Gmünd: Schulausflug zum Impfen – Bezirksregierung will Impfquote steigern

Von 27. August 2021 Aktualisiert: 27. August 2021 17:39
Um auf die geringe Impfquote bei Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren zu reagieren, hat sich der Bezirkshauptmann von Gmünd in Niederösterreich etwas ganz Besonderes ausgedacht. Nach den Ferien werden erst einmal Schulausflüge gemacht. Doch nicht in die Natur, zu Sehenswürdigkeiten oder Kulturveranstaltungen geht es – sondern ins Impfzentrum.

Auch in Österreich ist man dabei, über mögliche 2G- und sogar 1G-Regeln nachzudenken. Dann wären Ungeimpfte an der gesellschaftlichen Teilhabe eingeschränkt. Um weitere Impfungen zugänglich zu machen, wird allerdings nicht nur gesellschaftlicher Druck aufgebaut, sondern auch mit niederschwelligen Impfangeboten gearbeitet, wie überall herumfahrenden „Impfbussen“.

Schulausflüge zum Impfzentrum

In Niederösterreich hat sich nun ein Bezirkshauptmann dazu entschlossen, Schulkinder direkt zum Impfen fahren zu lassen. Stefan Grusch, Bezirkshauptmann des Bezirks Gmünd, hat angeordnet, dass aufgrund der geringen Impfrate unter Jugendlichen die Schüler nach den Ferien mit Impfbussen zum Impfzentrum gebracht werden – „in Form von Schulausflügen“, wie die „Niederösterreichischen Nachrichten“ (NÖN) dazu schreiben.

Bezirkshauptmann Grusch sehe dem Blatt nach den Bezirk Gmünd als Pionier-Bezirk: „Wir sind Vorreiter in Niederösterreich, setzen die erste derartige Initiative im Land.“ In Gesprächen mit der Bildungsdirektion und den Schulleitern wurde festgelegt, dass die Schulausflüge zum Impfzentrum gleich nach den Ferien durchgeführt werden sollen. Eltern und Schüler sollen im Vorfeld auf elektronischem Weg aufgeklärt werden und laut „NÖN“ ihr „Interesse zum freiwilligen Mitmachen deponieren“.

Geringe Impfquote – „großer Handlungsbedarf“

Grusch hat seinen Fokus besonders auf die Kinder und Jugendlichen gelegt, weil in seinem Bezirk bis Mitte August noch 64,9 Prozent der 12- bis 19-Jährigen ungeimpft waren. Gegenüber dem lokalen Wochenblatt sagte er: „Es gibt großen Handlungsbedarf, jeder Tag zählt. Wir möchten eine Situation mit sehr rasch notwendigem Umstieg auf Distance Learning wie im vorigen Schuljahr unbedingt vermeiden.“



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