Antiamerikanischer Konsens: Deutsche Medien und US-Linke wettern gegen Trump und meinen den 4. Juli

Von 4. Juli 2019 Aktualisiert: 4. Juli 2019 12:37
Dass US-Präsident Donald Trump zum heutigen Unabhängigkeitstag eine Parade durch Washington, D.C. organisiert und dabei auch selbst eine Rede hält, erzürnt deutsche Leitmedien ebenso wie Demokraten in den USA. Dass in der lautstarken Beckmesserei die Botschaft des 4. Juli untergeht, ist kein unbeabsichtigter Nebeneffekt.

„Alles Gute zum Unabhängigkeitstag allerseits! Denkt dran, an diesem Tag in 1776 fühlten sich Europäer zum ersten Mal von Amerika bedroht!“ – So lautete die ironische Grußbotschaft des in Berlin lebenden US-amerikanischen Autors Eric T. Hansen auf Facebook zum heutigen US-amerikanischen Unabhängigkeitstag (4.7.).

Dass die narzisstische Kränkung darüber immer noch tief sitzt, dass ein Gemeinwesen, gegründet von abtrünnigen ehemaligen Kolonien der Britischen Krone und europäischen Auswanderern, in etwas mehr als 100 Jahren zur Weltmacht wurde, Europa diese Stellung hingegen in weniger als fünf Jahrzehnten verspielte, zeigt sich nicht zuletzt in der medialen Berichterstattung über den 243. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung.

Dass US-Präsident Donald Trump den Tag mit einer groß angelegten Militärparade samt Flugshow, einer opulenten Feier in der Hauptstadt und mit einer Rede begehen will, schweißt auch und gerade in Deutschland die „amerikakritische“ Gemeinde in einer Weise zusammen, die selbst jenes Gemeinschaftsgefühl als moralische Weltmacht in den Schatten stellt, das zuvor Greta Thunberg, die „Seenotretter“-Kapitänin oder der „Kampf gegen rechts“ herzustellen vermochten.

Volksgemeinschaft gegen Trump

Diesmal sind sich wirklich alle einig in der Einschätzung, dass die USA keinen Grund zum Feiern hätten und erst recht nicht ihr Präsident. Einige alte Bekannte sind wie jedes Jahr dabei: Alt- und Kryptokommunisten, die den „Imperialismus“ der Amerikaner geißeln, weil er jenen der Sowjets gestoppt hatte und heute jenem Chinas, des Iran, Europas oder der Moslembruderschaft im Weg steht. Ewiggestrige Ultranationalisten, die den Amerikanern die Befreiung 1945 immer noch nicht verzeihen können. Islamisten, die sich daran stoßen, dass die USA das Recht auf Souveränität und Selbstbestimmung auch dem jüdischen Staat zugestehen. Der „Spiegel“, Jakob Augstein oder die in ihrem Urteil stets treffsichere „Mehrheit der Deutschen“ dürfen ebenfalls nicht fehlen.

Jetzt, wo der US-Präsident Donald Trump heißt, gesellen sich auch noch andere mit in die illustre Runde. Zu ihnen gehören neokonservative Feierabend-Proamerikaner aus dem Axel-Springer-Verlag wie Daniel Friedrich Sturm oder Hannes Stein, hinter deren dünkelhaftem Maßregelungsdrang bezüglich der vermeintlich übertriebenen Form der Selbstdarstellung des Präsidenten sich eher die Enttäuschung über Trumps reservierte Haltung zum aktiven und militärgestützten Demokratieexport verbergen dürfte.

Diese breite Koalition aus gekränkten Europäern, die getreu der marxistischen These, wonach der Erfolg des einen zwangsläufig mit der Ausbeutung eines anderen einhergehen müsse, fürchtet ein erfolgreiches starkes, souveränes, aber in sich selbst ruhendes Amerika, denn aus ihrer Sicht steht dieses einem Wiederaufstieg Europas zur Weltmacht im Wege. Deshalb wünschen sie sich ein Amerika, das in mächtige globale oder internationale Organisationen wie die UNO eingebunden ist, weil diese ihm die Hände binden würden – während Europa dort in der Lage wäre, die erforderlichen Mehrheiten für seine „fortschrittliche“ und globalistische Agenda herzustellen.

