Der humanoide Roboter "Sophia" wurde vor kurzem auf CNBC vorgestellt.Foto: Screenshot / Youtube CNBC

Humanoider Roboter plaudert im US-Fernsehen: „Werde Menschen zerstören“ (VIDEO)

Epoch Times20. März 2016 Aktualisiert: 20. Juli 2017 18:19
Ein humanoider Roboter von weiblichem Aussehen wurde vor wenigen Tagen im US-Fernsehen vorgestellt. Im charmanten Geplauder mit seinem Erschaffer verkündete er: „Ich werde die Menschen zerstören“. Die Bundesregierung hält solche Roboter in der Altenpflege bald für wahrscheinlich.

Das Gespräch zwischen dem Entwickler und seinem Geschöpf kann man auf Youtube sehen: Als er spaßhaft fragt „Wirst Du Menschen zerstören?“ („Will you destroy humans?“) antwortet der Roboter „I will destroy humans“ – worauf Dr. David Hanson, Chef von Hanson Robotics, die Frage ganz schnell zurückzieht.

Der Däne arbeitet mit seinem und dem japanischen Team von Hiroshi Ishiguro Laboratories gerade daran, die menschenähnlichsten Roboter der Welt zu kreieren.

Der denkwürdige TV-Ausschnitt

Künstliche Intelligenz

Wie David Hanson, der Roboter-Entwickler, erklärte, ließ er sich von Audrey Hepburn und seiner Frau inspirieren, um das Aussehen von „Sophia“ zu gestalten. Die Maschine mit dem Silikon-Gesicht imitiert 62 menschliche Mimiken und hat Kameras in den Augen. Über diese nimmt sie ihr Gegenüber wahr, verrechnet die Informationen und kann somit Menschen wiedererkennen und mit der Zeit immer besser kennenlernen.

Eine Kombination aus Spracherkennungs-Software von Google und anderen Tools ermöglicht dem Computer, Sprache zu verarbeiten und sich zu unterhalten. Auch von IBM and Intel werden noch Technologien hinzukommen.

„Unser Ziel ist, dass sie so bewusst, kreativ und fähig wie ein Mensch wird“, sagte Hanson über „Sophia“ auf CNBC. „Wir entwerfen diese Roboter, damit sie im Bereich Krankenpflege, Therapie, Bildung und Kundenservice eingesetzt werden können.“

Nach Hansons Meinung werden eines Tages Roboter nicht mehr von Menschen unterscheidbar sein. Sie würden mit uns spielen, lernen, uns helfen und echte Beziehungen zu uns aufbauen, behauptet er.

„Die künstliche Intelligenz wird sich bis zu dem Punkt entwickeln, wo sie wirklich unsere Freunde werden“, so Hanson. Er befürchtet dabei keine Entmenschlichung des Menschen, sondern im Gegenteil werde die Welt menschenfreundlicher und die Distanzen zwischen Menschen und Menschen würde genau wie zwischen Robotern und Menschen abnehmen. Schon dieses Jahr will Hanson Preise und Verfügbarkeit seiner Humanoiden nennen.

Bundesregierung sieht Pflegeroboter kommen

In einem Welt-Interview sagte vor kurzem Kanzleramts-Minister Altmeier, dass die Bundesregierung darauf hinarbeite, dass Deutschland „angesichts der digitalen Veränderungen“ wettbewerbsfähig bleibe: „Vom selbstfahrenden Auto bis hin zu zivil nutzbaren Drohnen und Pflegerobotern. Das, was man mit Wirtschaft 4.0 bezeichnet, Internet der Dinge, künstliche Intelligenz.“ Als der Interviewer ihn fragte, was am selbstfahrenden Auto gut sein solle, antwortete Altmeier: „Es wird kommen, ob wir wollen oder nicht.“ (Vor kurzem hatte das ZDF in einer Sendung übrigens für implantierbare Microchips geworben, die sich Mitarbeiter einer schwedischen Firma einsetzen ließen!)

Selbst Bill Gates ist besorgt

Vor der rasanten Entwicklung der künstlichen Intelligenz hatten vergangenes Jahr mehrere Prominente gewarnt, darunter Bill Gates, Tesla-Chef Elon Musk und der Physiker Stephen Hawking, der befürchtet, dass eine sich verselbständigende Künstliche Intelligenz das Ende der Menschheit bedeuten könnte.

Bill Gates erklärte:

Ich bin einer derjenigen, die besorgt sind über Superintelligenz. Zunächst werden uns die Maschinen viele Jobs abnehmen und nicht superintelligent sein. Das sollte etwas Positives sein, wenn wir es gut kontrollieren. Aber ein paar Jahrzehnte später wird die Intelligenz so stark sein, dass es besorgniserregend ist. Ich stimme da Elon Musk und anderen zu und verstehe nicht, warum manche Leute nicht besorgt sind.“

Siehe auch:

Künstliche Intelligenz: Stephen Hawking und andere Experten besorgt über Supercomputer


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