Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer.
Corona-Impfstoff von BioNTech/Pfizer.Foto: PASCAL GUYOT/AFP via Getty Images

BioNTech stolpert über die eigenen Zahlen

Von 14. März 2022 Aktualisiert: 15. März 2022 15:12
Die Zulassungsstudien von BioNTech und Pfizer widerlegen das Impfnarrativ. Vergleicht man die Daten aus 2020 und 2021, sind doppelt Geimpfte, aber auch Geboosterte, heute weniger geschützt als Ungeimpfte vor einem Jahr.

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Die Firma BioNTech SE wurde im Jahr 2008 gegründet und hat ihren Sitz in Mainz „An der Goldgrube 12“. Der rasante Aufstieg des auf Immuntherapien fokussierten Unternehmens begann im Jahr 2019 mit dem Einstieg der Bill & Melinda Gates Stiftung. Auch die Kooperation mit dem Pharma-Riesen Pfizer sollte sich bald auszahlen.

So konnte BioNTech im Oktober 2019 seine Aufnahme in die US-Technologiebörse Nasdaq feiern. Trotz starker Partner verzeichnete BioNTech SE noch einen Konzernverlust von 179,1 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2019. Doch SARS-CoV-2 sollte im Jahr 2020 für BioNTech die finanzielle Wende einläuten.

BioNTech warf sich mit Lichtgeschwindigkeit in die Entwicklung eines mRNA-Impfstoffs gegen COVID-19, nachdem die Gates Stiftung im Jahr 2019 das Augenmerk der Mainzer Firma auf die Behandlung von Infektionskrankheiten gelenkt hatte.

Krankheitsverläufe nach BioNTech-Impfung insgesamt seltener, aber häufiger schwer

Die klinischen Studien der Phase 3 des Produktkandidaten BNT162b2 (Cormirnaty) wurden im New England Journal of Medcine am 31. Dezember 2020 veröffentlicht.¹ Die Studie sei mit 43.448 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt worden. Hiervon seien 21.720 mit dem Impfstoff und 21.728 mit einem Placebo behandelt worden, wobei die Beschaffenheit dieses Placebos bislang unbekannt ist.

Von den Teilnehmern der Studie bekamen 8 in der Impfgruppe und 162 in der Placebo-Gruppe in einem Abstand von 7 Tagen bis zu zweieinhalb Monaten COVID-19-Symptome und ein positives Testergebnis, waren also symptomatisch positiv. Asymptomatische Fälle wurden weder erfasst noch in den Studienergebnissen erwähnt.

Die registrierten Fälle entsprechen einer Erkrankungswahrscheinlichkeit von 0,04 Prozent bei den Geimpften und 0,75 Prozent bei den nicht Geimpften. Lediglich aus diesen Zahlen, dem Anteil der Erkrankten in beiden Gruppen, wurde eine 95-prozentige relative Impfeffektivität abgeleitet. – Indes unerwähnt blieb die Tatsache, dass auch in der Placebo-Gruppe weniger als einer von 100 Teilnehmern überhaupt erkrankte.

Nach der ersten Impfdosis erkrankten 10 Personen schwer an COVID-19, davon eine Person in der Impfstoff-Gruppe. Dies spräche zunächst für die Impfeffektivität. Setzt man jedoch die schwer an COVID-19 Erkrankten ins Verhältnis zu den insgesamt Erkrankten in den jeweiligen Gruppen, ergibt sich ein anderes Bild.

Während in der Gruppe der mit einem Placebo Behandelten die Quote der schwer Erkrankten bei 5,6 Prozent (9 schwere Verläufe von 162 Fällen) lag, betrug sie in der Impfstoff-Gruppe 12,5 Prozent (1 von 8), war also mehr als doppelt so hoch. Dennoch wurde der breiten Öffentlichkeit immer wieder vermittelt, dass die doppelt Geimpften zwar erkranken können, die Erkrankungen dann aber weniger häufig schwerwiegend verlaufen würden. Genau dieses Narrativ wurde bereits zu diesem frühen Zeitpunkt durch die eigenen Studien von BioNTech widerlegt.

Zweimal 95 Prozent Wirksamkeit … aber wie lange?

Im Jahr 2021 war BioNTech nun angetreten, auch die Vorteile der Booster-Impfung – gegenüber der jeweils aktuellen Mutation – nachzuweisen. Hierzu führte man wiederum eine Studie durch. Mehr als 10.000 Probanden nahmen teil. Die Ergebnisse wurden mit Datum 21. Oktober 2021 auf der Firmenwebsite von BioNTech veröffentlicht.² Von den Teilnehmern bekam etwa die Hälfte die Booster-Impfung mit BNT162b2 und die andere Hälfte ein Placebo gespritzt.

Wie angesichts der ersten Studie erwartet worden war, lag die Erkrankungshäufigkeit für COVID-19 bei den „nur“ doppelt Geimpften deutlich höher als bei den dreimal Geimpften (109 Fälle gegenüber 5 Fällen). Der Abstand zur zweiten Impfung lag im Median bei 11 Monaten. Wieder kommt BioNTech im Ergebnis seiner Studie zu einer relativen Wirksamkeit des Impfstoffs BNT162b2 von 95 Prozent.

