Deutschland schafft Familien ab: Wie die SPD-Bundesfamilienministerin aus Vater und Mutter „Elternteil 1 und 2“ macht

Von 6. Juni 2019 Aktualisiert: 7. Juni 2019 10:19
Gender ist in. Mit „Nachdruck bekämpft“ Franziska Giffey alles, was Lesben, Schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen diskriminiert – zum Nachteil aller traditionellen Vater-Mutter-Kind-Familien.

Lesben- und Schwulenverbände, die wie Pilze aus dem Boden schießen, Jungs, die lieber Mädchen sein wollen, Gotteshäuser, die gleichgeschlechtliche Ehen segnen. Längst sind die traditionellen Familien abgeschrieben. Sie brauchen keine staatliche Unterstützung mehr. Diesen Eindruck erweckt zumindest der Plan von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD). Sie gibt laut „BZ“ die Empfehlung: „Nicht mehr „Mutter“ und „Vater“ schreiben, sondern nur noch „Elternteil 1“ und „Elternteil 2“.“

Bereits seit Anfang Mai ist das Regenbogenportal des Bundesfamilienministeriums online und somit „Informationen zu gleichgeschlechtlichen Lebensweisen und geschlechtlicher Vielfalt“ frei zugänglich.

Besonders lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Personen sollen hier Unterstützung finden“, heißt es im Regenbogenportal.

Dabei ist es der Bundesfamilienministerin insbesondere wichtig, nicht nur Betroffene, sondern auch Familien und Bekannte anzusprechen. Dafür wurde die Seite auf deutsch, englisch, spanisch, türkisch und arabisch geschaltet. Schließlich hätten wir alle mit Menschen zu tun, deren „Geschlecht oder sexuelle Orientierung sich von der unsrigen unterscheidet“. Das sei „normal“ und in einer „demokratischen Gesellschaft sollten wir uns dafür einsetzen, dass jeder Mensch selbstbestimmt leben und sich entwickeln und frei entfalten darf.“

Frei entfalten darf sich ab sofort jeder, der nicht dem Ansatz einer traditionellen, natürlichen Familie entspricht. Denn was in jahrhundertlanger Tradition ein Inbegriff von Liebe, Fürsorge, Verbundenheit und Nähe war, wird jetzt wegrationalisiert. Die Empfehlung des Ministeriums lautet, dass man nicht mehr die Begriffe „Mutter“ und „Vater“ schreibe, sondern stattdessen „Elternteil 1“ und „Elternteil 2“, so „BZ“. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass gleichgeschlechtliche Elternpaare sich benachteiligt fühlen würden, wenn sie ein Formular ausfüllen müssten, auf dem die Angaben in Vater und Mutter unterteilt werden.

„Es geht um die Abschaffung von Ehe und Familie“

Kritik gibt es laut „idea“ aus christlichen Kreisen. Nach Auffassung der christlichen Initiative „Kinder in Gefahr“ der Deutschen Vereinigung für eine Christliche Kultur gehe es „um die Abschaffung von Mann und Frau, von Ehe und Familie und auch um die Abschaffung von Vater und Mutter“, erklärte der Leiter der Initiative, der katholische Publizist und Lebensrechtler Mathias von Gersdorff (Frankfurt am Main), auf der Internetseite der Organisation. Der Vorstoß mache deutlich, dass das Ministerium in den vergangenen Jahren „immer mehr in eine Behörde für die Durchsetzung linker Gesellschaftspolitik umfunktioniert“ worden sei.

Der sexuelle Wandel in der Bildung

Hinter dem scheinbar formellen Akt liegt ein ganzer Umwandlungs- und Umstrukturierungsprozess, der bis ins kleinste Detail geplant ist. Während die frühere Generation noch auf das „Dr. Sommer-Team“ in der Jugendzeitschrift „BRAVO“ vertraute und sich dort heimlich Informationen zum Tabu-Thema Sex holte, wird heute über die sexuelle Orientierung von Jugendlichen auf der Seite des Bundesfamilienministeriums aus dem Nähkästchen geplaudert. Es wird dort angeregt, die eigene sexuelle Orientierung zu entdecken.

Hier einige Beispiele der Lektüre, die auf dem Regenbogenportal von der Bundesfamilienministerin für unsere Kleinsten empfohlen wird:

„Prinzessin Hannibal“: Das Bilderbuch „zeigt den kleinen Prinzen Hannibal Hippolyth Hyazinth, wie er versucht herauszufinden, wie man eine Prinzessin wird. So stellt der Roman auch traditionelle Rollenbilder in Frage.“

„Joscha & Mischa, diese zwei: Die andere Bärengeschichte“: Das Bilderbuch „führt Kinder an das Thema Homosexualität und Vielfalt im Allgemeinen heran“.

„Jil ist anders“: In diesem Bilderbuch wird „Kindern ab vier Jahren altersgerecht vermittelt, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt und dass damit auch alles in Ordnung ist“.

Sexuelle Entdeckungsreisen in Kitas

Wissen Eltern eigentlich, was mit ihren Kindern in den Kitas geschieht? Bereits in Kindergärten ermuntern auch von Ministerien empfohlene Aufklärungsbücher die Kinder zu sexuellen Entdeckungsreisen. Kinder werden ermutigt, sich gegenseitig an Genitalien zu stimulieren oder zu untersuchen. Was früher im stillen Kämmerlein im elterlichen Heim praktiziert wurde, wird heute vor den Augen der Erzieherinnen und Erzieher verübt – in den speziell dafür eingerichteten Kuschelecken.

Im „kita-fuchs“ – einem „Kreativportal für pädagogische Fachkräfte“ – heißt es beispielsweise

Jedoch wird sexuelle Bildung in Kitas bisher nur zögerlich umgesetzt. Der Schutz der Kinder ist wichtig, doch im Sinne der Kinderrechte gehört die Entwicklung von sexueller Selbstbestimmung im Kindesalter dazu, die Entwicklung des Selbst durch Eigensinn und Grenzerfahrung.“

In der Regenbogenstadt Mainz ist dieser Alltag schon längst Normalität, denn „Doktorspiele“ seien „schön“. Esther Burg, Leiterin der Kita Neustadtzentrum im Mainz sagte der „Allgemeinen Zeitung“:

Wir wollen doch, dass unsere Kinder gesund aufwachsen zu einem Erwachsenen, der im Leben zurechtkommt. Sexualität gehört dazu.“

Schließlich sei der Mensch vom ersten Tag an ein sexuelles Wesen und Kinder müssten dabei unterstützt werden, die eigene Identität zu entwickeln. Und dass es im gegenseitigen Umgang klare Regeln gibt, das würde den Kindern beigebracht. So heißt nein auch nein. Und es würden keine Gegenstände in Körperöffnungen gesteckt – weder in Nase oder Ohr, noch in Po oder Scheide.

Wir ermutigen die Kinder, ihre Grenzen zu finden, zu setzen und sich, wenn nötig, auch bei uns Hilfe zu holen“, betont die Kita-Leiterin.

Dass die „Sexualität weit vor der Pubertät“ beginnt, kann zumindest dieser Kita-Leiterin nicht vorgeworfen werden. Denn sie folgt dem sexualpädagogischen Konzept, das sich an der Bildungs- und Erziehungsempfehlung des Landes Rheinland-Pfalz und den Rahmenkonzeptionen der Stadt Mainz orientiert. Dieses gilt übrigens für alle 53 Kitas der Stadt.

