Dr. Markus Krall: Freiheit oder Untergang – Das ist hier die Frage!

Von 10. September 2020 Aktualisiert: 10. September 2020 19:37
Im Erfurter "Kaisersaal" hielt Bestsellerautor und Finanzexperte Dr. Markus Krall am 5. September einen Vortrag über "Freiheit oder Untergang" vor 300 Gästen der "Schwarmintelligenz", einem Verein des bekannten Journalisten Klaus Kelle. Mit freundlicher Genehmigung des Autors veröffentlichen wir den gesamten Text seiner Rede, dokumentiert im VIDEO .

Liebe Schwarmintelligenz, verehrte Mitbürger, Widerborstige, Querköpfe und Querdenker.

Deutschland 2020

Draußen sitzt die Antifa mit ihren Schergen,
sie haben nur Lautstärke zu bieten,
ein Haufen von geistigen Zwergen,
eine Ansammlung grölender Nieten.

Sie nennen sich Antifaschisten,
doch das Schwingen der Fäuste und Messer,
erweist sie als wahre Tschekisten,
das Nazi-Sein können die besser.

Derweil fährt die Politik ihr Narrenschiff,
das Riff gräbt sich schon in die Planken,
die denken, sie hätten noch alles im Griff,
Das sei nur der Ischias, das Schwanken.

Wer nachdenkt und mahnt, ist ein Rechter,
ein Covidiot, ein Leugner, ein Aluhut,
Ein Opfer von Spott und Gelächter,
Ein Bösewicht, ein Nazi, ein Tunichtgut.

Dies Schiff, das ist nicht mehr zu retten,
die Opfer an Deck aber schon,
sprengt jetzt eure unrechten Ketten,
denn Freiheit schwimmt gegen den Strom.

Wie schon im letzten Jahr in Berlin ist es mir auch heute wieder eine Ehre, zu Ihnen sprechen zu dürfen. Wenn wir uns ein Jahr zurückerinnern, dann kommt es uns so vor, als wären wir damals auf einem anderen, immer noch besseren Planeten gewesen.

Die damals geäußerten Befürchtungen über die Erosion unserer Freiheit durch die Mächtigen, die 2019 noch an Verschwörungstheorien grenzten, sind von der Realität in nachgerade atemberaubendem Tempo überholt worden.

Dass die politische Klasse nach dem Motto „Gelegenheit macht Diebe“ die selbst fabrizierte Corona-Krise zur beschleunigten Erosion unserer Freiheits- und Bürgerrechte nutzt, kann nur denjenigen überraschen, der sich die letzten Jahre von sozialistischen Staatsfernsehen systematisch und unkritisch hat einlullen lassen.

Cicero sagte: Der Geschmack der Freiheit ist um so köstlicher, da wir uns noch an den Geschmack der Tyrannei erinnern. Und der bittere Vorgeschmack der aus den Tiefen aufsteigenden Tyrannei liegt uns nicht nur in Deutschland allenthalben auf der Zunge.

Es ist den Menschen in diesem Lande in ihrer überwiegenden Mehrheit aber noch nicht klar, dass der Verlust dieser Freiheit, die zu erahnen sie beginnen, nicht die Folge eines Virus ist. Ein Virus, das mit einer Sterblichkeit von 0,1% laut aktuellsten Studien nicht einmal entfernt an die Letalität einer normalen Grippe heranreicht und dessen aufgeblähte Todeszahlen in den USA diese Woche vom CDC von fast 200.000 auf 6.000 reduziert worden sind, weil die anderen in Wahrheit an einer anderen Ursache verstorben sind.

Der Verlust der Freiheit ist die logische Folge ihrer sich beschleunigenden Erosion die sich über Jahre, ja Jahrzehnte hingezogen hat und an die sich die Menschen im Namen der vermeintlichen Sicherheit gewöhnt haben.

Die Preisgabe der Freiheit geschah aber nicht allein im Namen der Sicherheit, sondern sie kristallisiert sich als Ergebnis des Appels an die niederen Instinkte einer ich-bezogenen und im Geiste des Egoismus aufgewachsenen Mehrheit in diesem Land.

Unsere Vorväter hatten erkannt, dass es die 10 Gebote Gottes gibt, deren Verletzung Sünde konstituiert. Aber sie haben auch eine Metaebene der Sünde aufgedeckt, nämlich das Ausleben von Neigungen, die unweigerlich in dem Brechen dieser Gebote mündet. Sie erkannten eine ihr zugrunde liegende Geisteshaltung, ein Begehren, welches den Motor der Verführung darstellt.

Diese Geisteshaltung fassten sie zusammen in den sieben Todsünden: Wollust, Neid, Gier, Völlerei, Trägheit, Zorn und Hochmut.

Die in den sieben Todsünden zum Ausdruck kommende Geisteshaltung ist zugleich der Todfeind der Freiheit, weil sie Freiheit und Verantwortung entkoppelt und Motor des Untergangs wird, denn ihre gesellschaftspolitische Realisierung mündet zwingend in eine Ordnung der Gewalt.

Diese Gewalt ist schon da, das Volk hat sich langsam und unmerklich an sie gewöhnt. Zu Beginn ist diese Gewalt struktureller Natur, sie wird verborgen, findet hinter verschlossenen Türen statt, die es der Masse des Volkes erlauben, wegzusehen. Aber das Raubtier Gewalt lässt sich nicht in einen Zwinger aus Watte und Schokolade einsperren. Es bricht vorhersehbar hervor und richtet seine Brutalität gegen die Schlafschafe, die noch Minuten zuvor ganz sicher waren, dass es nur den anderen trifft, den, welchen wir durch Mehrheitsbeschluss stigmatisiert und entmenschlicht haben.

Die Gewalt richtet sich in diesem Stadium des gesellschaftlichen Verfalls vorzugsweise gegen die Schwächsten und Wehrlosesten einer Gesellschaft, die am Beginn und am Ende des Lebens Stehenden. Die Verrohung der Masse erfolgt schleichend. Die Beseitigung von Menschen im Namen des Hedonismus funktioniert mit industrieller Effizienz. Doch täusche sich niemand: Das Raubtier richtet sich schon sehr bald auch gegen alle anderen, die sich sicher vor ihm wähnten. Welche Wirkmechanismen sind dabei am Werk?

Man kann es zusammenfassen in dem Satz: Die sieben Todsünden sind nichts anderes als die sieben Tugenden des Sozialismus.

Die Wollust steht für die von der sozialistischen Frankfurter Schule zur Zerstörung der Familie propagierte Pornographisierung der Gesellschaft. Sie ist nicht nur in jedes Haus vorgedrungen, nein, sie hat sich in Kinderzimmern und sogar Kindergärten breitgemacht. Sie ist das Instrument der Abstumpfung gegen den Missbrauch der Wehrlosen, der Schleichpfad auf dem die Forderungen nach Legalisierung des Kindesmissbrauchs vorgetragen und ihrer Tolerierung der Weg geebnet wird.

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Der Neid ist der Motor der gleichmacherischen Ideologie schlechthin. Es ist dies nicht der produktive, anerkennende Neid, der in uns den Wunsch weckt, durch Leistung einen Lebensstandard zu erreichen, den andere uns vorleben. Nein, es ist dies der Neid, der es lieber hinnimmt, dass alle ärmer sind, wenn dadurch nur der Nachbar nicht mehr hat als wir selbst. Es ist die Sünde der Gesellschaft, die den Fortschritt durch Fleiß und Arbeit ersetzt durch die bürokratische, auf Befehl und Gehorsam und damit Gewalt beruhende Gleichverteilung der Armut und des Elends.

Die Gier ist die am meisten missverstandene aller sozialistischen Tugenden. Die wahre Gier ist nicht der Drang nach mehr Wohlstand durch Arbeit, Fleiß, Unternehmertum und Erfindergeist. Die wahre Gier ist der Wille, sich den Reichtum, die Früchte der Arbeit anderer anzueignen. Sie ist die aus dem Neid abgeleitete Entschlossenheit zum Raub. Der Hauptkomplize dieser Gier ist der Steuerstaat.

