epidemiologie an der Yale School of Public Health und Yale School of Medicine. Nach seinem Doktor der Medizin an der University of California San Diego promovierte er an der University of Chicago im Bereich der mathematischen Modellierung von Infektionskrankheiten. Sein besonderes Forschungsinteresse gilt der Krebsursachenforschung, -prävention und -früherkennung, und epidemiologischen Methoden. Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaft und Technik im US-Bundesstaat Connecticut.



Epoch TV
Epoch Vital
Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion