Geburt mit Maske in Corona-Zeiten – Zwei Mütter berichten über den „schlimmsten Tag meines Lebens“

Von 1. Juni 2020 Aktualisiert: 1. Juni 2020 10:32
„Ich kann gar nicht weiter lesen, dieser Beitrag ist so entsetzlich... es fehlt an Glaubwürdigkeit und Realität... es ist einfach nur widerlich!“ Mit diesen Worten kommentierte ein Leser einen auf der österreichischen Plattform „Mein Bezirk“ erschienenen Artikel mit dem Titel „Ich musste mit Maske gebären und durfte mein Baby nicht berühren“. Darin wird das Schicksal zweier Frauen im wichtigsten Moment des Lebens beschrieben, bei der Geburt ihres Kindes.

Während eine Schwangere bei der Geburt in einem Krankenhaus in Österreich gezwungen wurde, eine FFP2-Maske zu tragen, obwohl kein Verdacht auf COVID-19 bestand, wurde eine andere frisch gebackene Mutter nach der Geburt von ihrem Säugling getrennt. Die Betroffene sagte: „Man hat mir mein Baby einfach weggenommen, ich war fassungslos. Das war der schlimmste Tag meines Lebens, ich habe nur noch geweint.“

Der Arzt, der bei der Geburt anwesend war, soll positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden sein, erklärte die junge Mutter aus dem Burgenland. Sie kann nicht verstehen, warum sie von ihrem Kind getrennt wurde. „Ich fühle mich so blöd, weil ich mir vorwerfe, dass ich nicht mehr getan hatte. Ich fühlte mich in dieser Situation so ausgeliefert.“ Es sei ein „Alptraum“ gewesen. Erst als das Testergebnis der Mutter vorlag, durfte sie ihr Baby bekommen. Denn der Test war negativ. Fehlalarm.

Die weitere Mutter, die ihr Kind in einem Klinikum des Wiener Krankenanstaltenverbunds bekam, berichtete über ihre Geburt im April: „Ich wurde bei der Geburt so behandelt, als wäre ich Corona-positiv.“ Bei der Aufnahme im Krankenhaus gegen 23 Uhr – die Wehen kamen bereits in kürzeren Abständen – wurde sie gefragt, ob sie auf SARS-CoV-2 getestet wurde. Als sie verneinte, nahm man einen Abstrich. Bis zum Vorliegen des Ergebnisses wurde sie als eine potenzielle Infizierte behandelt. Sie durfte das Quarantänezimmer nicht mehr verlassen und bekam eine FFP2-Maske, die sie nicht mehr abnehmen durfte, auch nicht unter der Geburt.

Ihre Hebamme trug währenddessen einen doppelten Mund-Nasen-Schutz, Schutzmantel und Schutzbrille. „Ich habe die Maske nie, nur zum Trinken, runter gegeben, auch wenn die Hebamme nicht da war bzw. der Sicherheitsabstand vorhanden war, denn ich wollte für niemanden ein potenzielles Gefährdungsrisiko darstellen“, schilderte die Mutter. Zur Wehr habe sie sich nicht gesetzt. Als es hieß, sie müsse die Maske aufsetzen, „habe ich das hingenommen“. Welche Alternativen hätte sie denn gehabt, fragte die Betroffene. Es seien eben „andere Zeiten“. Auch das Personal sei nicht glücklich gewesen über die Umstände, aber „sie mussten sich an die Vorschriften halten“.

Die Sehnsucht nach Liebe und Schutz

Auch nach der Geburt ging das Trauma für Mutter und Kind weiter. Eine Beziehung konnte die Mutter mit ihrem Säugling nicht aufbauen. Natürlicherweise suchen Neugeborene direkt nach der Geburt Schutz, Liebe, Wärme und Zuwendung. Das nennt man Bonding. Aus diesem Grund wird den Müttern der Säugling nach der Geburt auf die nackte Haut gelegt – alternativ übernimmt der Vater die Rolle. „Im Idealfall wirkt Bonding wie ein ‚emotionaler Sekundenkleber‘, der Eltern und Kind lebenslang zusammenschweißt“, erklärt die Plattform „familie.de“ die Notwendigkeit dieses Rituals nach Geburt.

Im vorliegenden Fall durfte die Mutter ihr Neugeborenes allerdings nicht halten. Sie schilderte: „Es musste zwei Meter von mir weg sein. Danach ist es weggelegt worden. Ich konnte mein Kind sehen, durfte mein Neugeborenes aber nicht angreifen, nicht anfassen, es gab keinen Haut-zu-Haut-Kontakt, kein Bonding. Mein Baby lag im Körbchen zwei Meter von mir entfernt, aber ich dufte ihn nicht angreifen.“ Auch von Stillen keine Spur. „Mein Mann, der bald nach der Geburt gehen musste, dufte ihn kurz halten.“

Stillen mit Mund-Nasen-Schutz

Dann die Wende. Etwa drei bis vier Stunden später kam eine Schwester und sagte, die Vorschriften hätten sich geändert. Ab diesem Zeitpunkt galt die frisch gebackene Mutter wieder als „eine normale Patientin“. Sie kam in ein Dreibettzimmer mit anderen Mütter, durfte ihr Baby halten und endlich stillen. Auch die FFP2-Maske durfte sie abnehmen. Dieser wurde ersetzt durch einen „normalen Mund-Nasen-Schutz“, der während des Stillen getragen werden musste. Ihre Einschätzung nach diesem Trauma: „Es war einfach Pech, ich war zur falschen Zeit ins Krankenhaus gekommen.“

Aufgrund einer möglichen Infektionsgefahr ließ die Mutter die Vorschriften über sich ergehen. Sie betonte: „Ich sehe da schon auch das Gefährdungspotential für das Gesundheitspersonal und verstehe deren Verpflichtung, sich an die Vorschriften halten zu müssen, denn bei einer Infektion hätte man die gesamte Belegschaft tauschen müssen. Daher habe ich mich auch bemüht, mich an alle Vorschriften zu halten, weil mein Verhalten sonst extremen Schaden hätte anrichten können, wenn ich mich nicht an die Vorschriften gehalten hätte.“

Zudem wurde sie bereits beim Kontrolltermin kurz vor der Geburt darauf hingewiesen, dass sie mit einer Maske gebären müsste. Allerdings ging sie zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass es sich um einen einfachen Mund-Nasen-Schutz handeln würde.

Alternativlose Geburt?

Auf die Frage, ob sie jemals versucht hätte, die FFP2-Maske abzunehmen, antwortete die Mutter: „Ich habe nicht angefangen, über die Vorschriften zu diskutieren, weil man ja auch keine Alternativen hat, daher hätte ich mit allem geboren.“ Sie wisse auch nicht, wie es ohne Maske gewesen wäre. Fakt sei, dass sie schon sehr erschöpft gewesen sei. Sie hätte oft die Augen geschlossen – unter anderem wegen der heißen Luft. Das sei sicher nicht gut für den Kreislauf. Aber schließlich hätte auch die Hebamme zwei Paar Handschuhe und auch eine FFP2-oder FFP3-Maske tragen müssen. Die Geburtshelferin habe zudem immer die Schuhe gewechselt und die Schutzausrüstung tauschen müssen, wenn sie das Zimmer betrat oder verließ.

Und auch in Deutschland wird über das Thema Geburt mit Maske und Partnerverbot bei der Geburt diskutiert. In einem auf Facebook veröffentlichten Interview sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: „Ich verstehe, dass das hart ist.“ Aber es sei, wie „die anderen Dinge, die hart sind“. Da wäre die Frage der berufstätigen Eltern, die Besuchsverbote im Pflegeheim. Spahn wiederholte: „Es ist sehr, sehr hart für alle Beteiligten.“ Aber die Maßnahmen sei nicht ergriffen worden, „um jemanden zu ärgern“, sondern um Infektionsrisiken zu reduzieren – für die werdenden Mütter und die Hebammen. Da sie bei der Geburt sehr eng beieinander seien, müssten sie gegenseitig geschützt werden.

Stimmen gegen Maskenpflicht bei der Geburt

Kritik an den von den Müttern geschilderten Geburtsvorgängen in der Corona-Pandemie äußerte Beate Kayer, Leiterin der Landesgeschäftsstelle Burgenlands des Österreichischen Hebammengermiums. Die Hebamme mit 30 Jahren Berufserfahrung sagte: „Ob die Mutter  mit einer FFP2-Maske noch ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, ist ungewiss.“ Eine Geburt mit einer Maske verglich sie mit dem Zustand, als „würde man einen Marathon mit Maske laufen“.

