Was ist morgens rund, mittags gestampft und abends in Scheiben? Schon Goethe wusste die Vielseitigkeit der Kartoffel zu schätzen.Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Bettina Schwarz, bettinas-jungbrunnen.de

Weihnachtliche Kartoffel: Früchte-Brot und Lebkuchen mit Kolumbus‘ Superfrucht

Von 24. Dezember 2020 Aktualisiert: 24. Dezember 2020 7:48
"Morgens rund, mittags gestampft, abends in Scheiben, dabei soll's bleiben, es ist gesund." So lautet ein Tagebucheintrag von Goethe im August 1814. Schon der Herr Geheimrat schätzte die Vielseitigkeit der Kartoffel – und dabei waren Ihre zahlreichen Inhaltsstoffe und unzähligen Rezeptideen noch lange nicht entdeckt.

Bevor aber das Nachtschattengewächs auf dem Teller landete, war sie in den botanischen Gärten sowie in den Lust- und Ziergärten der Fürstenhöfe zu finden. Denn es waren die Blüten der Knolle, die in jener Zeit Aufmerksamkeit erregten. So schmückten edle Damen ihr Haar mit einem Kranz aus zarten weißen, rosa oder lila Kartoffelblüten.

Erst Anfang des 17. Jahrhunderts wurde die Kartoffel als Nahrungspflanze angebaut. Heutzutage liegt der pro Kopf Verbrauch in Deutschland bei etwa 70 kg im Jahr und ist somit ein fester Bestandteil auf unserem Speiseplan.

Kartoffeln enthalten viele gesunde Inhaltsstoffe wie zum Beispiel die Mineralstoffe Magnesium, Kalium und Eisen sowie die Vitamine C, B1 und Niacin. Die Knollen sind wasserreiche Sattmacher, haben fast kein Fett und sind somit gut für Diäten geeignet. Was wohl Goethe dazu gesagt hätte?

Kartoffel-Früchte-Brot

Zutaten (für 1 Kastenbrot)

  • 300 g Mehl
  • 250 g Kartoffeln
  • 20 g Hefe
  • 30 g Zucker
  • 1 Ei
  • 125 ml Milch
  • 20 g Zitronat
  • 20 g Orangeat
  • 20 g Rosinen
  • 20 g Cranberries
  • 40 g Trockenpflaumen
  • 40 g Mandeln (gehackt)
  • 1 EL Kakao
  • 1 Prise Salz

Zubereitung (2o Minuten + etwa 3,5 Stunden Einweich-, Ruhe- und Backzeit)

Die Trockenfrüchte 2 h einweichen und dann, nach Bedarf, die größeren Früchte zerkleinern. Die Kartoffeln schälen, in kleine Stücke schneiden, kochen und dann mit einer Gabel fein zerdrücken. Aus Mehl, Hefe, Zucker und Milch einen Hefeteig herstellen und mit den übrigen Zutaten verkneten. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 45 Minuten gehen lassen.

Die Massen nochmals kurz durchkneten und in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben. Im vorgeheizten Backofen bei 180° C Ober-/ Unterhitze etwa 40 Minuten backen. Das Brot ist mehrere Tage haltbar. Guten Appetit!

Kartoffel-Lebkuchen

Zutaten (für ca. 25 Oblaten-Lebkuchen, 70 mm)

  • 200 g Kartoffeln (mehlig kochend)
  • 120 g Mehl
  • 150 g Zucker
  • 120 g Haselnüsse (gemahlen)
  • 50 g Nüsse (gehackt, nach Wahl)
  • 2 Eier
  • 20 g Zitronat
  • 20 g Orangeat
  • 30 g Schokostreusel
  • 80 ml Milch
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Nelken (gemahlen)
  • 1 Pck. Backpulver
  • Oblaten (rund, 70 mm)
  • für die Verzierung nach Belieben: ganze Mandeln, Kuvertüre, Puderzucker

Zubereitung (30 Minuten + Backzeit 18 Minuten)

Zunächst die Kartoffeln kochen, mit einer Gabel zerdrücken und auskühlen lassen. Eier und Zucker mit dem Handrührgerät schaumig aufschlagen. Nach und nach die restlichen Zutaten dazu geben und mit den Knethaken des Rührgerätes gut vermengen.

Anschließend die Oblaten auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech geben und jeweils 1 Esslöffel des Teigs auf jede Oblate geben. Nach Belieben ganze Mandeln leicht in den Teig eindrücken und die Lebkuchen im vorgeheizten Backofen bei 200° C etwa 18 Minuten backen.

Nach dem Auskühlen entweder mit Puderzuckerguss oder mit Schokoladenguss bestreichen. P.S. Die Lebkuchen schmecken auch pur besonders lecker. In einer Blechdose sind die Lebkuchen mehrere Wochen haltbar. Guten Appetit!

Rezepte und Fotos mit freundlicher Genehmigung von Bettina Schwarz, bettinas-jungbrunnen.de



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