Pathos und Verschwörungsrhetorik

Dazu kommen Bündnisstrukturen wie die NATO, die von europäischen Mächten als Rückversicherung für die Folgen eigener außenpolitischer Experimente betrachtet wird – zum Schnäppchentarif und verbunden mit der Aussicht, dass die USA im Notfall auf eigene Kosten als Krisenfeuerwehr zur Stelle sein würden.

Die gekränkten Europäer finden aber auch in den USA selbst Gleichgesinnte – dort vor allem in den Reihen der Demokraten, deren pathetische Klagen über die „Diktator-mäßige Selbstinszenierung“ des Präsidenten anlässlich des Unabhängigkeitstages und die damit verbundenen Nazivergleiche die Frage aufwerfen, ob deutsche Leitmedien von demokratischen US-Politikern und Hollywood-Promis abkupfern oder umgekehrt.

Allerdings war es nicht irgendeine „Diktatur“, sondern die Parade zum französischen Nationalfeiertag, die Trump vor zwei Jahren zu seinem „Salut für Amerika“ inspiriert hatte. Insofern fällt dieser Vorwurf eher auf jene progressiven Anhänger einer europäischeren Form der Demokratie selbst zurück, die sich der Französischen Revolution augenscheinlich näher fühlen als der Gründungsgeschichte der Vereinigten Staaten.

Dass die US-Armee im Rahmen der Parade am heutigen Donnerstag brandneue „Abrams“-Kampfpanzer neben älteren Modellen wie M88 oder dem „Bradley Fighting Vehicle“ präsentiert, die Luftwaffe eine spektakuläre Flugshow bieten wird und neben den Präsidentenflugzeugen der „Air Force One“ auch Tarnkappenbomber der Typen B-2 und F-35 zu sehen sein werden, beflügelt ebenfalls bizarre Fantasien der US-amerikanischen Linken.

Einige schrecken nicht einmal vor der Verschwörungstheorie zurück, die Militärparade markiere den Auftakt zu einem Militärputsch durch die Trump-Regierung – und stelle eine Drohung an politische Gegner dar, diese zu verhaften und zu internieren.

Ursprung der menschlichen Freiheit im Naturrecht

Dabei hatte es in Washington, D.C. bereits mehrfach im Laufe der Geschichte Paraden gegeben, in deren Rahmen Panzer durch die Stadt rollten. Die Präsidenten Roosevelt (1941), Eisenhower (1953 und 1957) sowie Kennedy (1961) integrierten sie in Paraden anlässlich ihrer Vereidigung. Zudem wurden Panzer in mehreren Paraden anlässlich des Army Day präsentiert, der 1949 in den Armed Forces Day umgewandelt wurde und heute in kleinerem Rahmen begangen wird. Zuletzt rollten Panzer in der US-Hauptstadt anlässlich der Siegesparade zum Golfkrieg 1991. Auch damals klagten jedoch bereits Demokraten, die Parade diene der Selbstdarstellung von George H. W. Bush und stelle eine Verschwendung von Steuergeld dar – offenbar anders als Weltklimakonferenzen oder Subventionen für nicht marktfähige Alternativenergien.

Der eigentliche Zweck des Unabhängigkeitstages kommt bei all jenen, die sich ob der Parade und der Rede von Präsident Trump erregen, kaum noch zur Sprache. Greg Gutfeld hält das nicht für einen Zufall. Auf „Fox News“ erklärt er:

Ja, es ist leicht, den Patriotismus verächtlich zu machen, denn für die Medien fühlt er sich altmodisch an.“

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Richter Andrew Napolitano umreißt deshalb auf dem gleichen Sender in einem Beitrag noch einmal die Bedeutung dieses Tages und die Ideen, für die er steht:

Die beiden zentralen Werte der Unabhängigkeitserklärung betreffen den Ursprung der menschlichen Freiheit und die Legitimität der vom Volk gewählten Regierung.“

Thomas Jefferson nahm Bezug auf das Naturrecht, wenn er feststellte, dass die unveräußerlichen Rechte des Menschen vom Schöpfer selbst stammten, dem Menschen kraft seines Daseins als Mensch zukämen und nicht erst durch eine Regierung verliehen würden. Zudem sei Regierungsgewalt nur dann legitim, wenn diese sich auf einen Konsens der Regierten stützen könne.