Die Völlerei konkretisiert sich im sozialistisch-machtpolitischen Konzept „Brot und Spiele“. Es ist die sinn- und geistlose Konsumhaltung, der Konsumterror mit gedrucktem Helikoptergeld, der als Scheinwissenschaft verbrämte Glaube an die Nachfrage und damit den Konsum, den uns der Keynesianismus, dieses Sprungbrett aus der Marktwirtschaft in die Planwirtschaft lehren möchte. Sein Fetisch Nachfrage ist das Goldene Kalb, um das die Protagonisten des Verfalls ihren närrischen Tanz aufführen.

Niemals frisst der Mensch so haltlos in sich hinein, wie am freien, scheinbar kostenlosen, weil von anderen bezahlten Buffet. Das ganz große kalte Buffet ist unser Sozialstaat, der es den Leistungsträgern wegnimmt und bei der Verteilungsorgie des Buffets die wirklich Bedürftigen übergeht. Wie sonst könnte man es sich erklären, dass bei einem Sozialbudget von einer Billion Euro alte Menschen Flaschen sammeln müssen.

Damit kommen wir zur Trägheit. Sie ist ein anderes Wort für Faulheit und wir finden ihr sozialistisch-planwirtschaftliches Pendant im leistungslosen Einkommen, neuerdings propagiert unter dem schönen neuen Begriff vom „bedingungslosen Grundeinkommen“, einer neuartigen Bedienungsanleitung zum Nichtstun. Nicht umsonst sagte man früher: Müßiggang ist aller Laster Anfang. Die Faulen sollten sich aber nicht täuschen: Der Preis dieser ganz speziellen sozialistischen Tugend ist nach dem Kippen des weichen, im Schafspelz der Fürsorge daherkommenden und sich demokratisch gerierenden Sozialismus das stalinistische Arbeitslager.

Der Zorn ist das Vehikel der Jacobinischen Revolution. Die Zerstörung aller Werte, das Wegschlagen der emotionalen, religiösen, familiären und sinnerfüllenden tragenden Säulen eines bürgerlichen Lebens hinterlässt eine Leere in den Menschen, die nur mit Konsum und Zorn gefüllt werden kann. Der Zorn ist das schlagartige Ergebnis der auch nur verzögerten Erfüllung konsumtiver Wünsche. Für diese Frustration einer auf niedrigste Frustrationsschwellen trainierten Plebs werden dann Schuldige gesucht, angeboten und gefunden. Üblicherweise sind das die Leistungsträger, die Unternehmer, der anonyme Markt, der natürlich bei der Erfüllung unserer Wünsche versagt hat, wahlweise ein böser Mensch im Ausland auf den wir alle Schuld der Welt projizieren können.

Der Zorn ist das Vehikel der stalinistischen Machtergreifung. Er ebnet dem Mord und dem Raub den Weg.

Bleibt noch der Hochmut. Er kommt bekanntlich vor dem Fall. Der Hochmut ist der äußere Ausdruck der Weigerung zu lernen. Denn: Das haben wir nicht mehr nötig. Wir wissen doch schon alles. Wir haben die Druckerpresse und die Feuerkraft unserer Rechenmaschinen. Wir fühlen uns also perfekt vorbereitet auf die Anmaßung des Wissens, die wir als Begründung heranziehen müssen, um in das Leben von Millionen Menschen bürokratisch-diktatorisch einzugreifen. Wir brauchen keinen Versuch und Irrtum, wir brauchen keine schöpferische Zerstörung, wir zombifizieren uns lieber.

Diese sieben Todsünden beherrschen unserer Gesellschaft. Sie sind, wie Schafarewitsch und andere erkannt hatten, der Ausfluss des Dämonischen, das auf unseren Untergang hinarbeitet.

Es stellt sich die Frage: Wenn unser Problem so metaphysischer Natur ist, warum befassen wir uns dann so obsessiv mit den Fragen der Ökonomie?