Bei diesen Zahlen lohnt es sich jedoch genauer hinzuschauen, denn bis heute ist nicht bekannt, wie lange eine Corona-Impfung schützt: Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) schreibt dazu auf ihrer Website:

„Derzeit ist nicht bekannt, wie lange der Schutz durch Comirnaty anhält. Die Studienteilnehmer werden noch weitere 2 Jahre beobachtet, damit weitere Erkenntnisse über die Dauer der Schutzwirkung gewonnen werden können.“³

Je öfter geimpft, desto schlechter das Immunsystem?

Erkrankten die doppelt Geimpften in der Zulassungsstudie aus dem Jahr 2020 mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,04 Prozent (8 von 21.720), stieg binnen etwa 11 Monaten die Erkrankungswahrscheinlichkeit der nun „nur“ doppelt Geimpften auf 2,18 Prozent (109 von 5.000). Dies bedeutet erschreckenderweise eine Erhöhung auf das 55-Fache oder 5.450 Prozent.

Erweitert man den Vergleich um die Ungeimpften aus der ersten Studie, wird die Sache noch absurder. Die Häufigkeit der COVID-19-Erkrankungen lag bei den doppelt Geimpften 2021 etwa dreimal so hoch wie bei den nicht Geimpften 2020. Letztere erkrankten (Test + Symptome) in der ursprünglichen Studie zu 0,75 Prozent (162 von 21.728).

Das bedeutet, dass sich mit der Impfung innerhalb eines knappen Jahres die Erkrankungshäufigkeit nicht nur dramatisch erhöht hatte, sondern selbst der scheinbare Vorteil gegenüber den damals Ungeimpften plötzlich sich ins Gegenteil verkehrt hatte. Mit anderen Worten, ein Jahr nach der Impfung waren die Teilnehmer schlechter geschützt als ohne Impfung.

Und selbst bei den jeweils frisch Geimpften ergibt sich gegenüber 2020 eine signifikante Erhöhung der Erkrankungshäufigkeit für COVID-19. Während doppelt Geimpfte 2020 zu 0,04 Prozent erkrankten, waren es bei Geboosterten 2021 bereits 0,1 Prozent. Damit liegt der Wert beim Zweieinhalbfachen. Inwiefern diese Erhöhungen auf die Eigenschaften der jeweils vorherrschenden Varianten zurückzuführen sind, bleibt offen. BioNTech und Pfizer äußerten sich diesbezüglich nicht.

Sollten die Impfungen dazu bestimmt gewesen sein, das Risiko für Ansteckungen oder schwere Verläufe bei COVID-19-Erkrankungen signifikant zu verringern, so ist laut der eigenen Studien von BioNTech das Gegenteil der Fall.

BioNTech und Pfizer in Erklärungsnot

Auch nach knapp zwei Jahren Corona-Krise und einem Jahr intensiver Impfkampagne bleiben viele wichtige Fragen ungeklärt:

Warum hat BioNTech die Anzahl der schweren Krankheitsverläufe in der Booster-Studie 2021 überhaupt nicht untersucht?

Warum gab es in der Booster-Studie 2021 keine Vergleichsgruppe mit komplett Ungeimpften?

Angesichts der deutlich gestiegenen Erkrankungshäufigkeiten bei doppelt Geimpften gegenüber 2020 und den vielfältigen, an die EMA gemeldeten Verdachtsfällen zu unerwünschten Impfnebenwirkungen stellt sich auch die Frage, welchen Einfluss die Comirnaty-Impfungen eigentlich auf das körpereigene Immunsystem haben.

Wieso ist sicher, dass bei den beiden Todesfällen in der ersten Studie aus 2020 auf der Seite der Impfstoff-Gruppe bei den Todesursachen „Arteriosklerose“ und „Herzstillstand“ kein Zusammenhang mit den davor erfolgten Comirnaty-Impfungen bestand?

Wie war eigentlich der verwendete Placebo-Impfstoff zusammengesetzt? – Immerhin starben vier Probanden im Laufe der ersten Studie, davon zwei an einer unbekannten Ursache.

Warum wollen BioNTech und Pfizer die große Mehrheit ihrer mehr als 500.000 Seiten Unterlagen der Impfstudien mehrere Jahrzehnte geheim halten?

Und, wenn die Impfstoffe so sicher sind, wie angegeben, warum übernimmt das Unternehmen keine Haftung?

Quellen

(1) Pfizer/BioNTech (2020); doi.org/10.1056/NEJMoa2034577

(2) BioNTech (2021); investors.biontech.de/de/node/10861/pdf

(3) EMA (2020); ema.europa.eu/en/documents/overview/comirnaty-epar-medicine-overview_de.pdf (aktualisiert im November 2021, zuletzt aufgerufen 28. Februar 2022)

Über den Autor:

Georg Jäger ist Anwalt und schreibt hier unter Pseudonym.

Dieser Artikel erschien zuerst in der Epoch Times Wochenzeitung, Ausgabe Nr. 34, vom 05. März 2022.

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.


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