WDR-Intendant Tom Buhrow.Foto: Oliver Berg/dpa

Nach „Umweltsau“-Kritik: ARD-Vorsitzender „reformwillig“ kündigt Sparmaßnahmen an

Epoch Times20. Januar 2020 Aktualisiert: 20. Januar 2020 13:39
Die ARD kündigt Sparmaßnahmen an: "Insgesamt müssen wir uns als reformwillig und reformfähig präsentieren und entsprechend handeln", sagte der ARD-Vorsitzende und WDR-Intendant Tom Buhrow der "Süddeutschen Zeitung" (Montagsausgabe).

Der ARD-Vorsitzende und WDR-Intendant Tom Buhrow hat weitere Sparmaßnahmen für die ARD angekündigt. „Insgesamt müssen wir uns als reformwillig und reformfähig präsentieren und entsprechend handeln“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagsausgabe). Es gehe um die Frage, „wie man sich so verschlankt, dass man noch schlagkräftiger wird“.

Zugleich sieht er die Zukunft der beiden kleinsten Rundfunkanstalten, des Saarländischen Rundfunks und Radio Bremen, als gesichert.

Beide sind Nehmeranstalten im Länderfinanzausgleich. Die Intendanten hätten sich darauf geeinigt, das Problem noch im ersten Quartal des Jahres zu lösen, so Buhrow.

Buhrow räumt Ungeschick ein

Zur Diskussion um die „Umweltsau“-Satire sagte Buhrow, es sei ‚ungeschickt‘ von ihm gewesen, seinen Vater zu erwähnen. In dem Lied sang der WDR-Kinderchor zur Melodie von „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ über Klimasünden der älteren Generation.

Als Intendant Buhrow daraufhin in einer Livesendung vom Krankenbett seines Vaters aus eine Entschuldigung vortrug und der Beitrag aus der Mediathek verschwand, geriet er selbst in die Kritik.

Er verteidigte seine Haltung. Seine Überzeugung sei es, so der ARD-Vorsitzende, dass sich „der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht in eine Zitadelle zurückziehen und die Zugbrücken hochziehen kann, wenn es Signale dafür gibt, dass die Leute etwas missverstehen könnten.“

Man müsse „sorry sagen können, wenn etwas danebengeht“. Gleichzeitig kritisierte er manche Reaktionen: „Es zeigt, wie verroht die Gesellschaft ist, wie weit die Spaltung vorangeschritten ist.“ (dts)



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