Die Antwort ist einfach. Ausgerechnet die mit Religion ja eigentlich nichts am Hut habende Objektivistin Ayn Rand hat dafür eine Antwort von bestechender Schönheit geliefert, als sie schrieb:

„Geld ist das Barometer der Moral einer Gesellschaft. Wenn Sie sehen, dass Geschäfte nicht mehr freiwillig abgeschlossen werden, sondern unter Zwang, dass man, um produzieren zu können, die Genehmigung von Leuten braucht, die nichts produzieren, dass das Geld denen zufließt, die nicht mit Gütern, sondern mit Vergünstigungen handeln, dass Menschen durch Bestechung und Beziehungen reich werden, nicht durch Arbeit, dass die Gesetze Sie nicht vor diesen Leuten schützen, sondern diese Leute vor Ihnen, dass Korruption belohnt und Ehrlichkeit bestraft wird, dann wissen Sie, dass Ihre Gesellschaft vor dem Untergang steht.“

Die Wirtschaft ist das Brennglas unserer Gesellschaft, weil wir unser Leben in Freiheit oder Knechtschaft nach ökonomischen Grundsätzen gestalten. Die wirtschaftliche Ordnung gibt die Rahmenbedingungen unseres Handelns vor. Sie oktroyiert uns auch eine Moral auf. Diese Moral ist in der freien Gesellschaft gut, in der sozialistischen Gesellschaft hingegen schlecht und das ist sie nicht trotz, sondern wegen der hypermoralisierenden Attitüde der sozialistischen Gutmenschen.

Lassen Sie mich das an einem einfachen Beispiel erläutern, welches deutlich macht, welche Handlungsweisen wir annehmen in Abhängigkeit von der uns aufgezwungenen oder eben nicht aufgezwungenen, sondern frei gewählten Ordnung der Wirtschaft.

Wenn sie über die Unterschiede von Markt und Plan nachdenken, dann müssen wir uns vergegenwärtigen, dass uns nur eine begrenzte Anzahl von Mechanismen zur Verfügung stehen, um Güter an Menschen zu bringen. Man nennt das Güterallokation. Es gibt davon nur vier.

Die erste Form der Güterallokation ist der Markt. Der Markt ist entgegen den marxistisch-sozialistischen Verschwörungstheorien kein anonymes Monster, das darauf lauert, Arbeiter, Bauern und kleine salonkommunistische Theologen zum Frühstück zu verschlingen. Er sagt nur etwas ganz Einfaches aus: Wenn Sie und ich etwas tauschen wollen, dann können wir beide das tun, wann und wo und zu welchem Preis wir das wollen, ohne dass uns jemand dareinredet. Wenn Sie also zum Bäcker gehen und der Ihnen einen Laib Brot für drei Euro verkauft, dann führen Sie beide diese Transaktion aus freiem Willen durch, weil es für Sie beide von Vorteil ist. Wenn die Frau Kanzler ihnen dabei nicht in den Arm fallen darf, dann liegt Markt vor. Das ist schon alles. Wer das verstanden hat, weiß, wie der Markt funktioniert.

Kommen wir zur zweiten Form der Güterallokation, der Bürokratie. Wenn jemand mit dem Ergebnis des Marktes nicht einverstanden ist, meistens aus eigennützigen Gründen, dann wird er die Moral als Waffe ins Feld führen und Ihnen sagen, dass bei ihrem Brotkauf Ausbeutung im Spiel war. Er wird dann eine Zwangsmaßnahme fordern und einführen, die es Ihnen und dem Bäcker unmöglich macht, den Laib Brot zu dem Preis zu tauschen, der Ihnen beiden gerade noch wechselseitig vorteilhaft erschien. Das kann in zwei Richtungen gehen: Entweder findet er den Brotpreis zu hoch („Die Leute können sich kein Brot mehr leisten“) oder zu niedrig („Aldi betreibt Preisdumping gegenüber dem Bäcker“).

Nehmen wir den in der Geschichte häufigeren Fall, dass jemand mit der Macht von Schergen und Waffen den Preis zu hoch findet, so wie jüngst die Bundesregierung bei den Mieten. Er wird ihnen einen Preis vorschreiben, zum Beispiel zwei Euro. Das Problem: Der niedrigere Preis gibt ein falsches Signal an die Produzenten von Brot, nämlich dass Brot nicht so knapp ist, wie gedacht, sonst wäre es ja nicht so billig. Infolgedessen sinkt die Produktion von Weizen und von Brot und die Knappheit wird größer, nicht kleiner.