Gender-Bildung in den Schulen

Was mit frühkindlicher Sexualerziehung in den Kindergärten beginnt, setzt sich als Gender-Bildung in den Schulen fort. Dank Bildungsmaterialien, die über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt aufklären, sollen nach dem Willen der Bundesfamilienministerin „stereotypisierende Geschlechter und Geschlechterrollen“ zukünftig in den Schulen aus der Bildung weichen. Schließlich sind trans- und intergeschlechtliche Menschen bislang gar nicht im Lehrmaterial aufgeführt. So heißt es im „Regenbogenportal“ des Bundesfamilienministeriums:

Das wichtigste Ziel LSBTIQ-inklusiver Bildungsmaterialien sollte es sein, Homo-, Bi-, Trans- und Interfeindlichkeit zu bekämpfen, Stereotype zu hinterfragen und Diskriminierungen abzubauen. Dementsprechend sind zum Beispiel Bildungsmaterialien, die Transgeschlechtlichkeit pathologisieren, keine guten Materialien und sollten nicht verwendet werden.“

Und um die Kinder besser aufzuklären und zu informieren, wird eine „diskriminierungsfreie Lernatmosphäre“ erzeugt. So könnten die Lehrer laut „BZ“ Poster über sexuelle Vielfalt aufhängen und „Bücher mit lesbischen, schwulen und bisexuellen Charakteren für die Schulbibliothek anschaffen“.

Die Darstellung von Sex und Sexualität spielt in Bildungsmaterialien eine wichtige Rolle. Dabei werden unter anderem lsbtiq Menschen ausgegrenzt, wenn Sex dargestellt wird, als wäre er nur dazu da, um Kinder zu zeugen,“ lautet die Empfehlung auf dem Regenbogenportal.

Und so macht auch die Schulanwesenheitspflicht, die es übrigens so nur in Deutschland gibt,  auch wieder Sinn. Kein Kind kann der Genderpolitik entkommen. Alle haben etwas davon, wenn die neue Weisheit vermittelt wird, dass Sex nicht dazu da ist, Kinder zu zeugen.

Bundesfamilienministerium hat Thema verfehlt!

Dass das SPD-geführte Bundesfamilienministerium nicht mehr traditionelle Familien unterstützt, das sieht auch Rolf Weigand, wissenschaftspolitischer Sprecher der sächsischen AfD. Er sagt dazu:

Ganz davon abgesehen, dass es Aufgabe eines Familienministeriums ist, Familien zu unterstützen und zu entlasten und nicht Lehrer mit ideologischem Schabernack zu bevormunden, zeigt diese unverhohlen zum Ausdruck gebrachte Feindseligkeit gegenüber klassischen Familien, dass es sich diese Regierung scheinbar zur Hauptaufgabe gemacht hat, normale Mutter-Vater-Kind-Strukturen zu zerstören. Zudem sind Bildung und Lehrer Angelegenheit der Länder und nicht einer Bundesministerin.“

Systematisch würde daran gearbeitet, Minderheiteninteressen über die Interessen der Hauptbevölkerung zu stellen. Das bedeute „nichts anderes als Diskriminierung von Müttern und Vätern, die diese historisch und natürlich gewachsenen Rollen ausfüllen wollen.“

Für diese Minderheiteninteressen hat die Bundesfamilienminsterin bereits am 17. Mai anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo- und Transphopie (IDAHOT+) eine Erklärung für Deutschland unterzeichnet. Mit ihrer Unterschrift setzt sich die SPD-Politikerin für „ein verstärktes Engagement der EU und europäischer Institutionen bei der Bekämpfung von Diskriminierung lesbischer, schwuler, bisexueller, trans- und intergeschlechtlicher Menschen (LSBTI*) ein. Auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene sollen alle notwendigen Maßnahmen dazu ergriffen werden, heißt es in der Erklärung. Dafür sollen die notwendigen finanziellen und personellen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Die Anstrengungen der Staaten zur LSBTI*-Anti-Diskriminierungspolitik sollen mit Nachdruck fortgesetzt werden“.

In Frankreich jedenfalls werden die Begriffe Elternteil 1 und Elternteil 2 mit dem Schuljahr 2019/2020 übernommen. Und Frankreich hat auch noch eine weitere „Errungenschaft“ eingeführt: Die Vorschule beginnt in diesem Schuljahr bereits mit drei Jahren. Dann werden die Knirpse in 24 Wochenstunden auf die Grundschule vorbereitet, so „Süddeutsche Zeitung“ – für ein „soziales Miteinander“. (sua)

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