Sebastian Kurz.Foto: GEORG HOCHMUTH/APA/AFP via Getty Images

Österreich verschärft Corona-Maßnahmen – Kurz: „Alles, was Freude macht, ist ein Ort der Ansteckung“

Epoch Times17. September 2020 Aktualisiert: 17. September 2020 19:55
Die österreichische Bundesregierung hat heute neue Verschärfungen der Corona-Maßnahmen bekannt gegeben. Allen voran in der Gastronomie: Hier gilt ab Montag auch für geschlossene Veranstaltungen: Sperrstunde um 1 Uhr. Auch werden Feiern und Veranstaltungen in Innenräumen (Privatwohnungen ausgenommen) auf zehn Personen begrenzt.

Die Maßnahmen gelten ab Montag in ganz Österreich. Die Verschärfungen wurden bei einer Pressekonferenz von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) bekanntgegeben. Als weitere Maßnahme wurde die Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung für ein Jahr angekündigt. Die drei wesentlichen Punkte sind:

  • Private Feiern in Innenräumen sind auf zehn Teilnehmer begrenzt. In der eigenen Wohnung gilt dies lediglich als Empfehlung. Begräbnisse und religiöse Veranstaltungen sind ausgenommen, nicht jedoch Hochzeiten oder sonstige Festivitäten.
  • In der Gastronomie sind maximal zehn Personen an einem Tisch gestattet, gegessen und getrunken werden darf nur im Sitzen, der Barbetrieb ist verboten. Für geschlossene Gesellschaften gilt künftig die Sperrstunde 1.00 Uhr.
  • Schutzmasken müssen ab Montag auf Märkten und Messen auch im Freien getragen werden, in der Gastronomie gilt Maskenpflicht auch für die Gäste, außer sie sitzen am Tisch.

„Einschränkungen in privaten Räumen nicht möglich“

Kurz präzisierte auf eine entsprechende Frage, dass es „in privaten Räumen verfassungsrechtlich nicht möglich ist, solche Vorschriften zu machen“. Die meisten Wohnungen seien aber ohnehin nicht groß genug, um gegen die neuen Auflagen zu verstoßen. „Das betrifft die Geburtstagsfeier genauso wie das Ausgehen am Abend in einer Gruppe oder das Public Viewing eines Fußballspiels in der Gemeinschaft“, so Kurz.

„Alles, was Freude macht, ein Ort der Ansteckung“

Alles, was Freude mache, sei „ein Ort der Ansteckung“, bekräftigte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Die Infektionen in der Vergangenheit seien vor allem indoor und bei privaten Kontakten erfolgt, so die Regierung. Dabei habe es mehr als eine „Verdoppelung der Zahlen bei den Neuinfizierten gegeben“, sagte Kurz. „Nicht überall ident und gleich dramatisch, aber in ganz Österreich steigen die Zahlen an“, mahnte der ÖVP-Chef.

Es handele sich „um Einschränkungen, die wehtun, aber notwendig sind, um einen zweiten Lockdown hoffentlich zu verhindern“, warb Kurz um Verständnis. Ein zweiter Lockdown hätte „katastrophale Folgen“. Dies müsse unbedingt verhindert werden. (rm)

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