Unser schlauer Bürokrat hat damit nicht gerechnet, aber der neue Gleichgewichtspreis, der sich dann auf einem freien Markt einstellen würde, beträgt dann eher vier Euro, als zwei oder drei und da die Nachfrage nach Brot aufgrund seiner Eigenschaft, die Leute am Leben zu erhalten, relativ starr ist, passieren zwei Dinge: Es bildet sich ein – unterdrückter und verfolgter – Schwarzmarkt. Dort findet unser Bürokrat dann die Sündenböcke für die Folgen seiner arroganten und anmaßenden Politik. Und es bildet sich ein neuer Mechanismus der Güterallokation heraus.

Damit kommen wir zum dritten möglichen Weg, Güter an Menschen zu bringen: Es ist das Schlange stehen. Diese Schlange bildet sich vor den Lebensmittelausgabestellen, die zur Verwaltung des Mangels von den Mächtigen eingerichtet werden oder die sich spontan bilden, wenn zum staatsbürokratisch verordneten Preis nicht mehr ausreichend produziert wird, um die Nachfrage zu decken. Es ist dies die Schlange, die im Laufe der Zeit immer länger wird, weil Menschen, die in ihr auf Zuteilung warten, nichts produzieren können und so die Knappheit immer größer wird. In der DDR 1.0 haben sich die Menschen in jede Schlange eingereiht, die sie gesehen haben, auch wenn sie gar nicht wussten, was es an ihrem Ende gab. Sie wussten aber: Es ist irgendwas Knappes, was anderweitig nicht oder nur schwer zu beschaffen war.

Dies ist übrigens üblicherweise der Moment, wo die Schergen des bürokratischen Regimes die Maske ihres Gutmenschentums fallen lassen und anfangen, den Laden mit Zwang und Gewalt, Überwachung, Verhaftungen und Verfolgung Andersdenkender zusammenzuhalten.

Während diese Schlange immer länger wird, fällt die Produktion von Brot – und allen anderen Gütern – immer weiter und der Brotpreis in Form von Wartezeit steigt in einer speziellen Form der Inflation immer weiter an. Das tut er so lange, bis die Knappheit ein Niveau erreicht hat, bei dem das Schlangestehen keine funktionierende Überlebensstrategie für die Menschen mehr darstellt. Wenn dieser Punkt erreicht ist, dann findet die Gesellschaft den Übergang zum vierten und letzten Allokationsmechanismus.

Dieser vierte Allokationsmechanismus ist die Gewalt. Sie ist das zwingende und unausweichliche Ergebnis des manipulativen Willens der Mächtigen, die Ergebnisse des freien Tausches und Handels mit der Begründung eines vermeintlichen, aber in Wahrheit erlogenen Marktversagens, nicht hinnehmen zu wollen. Deshalb bringen sich heute in Venezuela Menschen für einen Laib Brot oder ein gefrorenes Huhn gegenseitig um.

Hier schließt sich der Kreis.

Es ist die Motivation der sieben Todsünden, die diese Kaskade in Gang setzt, eine Kaskade, an deren Ende die Herrschaft der Gewalt wartet. Manche Gesellschaften brauchen viele Jahre, um dort anzukommen. Andere legen die Strecke im Schweinsgalopp zurück.

Die Vielzahl der Eingriffe in eine funktionsfähige Marktwirtschaft, die allein ein Leben in Freiheit garantieren kann, hat unseren Staat und unser Gemeinwesen bereits tödlich verwundet. Der Krebs ist schon diagnostiziert, nur noch nicht von den Amtsärzten in Gestalt der offiziellen „Wirtschaftsweisen“, wo man sich noch in Gesundbeterei und Schönfärberei übt. Schließlich weiß man, welche politischen Overlords das eigene Institut finanzieren, zwar mit dem Geld anderer Leute, aber sie haben es sich ja angeeignet und können es nun nach Gutsherrenart verteilen.

Was hindert uns alles am freien Tausch?

Das Fiat-Geldsystem, eine Matrix der Täuschung, die alle Preise und Informationen verzerrt und dafür sorgt, dass wir in Wahrheit nicht nur beim Brotkauf, sondern bei allen Gütern und Dienstleistungen gar nicht mehr wissen, was wir tauschen und was die Kaufkraft des Zettels ist, mit dem wir handeln.

Die Absorption unseres ganzen Wirtschaftslebens durch den Staat, der, wenn man es richtig rechnet, heute schon eine Staatsquote von 70% oder mehr durchgesetzt hat. Wer heute behauptet, der Markt habe versagt, der verkennt, dass wir gar keine Marktwirtschaft mehr haben. Wir haben eine Staatswirtschaft mit einem immer kleiner werdenden marktwirtschaftlichen Hilfsmotor. Diesen versuchen wir, statt mit Benzin, mit Nitroglyzerin zu betreiben, damit er auf 15.000 Umdrehungen läuft, um zu kompensieren, dass er immer kleiner wird in Relation zu unseren Umverteilungs- und Bürokratieansprüchen. Dieses Nitroglyzerin ist das Helikoptergeld der EZB und das der FED.

Was wir daher vor uns haben, ist der Kolbenfresser, der Totalschaden unserer Wirtschaft, die Pleitewelle, die mindestens 25% unserer Unternehmen, Arbeitsplätze, Produktion und Wirtschaftskraft in den Abgrund reißt.

Unsere politische Klasse kombiniert dabei in klassischer Manier ihre Ignoranz, das Ergebnis ihrer Faulheit in der Schule, mit der Todsünde des Hochmuts. Die These von der adversen Selektion bestätigt sich ein ums andere Mal. Neulich erklärte uns Finanzgenie Scholz, dass die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes um ein Jahr 10 Milliarden Euro kostet. 7 Millionen multipliziert mit 1500 Euro im Monat mal 12 Monate sind also bei dem Mann 10 und nicht 126 Milliarden.

Und kein einziges Mitglied unserer qualitätsjournalistischen Klasse fragt mal nach oder zückt den Bleistift, um das nachzurechnen. Kein einziges. Für dieses Volk von Schreiberlingen sollten wir die Liste der Todsünden um den Tatbestand der Kriecherei erweitern. Ihre Jubelarien auf die Mächtigen sind das Öl, auf dem diese Gesellschaft noch schneller in Richtung Unfreiheit und Abgrund schlittert. Keine Dusche im Regierungsviertel wird nicht von ihnen nach dem sprichwörtlichen Stück Seife abgesucht.

Wir haben in der Kaskade des freiheitlichen Verfalls schon eine riesige Wegstrecke zurückgelegt und wir stehen jetzt vor der buchstäblichen Wahl: Freiheit oder Untergang.
Wenn wir die Freiheit wollen, dann müssen wir den sieben Todsünden abschwören. Die Alternative ist das Wertegerüst der freien Gesellschaft.

Die fünf Säulen der Freiheit sind Individualität, Eigentum, Familie, Religion und Kultur.
Diese Werte sind die Funktionsvoraussetzungen einer freien Gesellschaft.

Es ist dabei eine Binsenweisheit, dass jeder auch das Recht hat, Werten zu folgen oder es zu lassen. Auch das gehört zur Individualität. Es ist jedoch unsinnig zu glauben, dass eine solche Beliebigkeit der Werte auch für Gesellschaften als Ganzes gilt. Wendet sich die Mehrheit einer Gesellschaft dauerhaft von diesen Werten ab, so führt das zu ihrem Kollaps, ihrem Untergang.

Wer glaubt, dass dieser Kollaps im schlimmsten Fall nur eine tiefe, schmerzhafte und lange Wirtschaftskrise beinhaltet, der hat sich geschnitten. Der Sozialismus hat den Genozid in den Genen. Das Raubtier wird das Schafsfell ablegen und die Schafe reißen.
Die immer aggressivere Politik der Bevormundung weckt aber nunmehr auch den Widerstand.

Ich hege die leise Hoffnung, dass der deutsche Michel doch nicht so schläfrig ist, wie die politische Klasse hofft und glaubt. Sollte das so sein, dann haben sich diese Herrschaften gerade beim politischen Russisch-Roulette verkalkuliert:

Die Bürger wollen die Freiheit, nicht den Untergang.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

[Anm. der Red.: Standing Ovations des Publikums]

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.

 

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