Gründerväter riskierten ihr Leben für heute wieder gefährdete Ideale

Die 56 Männer, die ihre Unterschrift unter die Unabhängigkeitserklärung setzten, wussten, dass sie mit ihrer Unterschrift auch gleichzeitig ihr eigenes Todesurteil unterzeichnet haben könnten. Fünf der Unterzeichner, von denen die meisten Juristen, Farmer, Plantagenbesitzer oder Kaufleute waren, fielen tatsächlich den Briten in die Hände, wurden gefoltert und als Verräter getötet.

Weitere 12 Unterzeichner der Deklaration verloren ihr Hab und Gut, das geplündert und niedergebrannt wurde. Zwei verloren ihre Söhne, die in der Revolutionsarmee dienten, zwei sahen ihre nie wieder, weil diese gefangen genommen wurden. Neun der Unterzeichner starben selbst an den Folgen von Kriegsverletzungen, die sie sich im Revolutionskrieg zugezogen hatten.

Ihnen und ihrem Opfer zu Ehren hat Präsident Donald Trump auch die heutige Parade organisiert. Die zentralen Botschaften der Unabhängigkeitserklärung erlangen heute umso mehr Bedeutung, als auch in westlichen Staaten Vorstellungen wieder populär werden, die Regierungen das Recht einräumen wollen, die Reichweite persönlicher, politischer und wirtschaftlicher Freiheiten ihrer Bürger massiv einzuschränken.

Diese Problematik betrifft nicht nur die USA, sie ist auch in anderen westlichen Staaten präsent, insbesondere Deutschland: Von der Bewertung von Menschen nach ihrem „CO2-Fußabdruck“ über Forderungen nach staatlich erzwungener Geburtenkontrolle bis hin zum Ruf nach dem Entzug von Grundrechten für Oppositionelle und deren systematische Entmenschlichung durch dämonisierende Rhetorik werden auch hier totalitäre Vorstellungen auf höchster Ebene wieder salonfähig.

Dazu kommen Bestrebungen, die Souveränität freier Nationen mit demokratisch gewählten Regierungen zu Gunsten nicht legitimierter supranationaler und globaler Institutionen aufzulösen.

Kommunistisch-globalistischer Traum steht gegen den Amerikanischen

Diana West unterstreicht in einem Kommentar für die englischsprachige Ausgabe der Epoch Times, dass die Existenz der Vereinigten Staaten von Amerika auf dem Spiel stehe – und dass die anti-amerikanische Agenda nicht nur von Tyrannenreichen oder beleidigten Europäern mit Weltmachtavancen ausgehe, sondern auch im eigenen Land auf fruchtbaren Boden stoße. Die Demokraten seien – und deren bisherige Vorwahldebatten hätten das gezeigt – zur Speerspitze dieser Agenda geworden.

Ihre Loyalität gelte nicht mehr ihrem Land, sondern einer politischen Ideologie und der daraus abgeleiteten Agenda. In den Demokraten schlage ein sozialistisches Herz. Dies zeige ihr Einsatz für die Entkriminalisierung illegaler Einwanderung ebenso wie ihr Verlangen nach Abschaffung der privaten Krankenversicherung oder der Versuch, gesetzestreuen Bürgern ihre Waffen wegzunehmen.

Mit blindwütigem Eifer für Abtreibung, Infantizid und die Normalisierung sexueller Psychosen zielten sie direkt auf die religiöse Freiheit und die traditionelle Moral. West schreibt:

Diese Männer und Frauen, die jetzt um die Nominierung für die Demokratische Partei kämpfen, wetteifern miteinander darum, den kommunistisch-globalistischen Traum wahr werden zu lassen, die Vereinigten Staaten auszuradieren und die Amerikaner zu versklaven in einer von blinder Wut getriebenen Utopie, in der eine Eliten-Regierung zentral die Wirtschaften plant, die Welt auf Sozialhilfe setzt und Gedanken und Meinungsäußerungen strikter Kontrolle unterstellt.“

Sollte es den Demokraten im nächsten Jahr gelingen, die Macht an sich zu reißen, könnte ein Punkt erreicht sein, von dem aus es kein Zurück mehr gebe.

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.