Zudem gebe es vom Arbeitsinspektorat die Empfehlung, dass Schutzmasken für Schwangere „verboten“ seien. Diese sei nur bei absoluter Notwendigkeit und für maximal eine Stunde verpflichtend, wegen des erhöhten Atemwiderstandes. „Das gilt für alle, die arbeiten und schwanger sind, aber bei der Geburt selbst sollen die Schwangeren dann eine Schutzmaske tragen? Das finde ich unmöglich.“

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben alle schwangeren Frauen, auch mit SARS-CoV-2 infizierte, „das Recht auf eine qualitativ hochwertige Versorgung vor, während und nach der Geburt“.  Ausdrücklich erklärte die WHO, dass eine „sichere und positive Geburtserfahrung“ darin bestehe, mit Würde und Respekt behandelt zu werden. Und auch ein Begleiter bei der Geburt könne anwesend sein.  Eine WHO-Empfehlung lautet, das Schwangere mit Symptomen getestet werden sollten, weil sie möglicherweise dann spezielle Behandlung bräuchten.

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Aus einer Stellungnahme des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) wurde deutlich, dass alle Frauen, die ein Kind im KAV-Spital zur Welt bringen, auf SARS-CoV-2 getestet werden. Für Infizierte sei dann die Geburtshilfe im Wilhelminenspital zuständig. „Unabhängig vom Testergebnis entbinden alle Frauen ohne Maske, damit Mutter und Kind während der Geburt ausreichend mit Sauerstoff versorgt sind“, wird klargestellt. Die Klinik-Mitarbeiter seien mit entsprechender Schutzausrüstung ausgestattet. Und auch eine Vertrauensperson dürfe die Geburt begleiten und entsprechend dafür eingekleidet. Warum im konkreten Fall die Gebärende eine FFP2-Maske tragen musste, konnte sich der KAV nicht erklären.

Alles nur Stimmungsmache?

Zu diesem Sachverhalt schrieb eine Mitarbeiterin der Geburtshilfe des Wilhelminenspitals im Leserkommentar des erschienenen Artikels: „Im Wilhelminenspital hat keine Patientin jemals mit Maske entbinden müssen, auch nicht positiv-Getestete.“ Das Personal müsse hingegen Masken tragen. Das „Rooming in“ – der Kontakt zwischen Mutter und Kind – sei möglich, solange die Frauen gesundheitlich in der Lage seien, die Hygienevorschriften einzuhalten. „Bis heute ist bei uns kein Kind von seiner Mutter getrennt worden“, erklärte die Leserin. Bei Verdachtsfällen, also wenn Schwangere Symptome aufweisen würden, werde das Abwarten des Testergebnisses bis zum Körperkontakt empfohlen. Nach etwa 75 Minuten würde man dann „klar wissen“, ob Hygienerichtlinien einzuhalten seien oder nicht, weil die Patientin ohnehin negativ getestet wurde.

Andererseits wies die Klinikmitarbeiterin auf folgendes hin: „Die Mütter, die bis jetzt bei uns waren, haben uns teilweise gebeten, falls ihr Test positiv wäre, ihre Kinder zu betreuen, weil sie Angst hatten, sie anzustecken.“ Auch wenn das Personal selbst glaube, dass Neugeborene nur selten schwer erkranken, hätten sie jedoch „keine Ahnung, was langfristige Problem betrifft“. Sie kritisierte die Stimmungsmache und regte an, sich mehr Gedanken darüber zu machen, „wie wir unsere Mütter und Neugeborene bestmöglich betreuen können“.

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Eine stabile Gesellschaft beruht auf stabilen Familien – denn Eltern vermitteln ihren Kindern traditionelle Tugenden wie Dankbarkeit, Geduld, Ausdauer und vieles mehr. Wer die Familien zerstört, zerstört die Gesellschaft. Die hübschen Begriffe „Freiheit“, „Befreiung“ und „Liebe“ fördern jedoch untergründig die völlige Aufgabe der persönlichen moralischen Verantwortung. In den 60er Jahren hieß es „Make love, not war.“

Ein von der amerikanischen „Heritage Foundation” veröffentlichter Bericht zeigt anhand detaillierter statistischer Daten, dass die von Feministinnen so stark befürwortete Wohlfahrtspolitik in der Realität die Zahl der Ein-Mutter-Haushalten fördert. Das geht bis zur Bestrafung von Paaren, die heiraten, da sie weniger Sozialleistungen erhalten. Die Regierung hat den Vater durch die Sozialhilfe ersetzt.

Die Sozialpolitik hat Familien, die in Armut leben, nicht geholfen. Stattdessen hat sie einfach die ständig wachsende Zahl von Alleinerziehenden gefördert. Da die Kinder aus solchen Haushalten selbst armutsgefährdet sind, kommt es zu einem Teufelskreis der zunehmenden Abhängigkeit von staatlichen Beihilfen.

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