„Er war gesund“ – 13-jähriger Schwede stirbt nach zweiter Moderna-Impfung

Schwedische Eltern werfen ihrem Arzt vor, sie nicht über die möglichen Nebenwirkungen der Impfung aufgeklärt zu haben. Die Staatsanwaltschaft spricht von bis zu zwei Jahren Ermittlungsarbeit.
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Die Verabreichung von zwei Dosen Moderna-Impfstoff soll im Zusammenhang mit dem Tod eines 13-jährigen Jungen in Schweden stehenFoto: über dts Nachrichtenagentur
Von 29. November 2023

In Schweden haben die Eltern eines 13-jährigen Jungen, der einige Monate nach der Verabreichung des COVID-19-Impfstoffs verstorben ist, den Arzt angezeigt, weil er nicht über das Risiko einer Herzentzündung informiert und ihrer Meinung nach so den Tod verursacht hat. Die Anzeige ging direkt an die Staatsanwaltschaft, die den Fall nun aufgenommen hat, berichtet die schwedische Epoch Times.

Kind kam mit einem Herzfehler zur Welt

Bereits Anfang September 2023 leitete Helena Treiberg Claeson von der Staatsanwaltschaft Göteborg ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung ein. Nicholas Sundgren war vier Monate nach der Impfung mit Spikevax von Moderna an den Folgen einer Blutvergiftung aufgrund einer Endokarditis, einer Form der Herzinfektion, gestorben.

In der Beschwerde heißt es, dass der Arzt, der für die COVID-19-Impfung des Jungen verantwortlich war, ihn nicht vor dem Risiko einer Herzentzündung gewarnt habe, die mitunter zum Tode führen kann.

Nicholas Sundgren kam mit einem Herzfehler zur Welt. Im Alter von drei Tagen implantierten ihm Ärzte eine biologische Herzklappenprothese, die 2019 ersetzt wurde. Doch nicht nur das, als er sechs Monate alt war, bekam der Junge eine neue Leber.

Trotz dieser schweren Eingriffe musste Nicholas seit seinem ersten Lebensjahr keine Medikamente mehr nehmen. „Er war sein ganzes Leben lang gesund, stark und glücklich. Es gab nichts Ungewöhnliches an seinem Gesundheitszustand“, betonte Vater Bobbo Sundgren.

Eltern hatten Vertrauen in das Gesundheitssystem

Aufgrund der guten Erfahrungen hatten die Eltern ein großes Vertrauen in das Gesundheitssystem. „Als die Krankenschwester vom Königin-Silvia-Kinderkrankenhaus im August 2021 anrief und Nicholas den COVID-Impfstoff anbot, sagte ich nur ‚klar, das klingt gut‘“, erklärt Bobbo Sundgren.

Nicholas erhielt seine erste Dosis Spikevax im September 2021, die zweiten im Oktober. In der Nacht nach der zweiten Dosis bekam er 40 Grad Fieber, erholte sich aber recht schnell. Zwei Monate später bekam er erneut Fieber und musste sich erbrechen.

Sein Vater deutete das zunächst als eine für die Jahreszeit übliche Erkrankung. Doch am dritten Tag konnte der Junge seine Beine nicht mehr bewegen. „Ich war völlig schockiert. Daraufhin habe ich den Krankenwagen gerufen“, erinnert sich Sundgren.

In der Klinik stellte sich heraus, dass sich Nicholas eine Blutvergiftung und Bakterien in seiner Herzklappenprothese (Endokarditis) zugezogen hatte, die sich bereits auf seine Lunge ausgebreitet hatten. Die Ärzte fanden jedoch keine Wunde, durch die Bakterien eingedrungen sein könnten, um die Sepsis zu verursachen, wie es normalerweise der Fall ist.

Trotz umfangreicher Behandlungen und Operationen konnten die Ärzte sein Leben nicht retten. Zwei Monate nach der Einlieferung ins Krankenhaus starb Nicholas.

Eltern erfuhren erst später von möglichen Nebenwirkungen

Dass die mRNA-Impfstoffe Herzinfektionen wie Myo- und Perikarditis verursachen können, erfuhren die Eltern erst, nachdem ihr Kind ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Vor der Impfung hatten weder der Arzt noch die Krankenschwester darüber informiert.

Bereits im Frühjahr 2021 waren bei den Behörden mehrerer Länder Berichte eingegangen, dass der Impfstoff Comirnaty von Pfizer und Spikevax von Moderna in seltenen Fällen Myo- und Perikarditis verursacht hatte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) warnten ebenfalls davor.

Die schwedische Arzneimittelbehörde gab am 19. Juli 2021 eine Warnung an alle Angehörigen der Gesundheitsberufe in Schweden heraus – mehr als einen Monat, bevor Nicholas Sundgren seine erste Dosis erhielt. Bis Anfang 2022 waren fast 400 Berichte über Myo- und Perikarditis als vermutete Nebenwirkung von Spikevax und Comirnaty bei der schwedischen Arzneimittelbehörde eingegangen.

Am 6. Oktober 2021 – zwei Tage nach der zweiten Dosis von Nicholas – setzte die schwedische Gesundheitsbehörde Spikevax für alle unter 30 Jahren aus, weil ein erhöhtes Risiko für eine Herzinfektion bestand. Das ging aus einer Studie hervor, aber auch mit dem Hinweis, dass das Risiko einer Erkrankung gering sei.

mRNA und Spike-Proteine schwächen Immunsystem

Björn Hammarskjöld, ein ehemaliger Oberarzt in der Kinderheilkunde sowie Biochemiker und Molekularbiologe, ist Zeuge bei der Klage der Eltern. Er sagt, dass im Fall von Nicholas die veränderte mRNA und die Spike-Proteine das Immunsystem wahrscheinlich dazu veranlassten, Zellen in der Herzklappe zu schädigen, wodurch eine Entzündung entstand, an der sich Bakterien festsetzen und wachsen konnten.

Der Mediziner erklärt weiter, dass modifizierte mRNA und das Spike-Protein das Immunsystem nachweislich auf verschiedene Weise schwächen. „Wenn das Immunsystem geschwächt ist, steigt das Risiko, dass sich Viren und Bakterien schnell vermehren. Schließlich versagt das Immunsystem und die Bakterien übernehmen die Oberhand, was zu einer Sepsis führt“, erläutert er.

Wie lange nun die staatsanwaltlichen Voruntersuchungen dauern, kann Helena Treiberg Claeson nicht sagen. Gegenüber der schwedischen Epoch Times stellte sie bis zu zwei Jahre in Aussicht. Fälle wie das Schicksal von Nicholas gehörten zu den schwierigsten und verursachten viel Arbeit.



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