Prinz Andrew hat Probleme wegen seinen Beziehungen zu Jeffrey Epstein.Foto: Andrew Matthews/PA Wire/dpa/dpa

Netflix-Serie zu Jeffrey Epstein: Zeuge sah Prinz Andrew und ein mutmaßliches Missbrauchsopfer auf Epsteins Karibik-Insel

Von 25. Mai 2020 Aktualisiert: 25. Mai 2020 18:39
Ab dem 27. Mai zeigt Netflix eine mehrteilige Serie über den verstorbenen Jeffrey Epstein. Es geht um das Netzwerk aus Missbrauch und der Prostitution Minderjähriger, mit denen der Multimillionär verbunden war. Darin wird es auch um Prinz Andrew gehen.

Eine vierteilige Serie auf Netflix beschäftigt sich demnächst mit dem verstorbenen Multimillionär Jeffrey Epstein und dem Netzwerk hinter ihm, das minderjährige Mädchen für sexuellen Verkehr mit Erwachsenen rekrutierte. Die am 27. Mai startende Doku-Serie erörtert laut dem Streaming-Dienst anhand von Berichten von Opfern die Frage, wie Jeffrey Epstein seinen Missbrauch mithilfe von Geld und Einfluss so lange geheim halten konnte.

Darin wird es auch um Prinz Andrew gehen, schreibt die „Bild“-Zeitung. Es kommt ein Zeuge zu Wort, der Andrew mit der damals 17-jährigen Virginia Roberts (36) am Pool von Epsteins Villa auf seiner Privatinsel in der Karibik gesehen haben will.

Dieser Zeuge namens Steve Cully (70) arbeitete damals für Epstein. Er führte auf der Insel eine Reparatur durch. Andrew soll Roberts geküsst, ihren Po angefasst und sich an ihr gerieben haben, schrieb die „Bild“-Zeitung. Dabei soll sie kein Oberteil getragen haben. Virginia Roberts wirft nun Prinz Andrew öffentlich vor, sie sexuell missbraucht zu haben.

Der Prinz bestreitet die Vorwürfe. Andrew war jahrelang mit Epstein befreundet und übernachtete mehrmals auf dessen Anwesen in den USA und in der Karibik. Von den Machenschaften seines Freundes Epstein will er nichts mitbekommen haben.

Epstein: „Dann gebe ich dir für jede 200 Dollar“

Auch Hayley Robson ist in der Doku zu sehen. Sie war eine von vielen Anwerberinnen, die gegen Geld für Epstein neue Minderjährige anlockte. Die damals 16-Jährige ging auf die Highschool. Dort sprach sie Mitschülerinnen an. Sie selbst kam über eine Mitschülerin zu Epstein. Diese erzählte ihr, dass sie richtig Geld machen könnte, wenn sie einem alten Typen Massagen gebe.

Bei Epstein in seiner Villa in Palm Beach angekommen, wollte der Multimillionär sie in einem seiner Schlafzimmer sexuell nötigen. Er soll nackt auf einem Massage-Tisch gelegen haben und sie versucht haben, im Intimbereich anzufassen. Sie sagte ihm, dass es für sie unangenehm ist und sie das nicht zulasse.

Aufgrund ihrer resoluten Ablehnung soll Epstein ihr dann das Angebot zur Rekrutierung von Teenie-Mädchen gemacht haben. „Falls du Freundinnen hast und du sie zu mir bringst, dann gebe ich dir für jede 200 Dollar“, gibt die „Bild“-Zeitung Epsteins mutmaßliche Aussage wieder.

16-jähriges Mädchen lockte 24 Mitschülerinnen und Freundinnen zu Epsteins Villa

Robson hat nach eigener Aussage, 24 ihrer Mitschülerinnen zu Epsteins Villa gelockt: „Wenn die Mädchen wieder weg waren, hat er mich bezahlt. Und die Mädchen haben wiederum auch andere Mädchen mitgebracht. Alle waren minderjährig. Die jüngste war 14″, zitiert die „Kronen-Zeitung“ Robson.

Ihre „Dienstleistungen“ für Epstein sollen sie schließlich „zerstört haben“. Ihre Schuldgefühle hätten sie jeden Tag für viele Jahre verfolgt. Bis sie realisiert hätte, dass sie erst 16 und selbst ein Opfer wäre, so die mittlerweile 33-Jährige.

Nun ist für sie klar: „Er war ein Erwachsener. Er hätte mich nicht dazu auffordern dürfen, diese Dinge zu tun“, berichtet die „Kronen-Zeitung“. Robson soll nur eine von Dutzenden Anwerberinnen gewesen sein, die an mindestens vier Highschools – die sich nahe Epsteins Villa in Palm Beach befinden –, für ihn „tätig“ waren. Etliche der Mädchen sollen aus schwierigen Verhältnissen kommen.

Epstein hatte sich offiziellen Angaben zufolge im vergangenen August in einem New Yorker Gefängnis im Alter von 66 Jahren das Leben genommen. Ihm war vorgeworfen worden, Dutzende Minderjährige missbraucht und zur Prostitution gezwungen zu haben.



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion