Soldaten der Militärjunta in MyanmarFoto: STRINGER/AFP via Getty Images

Birmas Militärjunta will Pekings Neue Seidenstraße im Land schneller umsetzen

Von 7. Juli 2022 Aktualisiert: 7. Juli 2022 12:45
Peking hat Außenminister Wang Yi zu Gesprächen mit Birmas Militärjunta entsandt, um den Ausbau von Chinas Neuer Seidenstraße in dem Land voranzutreiben. Die derzeitigen Machthaber in Birma hatten im vergangenen Jahr die gewählte Regierung von Aung San Suu Kyi gestürzt.

Der chinesische Außenminister Wang Yi traf sich am 3. Juli mit seinem burmesischen Amtskollegen U Wunna Maung Lwin am Rande des siebten Außenministertreffens der Lancang-Mekong-Kooperation in Birma. Das Land ist auch bekannt als Myanmar.

Während des Treffens bekräftigte Wang die freundschaftlichen Beziehungen beider Länder ungeachtet der innenpolitischen Veränderungen.

Beide Seiten einigten sich, den Bau des China-Myanmar-Wirtschaftskorridors (CMEC) schneller voranzutreiben und zu gegebener Zeit Gespräche zu führen, um die Zusammenarbeit im Bereich Wirtschaft und Handel zu vertiefen.

Künftige Themen zwischen Birma und China sind unter anderem die Umsetzung des „Abkommens über das grenzüberschreitende Stromnetz“ und die Gewährleistung „des reibungslosen Betriebs der Öl- und Gaspipelines zwischen China und Myanmar“.

Wunna Maung Lwin Wang versprach im Gegenzug, Pekings Positionen zu Taiwan, Hongkong und Xinjiang zu unterstützen. Die Kommunistische Partei Chinas erkennt das demokratisch regierte Taiwan nicht als eigenständiges Land an. Stattdessen macht sie regelmäßig ihren Machtanspruch geltend und droht Taiwan mit militärischen Mitteln einzunehmen.

Beziehungen zwischen China und Birma

Trotz der internationalen Verurteilung des Militärputsches in Birma hält Peking seine engen Beziehungen zum Land aufrecht.

Mehrere westliche Länder haben die Militärjunta in Myanmar mit Sanktionen belegt, weil sie die prodemokratischen Proteste im Land unterdrückt. Die Stimmen von China und Russland im UN-Sicherheitsrat verhinderten im vergangenen Jahr, dass der Militärputsch verurteilt wurde.

Seit der Machtübernahme des Militärs im Februar letzten Jahres wurden mindestens 1.600 Menschen getötet und mehr als 12.500 Menschen festgenommen. Nach Angaben der Vereinten Nationen flüchteten bisher etwa 440.000 Menschen aus dem Land.

Birmas vorherige Regierung unter Suu Kyi unterzeichnete im Januar 2020 insgesamt 33 bilaterale Abkommen mit der KP Chinas zur Umsetzung der CMEC als Teil von Chinas Belt- and Road-Initiative (BRI).  Pekings Neue Seidenstraße hat sich Kritikern zufolge als eine „Schuldenfalle“ für kleinere Länder entpuppt.

Peking will sich Tiefseehafen erschließen

Das CMEC-Abkommen umfasst eine Reihe von Infrastrukturprojekten, darunter eine Eisenbahnlinie, die Chinas Provinz Yunan mit Kyaukphyu im Bundesstaat Rakhine verbindet und Peking einen direkten Zugang zum Indischen Ozean verschafft, sowie den Bau eines Tiefseehafens.

Die KP Chinas will mithilfe der Neuen Seidenstraße aggressiv ihren militärischen Vorteil im geopolitischen Machtkampf um die Weltherrschaft ausbauen.

Lokalen Berichten zufolge umfassen die Vereinbarungen auch eine Städtepartnerschaft zwischen der Provinz Yunnan und der birmesischen Region Yangon sowie die Umsetzung des CMEC in der Region Mandalay.

Beide Seiten haben sich geeinigt, das Stromverbundprojekt zwischen China und Birma auf Machbarkeit zu überprüfen.

Die Vereinbarungen betreffen jedoch nicht das von China unterstützte 3,6 Mrd. USD teure Staudammprojekt im Kachin-Staat, das 2011 wegen der umstrittenen ökologischen und sozioökonomischen Auswirkungen gestoppt wurde.

G7-Länder wollen Pekings Einfluss eingrenzen

Erst einen Monat zuvor hatten die G7-Länder erste Schritte unternommen, Chinas geopolitischen Einfluss einzudämmen. Dafür wollen sie 600 Milliarden US-Dollar für globale Infrastrukturprogramme bereitstellen, um zu verhindern, dass ärmere Länder in die Abhängigkeit von Peking geraten.

US-Präsident Joe Biden und andere Staats- und Regierungschefs sagten am 26. Juni zu, bis zum Jahr 2027 die Finanzspritze für den Plan mit dem Namen „Partnerschaft für globale Infrastruktur und Investitionen“ aufzubringen.

Das englische Original erschien zuerst unter: Burma’s Military Junta Agrees to Expedite China’s Belt and Road Projects. Die deutsche Bearbeitung erfolgte durch nh.



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Alle Völker der Welt kennen den Teufel aus ihren Geschichten und Legenden, Traditionen und Religionen. Auch in der modernen Zeit führt er – verborgen oder offen – auf jedem erdenklichen Gebiet seinen Kampf gegen die Menschheit: Religion, Familie, Politik, Wirtschaft, Finanzen, Militär, Bildung, Kunst, Kultur, Medien, Unterhaltung, soziale Angelegenheiten und internationale Beziehungen.

Er verdirbt die Jugend und formt sich eine neue, noch leichter beeinflussbare Generation. Er fördert Massenbewegungen, Aufstände und Revolutionen, destabilisiert Länder und führt sie in Krisen. Er heftet sich - einer zehrenden Krankheit gleich - an die staatlichen Organe und die Gesellschaft und verschwendet ihre Ressourcen für seine Zwecke.

In ihrer Verzweiflung greifen die Menschen dann zum erstbesten „Retter“, der im Mantel bestimmter Ideologien erscheint, wie Kommunismus und Sozialismus, Liberalismus und Feminismus, bis hin zur Globalisierungsbewegung. Grenzenloses Glück und Freiheit für alle werden versprochen. Der Köder ist allzu verlockend. Doch der Weg führt in die Dunkelheit und die Falle ist bereits aufgestellt. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion